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Bedingt verordnungsfähig

C32.3 – Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

C32.3 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: C32.3 Logopädie, Kehlkopfkrebs Logopädie, Larynxkarzinom Logopädie, Ersatzstimme nach Kehlkopfentfernung, Laryngektomie Stimmtherapie, Bösartige Neubildung: Larynxknorpel Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Kopf-Hals-Tumoren und Hirntumoren

Stimmrehabilitation im Fokus, nach Laryngektomie früh beginnen. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

C32.3 (Bösartige Neubildung: Larynxknorpel): Bösartige Neubildung des Kehlkopfknorpels. Führend ist eine Dysphonie. Nach Teilresektion oder Bestrahlung bleibt die Stimme erhalten, ist aber verändert, bei vollständiger Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) geht die natürliche Stimme verloren und es wird eine Ersatzstimme aufgebaut. Hinzu kommen eine Dysphagie mit Aspirationsrisiko sowie die Versorgung des Tracheostomas. Die Stimmrehabilitation ist ein zentraler logopädischer Schwerpunkt.

Typische Störungsbilder – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Dysphonie bzw. Stimmverlust ST1 führend

Heiserkeit bis vollständiger Verlust der natürlichen Stimme nach Laryngektomie.

Ersatzstimmbildung nach Laryngektomie ST1 nach vollständiger Entfernung

Aufbau von Ösophagusersatzstimme, elektronischer Sprechhilfe oder Stimmprothese.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsrisiko, besonders bei erhaltenem Kehlkopf.

Einfach erklärt:

Bei Kehlkopfkrebs ist vor allem die Stimme betroffen. Nach einer vollständigen Kehlkopfentfernung lernt man mit logopädischer Hilfe eine Ersatzstimme. Auch Schlucken wird mitbehandelt.

Logopädische Relevanz – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Häufigkeit in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig
Patient*innengruppe Erwachsene mit Kehlkopfkrebs, teils nach Teil- oder vollständiger Kehlkopfentfernung.
Bedeutung Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache

Typische logopädische Symptome – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK SC: Dysphagie nach Kopf-Hals-Tumor-OP/Bestrahlung

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK ST1: Organische Stimmstörung nach Tumor-OP. NICHT ST2 (funktionell).

SF Abgeleitet & verifiziert

HMK SF: Rhinophonie/Stimm-Sprechfunktion nach Gaumen-/Pharynx-OP. Bei C01/C02/C04/C10/C13/C14/C32 als BVB gelistet.

Verordnungshinweis – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Typische Erstverordnung – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • C32.3 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stimmrehabilitation nach Laryngektomie nicht oder zu spät begonnen

Tipps für Ärzt*innen – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • Bei Kehlkopfkrebs Logopädie über ST1, nach Laryngektomie früh zur Ersatzstimmbildung. Schlucken mitbehandeln.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • Nach einer Kehlkopfentfernung lernt man mit Logopädie eine neue, verständliche Stimme. Ein früher Beginn hilft.

Therapieverlauf – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, bei Laryngektomie früh zur Stimmrehabilitation

Setting: Stationär, Reha, ambulant an Tumorzentren

Frequenz: In Reha hochfrequent, ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Stimmrehabilitation nach Laryngektomie ist eine logopädische Spezialaufgabe, enge Abstimmung mit HNO. Selbsthilfegruppen für Kehlkopflose einbeziehen.

Therapieinhalte – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • Stimmtherapie bei erhaltenem Kehlkopf
  • Aufbau der Ersatzstimme: Ösophagusersatzstimme, Stimmprothese oder elektronische Sprechhilfe
  • Tracheostoma- und ggf. Stimmprothesenmanagement
  • Schlucktherapie mit Aspirationsschutz

Diagnostik – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Erstdiagnostik – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen Prä- und postoperativ
Stimm- und Sprechdiagnostik Stimm- und Sprechfunktion erfassen Erstkontakt

Verlaufsdiagnostik – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schlucken und Stimme Therapie anpassen Im Verlauf

Red Flags – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Zunehmende Atemnot oder Stridor Notfall

Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.

Prognose – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Mit logopädischer Stimmrehabilitation gelingt nach Kehlkopfentfernung meist eine verständliche Ersatzstimme. Schlucken und Verständlichkeit bessern sich mit gezielter Therapie.

Einflussfaktoren – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

  • Art des Eingriffs (Teilresektion vs. Laryngektomie)
  • Gewählte Ersatzstimme
  • Bestrahlung
  • Therapiebeginn
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Differentialdiagnosen – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Häufige Fragen – C32.3 Bösartige Neubildung: Larynxknorpel

Wie lerne ich nach einer Kehlkopfentfernung wieder zu sprechen?

Mit logopädischer Hilfe wird eine Ersatzstimme aufgebaut, über die Speiseröhre, eine Stimmprothese oder eine elektronische Sprechhilfe. Die meisten Betroffenen können wieder verständlich kommunizieren.

Kann man Kehlkopfkrebs auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

C32.3 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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