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Bedingt verordnungsfähig

C79.3 – Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

C79.3 (sekundäre Hirntumoren) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste (LHB/BVB) für Logopädie. Gelistet sind nur primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Verordnung als ätiologischer Hauptcode möglich, kein extrabudgetärer Status.

Auch gesucht unter: C79.3 Logopädie, Hirnmetastase Logopädie, Hirntumor Logopädie, Aphasie nach Hirntumor, Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Kopf-Hals-Tumoren und Hirntumoren

Lokalisation bestimmt den Schwerpunkt. Schlucksicherheit und Kognition mitbeachten.

Logopädische Beschreibung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

C79.3 (Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn): Sekundäre (metastatische) Neubildung des Gehirns. Bei Lage im Großhirn stehen Aphasie und kognitive Kommunikationsstörungen im Vordergrund. Tumor, Operation, Bestrahlung und Ödem beeinflussen Sprache, Sprechen, Schlucken und Kognition. Die Therapie richtet sich nach Lokalisation und Verlauf, bei sekundären Tumoren auch nach der Grunderkrankung.

Typische Störungsbilder – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Aphasie SP5 bei Großhirnbeteiligung

Störung von Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben.

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Gesprächsführung betroffen.

Dysarthrie SP6 möglich

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC möglich

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Eine Metastase im Gehirn kann je nach Lage Sprache, Sprechen, Schlucken oder das Denken beeinträchtigen. Logopädie behandelt die betroffenen Funktionen.

Logopädische Relevanz – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Häufigkeit in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene mit Hirntumor vor und nach Operation oder Bestrahlung, Erwachsene und Kinder.
Bedeutung Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache

Typische logopädische Symptome – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Aphasie bei Hirntumor (SP5)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

C79.3 (sekundäre Hirntumoren) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste (LHB/BVB) für Logopädie. Gelistet sind nur primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Verordnung als ätiologischer Hauptcode möglich, kein extrabudgetärer Status.

ST1 Praxisempfehlung

C79.3 (sekundäre Hirntumoren) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste (LHB/BVB) für Logopädie. Gelistet sind nur primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Verordnung als ätiologischer Hauptcode möglich, kein extrabudgetärer Status.

SP5 Praxisempfehlung

C79.3 (sekundäre Hirntumoren) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste (LHB/BVB) für Logopädie. Gelistet sind nur primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Verordnung als ätiologischer Hauptcode möglich, kein extrabudgetärer Status.

SP6 Praxisempfehlung

C79.3 (sekundäre Hirntumoren) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste (LHB/BVB) für Logopädie. Gelistet sind nur primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Verordnung als ätiologischer Hauptcode möglich, kein extrabudgetärer Status.

Verordnungshinweis – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Typische Erstverordnung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Diagnosegruppe SP5
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • C79.3 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitive Kommunikationsstörung nicht mitbehandelt

Tipps für Ärzt*innen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • C79.3: Logopädie je nach Lokalisation über SP5, Schlucken und Kognition mitbeurteilen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • Logopädie hilft bei Sprach-, Sprech- und Schluckproblemen nach einem Hirntumor.

Therapieverlauf – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, in Akut- und Rehaphase

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 1-3x pro Woche

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurochirurgie und Neurologie. Symptome können sich durch Ödem oder Bestrahlung verändern.

Therapieinhalte – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • Aphasie- bzw. Dysarthrietherapie je nach Lokalisation
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz
  • Bei zerebellärem Mutismus Begleitung der Sprechwiederanbahnung
  • Kognitiv-kommunikative Therapie bei Bedarf

Diagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Erstdiagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Test Zweck Zeitpunkt
Aphasie-, Dysarthrie- und kognitiv-kommunikative Diagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Der Verlauf hängt bei sekundären Hirntumoren stark von der Grunderkrankung ab. Logopädie verbessert betroffene Funktionen, ein zerebellärer Mutismus bildet sich meist zurück.

Einflussfaktoren – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

  • Lokalisation und Ausdehnung
  • Art der Behandlung
  • Bei sekundären Tumoren die Grunderkrankung
  • Therapiebeginn
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Differentialdiagnosen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Häufige Fragen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn

Hilft Logopädie bei Sprachproblemen nach einem Hirntumor?

Ja. Bei Aphasie oder kognitiven Kommunikationsstörungen verbessert Logopädie Sprache und Verständigung, oft schon in der Frühphase.

Kann man Hirnmetastase auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

C79.3 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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