Logopädische Beschreibung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
C79.3 (Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn): Sekundäre (metastatische) Neubildung des Gehirns. Bei Lage im Großhirn stehen Aphasie und kognitive Kommunikationsstörungen im Vordergrund. Tumor, Operation, Bestrahlung und Ödem beeinflussen Sprache, Sprechen, Schlucken und Kognition. Die Therapie richtet sich nach Lokalisation und Verlauf, bei sekundären Tumoren auch nach der Grunderkrankung.
Typische Störungsbilder – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Störung von Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben.
Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Gesprächsführung betroffen.
Verwaschenes Sprechen.
Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.
Eine Metastase im Gehirn kann je nach Lage Sprache, Sprechen, Schlucken oder das Denken beeinträchtigen. Logopädie behandelt die betroffenen Funktionen.
Logopädische Relevanz – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
| Häufigkeit | in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Betroffene mit Hirntumor vor und nach Operation oder Bestrahlung, Erwachsene und Kinder. |
| Bedeutung | Kopf-Hals-Tumor / Hirntumor → Schlucken/Stimme/Sprache |
Typische logopädische Symptome – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- Dysphagie (SC)
- Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1)
- Dysarthrie (SP6)
- Aphasie bei Hirntumor (SP5)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Typische Erstverordnung – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
| Diagnosegruppe | SP5 |
|---|---|
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. bei eingeschränkter Mobilität |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- C79.3 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Kognitive Kommunikationsstörung nicht mitbehandelt
Tipps für Ärzt*innen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- C79.3: Logopädie je nach Lokalisation über SP5, Schlucken und Kognition mitbeurteilen.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- Logopädie hilft bei Sprach-, Sprech- und Schluckproblemen nach einem Hirntumor.
Therapieverlauf – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, in Akut- und Rehaphase
Setting: Stationär, Reha, ambulant
Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 1-3x pro Woche
Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurochirurgie und Neurologie. Symptome können sich durch Ödem oder Bestrahlung verändern.
Therapieinhalte – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- Aphasie- bzw. Dysarthrietherapie je nach Lokalisation
- Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz
- Bei zerebellärem Mutismus Begleitung der Sprechwiederanbahnung
- Kognitiv-kommunikative Therapie bei Bedarf
Diagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Erstdiagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Aphasie-, Dysarthrie- und kognitiv-kommunikative Diagnostik | Art und Schwere erfassen | Sobald kooperationsfähig |
| Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES | Aspirationsrisiko bestimmen | Früh |
Verlaufsdiagnostik – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation | Erholung dokumentieren | Engmaschig |
Red Flags – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.
Sofortige ärztliche Abklärung.
Prognose – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Der Verlauf hängt bei sekundären Hirntumoren stark von der Grunderkrankung ab. Logopädie verbessert betroffene Funktionen, ein zerebellärer Mutismus bildet sich meist zurück.
Einflussfaktoren – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
- Lokalisation und Ausdehnung
- Art der Behandlung
- Bei sekundären Tumoren die Grunderkrankung
- Therapiebeginn
- Allgemeinzustand
Verwandte Codes – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Differentialdiagnosen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Häufige Fragen – C79.3 Sekundäre bösartige Neubildung: Gehirn
Hilft Logopädie bei Sprachproblemen nach einem Hirntumor?
Ja. Bei Aphasie oder kognitiven Kommunikationsstörungen verbessert Logopädie Sprache und Verständigung, oft schon in der Frühphase.
Kann man Hirnmetastase auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
C79.3 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.