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Bedingt verordnungsfähig

C15.0 – Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

C15.0 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: C15.0 Logopädie, Speiseröhrenkrebs Logopädie, Speiseröhrenkrebs Schlucktherapie, Ösophaguskarzinom Logopädie, Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Kopf-Hals-Tumoren und Hirntumoren

Orale und pharyngeale Schlucksicherheit im Fokus. Stimmnervbeteiligung beachten.

Logopädische Beschreibung – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

C15.0 (Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus): Bösartige Neubildung des zervikalen Ösophagus. Im Vordergrund steht eine Dysphagie, die nach Operation oder Bestrahlung auch die orale und pharyngeale Schluckphase betreffen kann. Bei Tumoren des oberen bzw. zervikalen Ösophagus kann der Stimmnerv (N. recurrens) betroffen sein, mit Heiserkeit und erhöhtem Aspirationsrisiko. Logopädie sichert die oralen und pharyngealen Schluckanteile und begleitet den Kostaufbau, oft mit zeitweiser Sondenernährung.

Typische Störungsbilder – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Dysphagie SC führend

Schluckstörung, oral, pharyngeal und ösophageal, mit Aspirationsgefahr.

Dysphonie bei Recurrensparese ST1 bei zervikaler Lage möglich

Heiserkeit und Schluckverschlechterung bei Stimmnervschädigung.

Einfach erklärt:

Bei Speiseröhrenkrebs steht das Schlucken im Vordergrund. Ist der Stimmnerv betroffen, kommt Heiserkeit hinzu. Logopädie unterstützt sicheres Schlucken.

Logopädische Relevanz – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Häufigkeit in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig
Patient*innengruppe Erwachsene mit Speiseröhrenkrebs vor und nach onkologischer Behandlung.
Bedeutung Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache

Typische logopädische Symptome – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK SC: Dysphagie nach Kopf-Hals-Tumor-OP/Bestrahlung

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK ST1: Organische Stimmstörung nach Tumor-OP. NICHT ST2 (funktionell).

SF Abgeleitet & verifiziert

HMK SF: Rhinophonie/Stimm-Sprechfunktion nach Gaumen-/Pharynx-OP. Bei C01/C02/C04/C10/C13/C14/C32 als BVB gelistet.

Verordnungshinweis – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Typische Erstverordnung – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • C15.0 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Schlucktherapie zu spät verordnet, obwohl orale und pharyngeale Anteile betroffen sind

Tipps für Ärzt*innen – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • C15.0: Logopädie sichert die oralen und pharyngealen Schluckanteile, ergänzend zur chirurgischen Behandlung.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • Logopädie hilft, die oberen Schluckanteile sicher zu gestalten und den Kostaufbau zu begleiten.

Therapieverlauf – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, begleitend zur Bestrahlung

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Die ösophageale Phase wird primär chirurgisch und gastroenterologisch behandelt, Logopädie sichert die oberen Schluckanteile.

Therapieinhalte – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • Schlucktherapie der oralen und pharyngealen Phase
  • Aspirationsschutz und Kostaufbau
  • Begleitung bei zeitweiser Sondenernährung
  • Stimmtherapie bei Recurrensparese

Diagnostik – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Erstdiagnostik – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen Prä- und postoperativ
Stimm- und Sprechdiagnostik Stimm- und Sprechfunktion erfassen Erstkontakt

Verlaufsdiagnostik – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schlucken und Stimme Therapie anpassen Im Verlauf

Red Flags – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Zunehmende Atemnot oder Stridor Notfall

Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.

Prognose – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Mit logopädischer Begleitung lassen sich orale und pharyngeale Schluckanteile verbessern. Der Gesamtverlauf hängt von Tumorstadium und Behandlung ab.

Einflussfaktoren – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

  • Tumorstadium
  • Art der Operation
  • Bestrahlung
  • Stimmnervbeteiligung
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Differentialdiagnosen – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Häufige Fragen – C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler Ösophagus

Hilft Logopädie bei Speiseröhrenkrebs?

Ja, vor allem für die oberen Schluckanteile im Mund und Rachen sowie beim Kostaufbau. Die Speiseröhre selbst wird chirurgisch behandelt.

Kann man Speiseröhrenkrebs auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

C15.0 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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