Logopädische Beschreibung – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
C31.0 (Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris): Bösartige Neubildung der Kieferhöhle. Operation und Bestrahlung können die Resonanz verändern und bei Beteiligung des Gaumens das Schlucken beeinträchtigen. Logopädisch stehen eine Rhinophonie mit näselndem Stimmklang, Resonanzstörungen und bei Gaumendefekt eine Dysphagie im Vordergrund. Eine prothetische Versorgung (Obturator) wird in Abstimmung mit der Kieferchirurgie einbezogen.
Typische Störungsbilder – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Näselnder Stimmklang durch veränderte Resonanzräume oder Gaumendefekt.
Schluckstörung bei Defekt des Gaumens, mit nasaler Regurgitation.
Bei Kieferhöhlenkrebs kann der Stimmklang näselnd werden, bei Gaumenbeteiligung auch das Schlucken leiden. Logopädie verbessert Resonanz und Schlucken.
Logopädische Relevanz – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
| Häufigkeit | in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Erwachsene nach Tumor und Operation im Bereich der Nase oder Nasennebenhöhlen. |
| Bedeutung | Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache |
Typische logopädische Symptome – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- Dysphagie (SC)
- Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
- Dysarthrie (SP6)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Typische Erstverordnung – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
| Diagnosegruppe | SF |
|---|---|
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. bei eingeschränkter Mobilität |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- C31.0 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Resonanz- und Schluckproblematik bei Gaumendefekt nicht logopädisch begleitet
Tipps für Ärzt*innen – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- C31.0: Bei Rhinophonie und Schluckproblematik Logopädie über SF bzw. SC, ggf. mit Obturatorversorgung.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- Logopädie verbessert den Stimmklang und das Schlucken, oft zusammen mit einer Gaumenplatte.
Therapieverlauf – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Therapiebeginn: Postoperativ und begleitend zur Bestrahlung
Setting: Stationär, Reha, ambulant
Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche
Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und HNO, ggf. prothetische Versorgung.
Therapieinhalte – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- Resonanz- und Artikulationstherapie
- Anpassung an eine Gaumenplatte (Obturator) in Abstimmung mit der Kieferchirurgie
- Schlucktherapie bei Gaumendefekt
Diagnostik – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Erstdiagnostik – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES | Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen | Prä- und postoperativ |
| Stimm- und Sprechdiagnostik | Stimm- und Sprechfunktion erfassen | Erstkontakt |
Verlaufsdiagnostik – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation von Schlucken und Stimme | Therapie anpassen | Im Verlauf |
Red Flags – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.
Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.
Prognose – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Resonanz und Schlucken lassen sich mit logopädischer Begleitung und ggf. prothetischer Versorgung verbessern.
Einflussfaktoren – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
- Ausmaß des Defekts
- Prothetische Versorgung
- Bestrahlung
- Therapiebeginn
Verwandte Codes – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Differentialdiagnosen – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Häufige Fragen – C31.0 Bösartige Neubildung: Sinus maxillaris
Warum klingt die Stimme nach einer Nasen- oder Kieferhöhlen-OP näselnd?
Die veränderten Resonanzräume oder ein Gaumendefekt lassen die Stimme näseln. Logopädie und ggf. eine Gaumenplatte verbessern den Klang.
Kann man Kieferhöhlenkrebs auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
C31.0 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SF) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.