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Bedingt verordnungsfähig

C08.1 – Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

C08.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: C08.1 Logopädie, Speicheldrüsenkrebs Logopädie, Speicheldrüsenkrebs Schlucktherapie, Speicheldrüsenkrebs Stimmtherapie, Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Kopf-Hals-Tumoren und Hirntumoren

Mundtrockenheit nach Bestrahlung beachten.

Logopädische Beschreibung – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

C08.1 (Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis): Bösartige Neubildung der Unterzungenspeicheldrüse. Operation und Bestrahlung können Schlucken und die Mundfunktion beeinträchtigen. Logopädisch relevant sind eine orale Dysphagie, bei Parotisbeteiligung Artikulations- und Lippenschlussstörungen sowie strahlenbedingte Mundtrockenheit mit erschwertem Schlucken. Die Therapie begleitet die onkologische Behandlung.

Typische Störungsbilder – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Orale Dysphagie SC häufig

Schluckstörung, oft verstärkt durch strahlenbedingte Mundtrockenheit.

Strahlenbedingte Mundtrockenheit SC nach Bestrahlung

Xerostomie erschwert Bolusbildung und Schlucken.

Einfach erklärt:

Bei Krebs der Unterzungenspeicheldrüse können Operation und Bestrahlung das Schlucken und die Mundfunktion beeinträchtigen. Logopädie unterstützt gezielt.

Logopädische Relevanz – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Häufigkeit in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig
Patient*innengruppe Erwachsene mit Kopf-Hals-Tumor vor, während und nach onkologischer Behandlung.
Bedeutung Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache

Typische logopädische Symptome – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK SC: Dysphagie nach Kopf-Hals-Tumor-OP/Bestrahlung

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK ST1: Organische Stimmstörung nach Tumor-OP. NICHT ST2 (funktionell).

SF Abgeleitet & verifiziert

HMK SF: Rhinophonie/Stimm-Sprechfunktion nach Gaumen-/Pharynx-OP. Bei C01/C02/C04/C10/C13/C14/C32 als BVB gelistet.

Verordnungshinweis – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Typische Erstverordnung – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • C08.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Schlucktherapie erst spät verordnet, obwohl bereits präoperativ und unter Bestrahlung sinnvoll

Tipps für Ärzt*innen – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • C08.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog. Als ätiologischer Hauptcode mit passender Diagnosegruppe verordnungsfähig. Logopädie früh, idealerweise schon prätherapeutisch, einbinden.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • Logopädie hilft, nach Operation oder Bestrahlung sicher zu schlucken und verständlich zu sprechen. Ein früher Beginn verbessert die Ergebnisse.

Therapieverlauf – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, sowie begleitend zur Bestrahlung

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei Parotis-OP enge Abstimmung mit Physiotherapie wegen der Fazialisbeteiligung.

Therapieinhalte – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • Schlucktherapie und Speichel- bzw. Xerostomiemanagement
  • Beratung zu Kostanpassung

Diagnostik – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Erstdiagnostik – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko und sichere Kostform bestimmen Prä- und postoperativ
Befund von Artikulation, Resonanz und Stimme Sprech- und Stimmfunktion erfassen Erstkontakt

Verlaufsdiagnostik – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schlucken und Verständlichkeit Kost steigern, Therapie anpassen Im Verlauf, v.a. nach Bestrahlung

Red Flags – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Zunehmende Schluckstörung oder Mundöffnungseinschränkung unter bzw. nach Bestrahlung Zeitnah

Strahlenfolgen wie Fibrose oder Trismus früh adressieren, ärztlich abklären.

Prognose – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Mit logopädischer Begleitung lassen sich Schlucken und Verständlichkeit oft deutlich verbessern. Der Verlauf hängt stark von Lokalisation, Ausmaß der Behandlung und Strahlenfolgen ab.

Einflussfaktoren – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

  • Tumorlokalisation und Stadium
  • Art der Operation und Rekonstruktion
  • Bestrahlung und ihre Folgen (Mundtrockenheit, Fibrose, Trismus)
  • Therapiebeginn
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Differentialdiagnosen – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Häufige Fragen – C08.1 Bösartige Neubildung: Glandula sublingualis

Hilft Logopädie bei Schluckproblemen nach Speicheldrüsenkrebs?

Ja, besonders wenn Bestrahlung zu Mundtrockenheit führt. Logopädie verbessert Bolusbildung und Schlucksicherheit.

Kann man Speicheldrüsenkrebs auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

C08.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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