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Bedingt verordnungsfähig

D33.1 – Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

D33.1 (gutartiger Hirntumor) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste für Logopädie; gelistet sind nur bösartige primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Kein extrabudgetärer Status.

Auch gesucht unter: D33.1 Logopädie, gutartiger Hirntumor (Kleinhirn/Hirnstamm) Logopädie, Hirntumor Logopädie, Dysarthrie nach Hirntumor, Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Kopf-Hals-Tumoren und Hirntumoren

Lokalisation bestimmt den Schwerpunkt. Schlucksicherheit und Kognition mitbeachten.

Logopädische Beschreibung – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

D33.1 (Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell): Gutartige Neubildung des Gehirns. Bei Lage im Kleinhirn oder Hirnstamm stehen Dysarthrie, nach Operation in der hinteren Schädelgrube ein zerebellärer Mutismus und eine Dysphagie im Vordergrund. Tumor, Operation, Bestrahlung und Ödem beeinflussen Sprache, Sprechen, Schlucken und Kognition. Die Therapie richtet sich nach Lokalisation und Verlauf.

Typische Störungsbilder – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Dysarthrie SP6 häufig bei Kleinhirn- bzw. Hirnstammlage

Verwaschenes, mühsames Sprechen.

Zerebellärer Mutismus (Posteriore-Fossa-Syndrom) SP6 v.a. bei Kindern nach OP

Vorübergehender Sprechverlust nach Operation in der hinteren Schädelgrube.

Dysphagie SC häufig bei Hirnstammnähe

Schluckstörung mit hoher Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Ein gutartiger Hirntumor kann je nach Lage Sprache, Sprechen, Schlucken oder das Denken beeinträchtigen. Logopädie behandelt die betroffenen Funktionen.

Logopädische Relevanz – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Häufigkeit in spezialisierten und klinischen Settings regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene mit Hirntumor vor und nach Operation oder Bestrahlung, Erwachsene und Kinder.
Bedeutung Gutartige Tumoren → Stimme/Schlucken/Sprache

Typische logopädische Symptome – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung nach Laryngektomie/Bestrahlung (ST1/ST2)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Aphasie bei Hirntumor (SP5)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

D33.1 (gutartiger Hirntumor) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste für Logopädie; gelistet sind nur bösartige primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Kein extrabudgetärer Status.

ST1 Praxisempfehlung

D33.1 (gutartiger Hirntumor) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste für Logopädie; gelistet sind nur bösartige primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Kein extrabudgetärer Status.

SP5 Praxisempfehlung

D33.1 (gutartiger Hirntumor) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste für Logopädie; gelistet sind nur bösartige primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Kein extrabudgetärer Status.

SP6 Praxisempfehlung

D33.1 (gutartiger Hirntumor) ist NICHT auf der KBV-Diagnoseliste für Logopädie; gelistet sind nur bösartige primäre ZNS-Tumoren C70-C72. Kein extrabudgetärer Status.

Verordnungshinweis – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Tumorcode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Lokalisationen ggf. Freitext-Begründung.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept, wenn die Diagnosegruppe (ST1, SC) und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet sind. Bei Kopf-Hals-Tumoren ist die logopädische Behandlung in der Regel klar indiziert (postoperativ, unter/nach Bestrahlung). Kassen akzeptieren diese Codes in der Regel als plausibel.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Typische Erstverordnung – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Diagnosegruppe SP6
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • D33.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Schluckstörung bei Hirnstammnähe nicht beachtet

Tipps für Ärzt*innen – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • D33.1: Logopädie je nach Lokalisation über SP6, Schlucken und Kognition mitbeurteilen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • Logopädie hilft bei Sprach-, Sprech- und Schluckproblemen nach einem Hirntumor.

Therapieverlauf – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Therapiebeginn: Prä- und postoperativ, in Akut- und Rehaphase

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 1-3x pro Woche

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurochirurgie und Neurologie. Symptome können sich durch Ödem oder Bestrahlung verändern.

Therapieinhalte – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • Aphasie- bzw. Dysarthrietherapie je nach Lokalisation
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz
  • Bei zerebellärem Mutismus Begleitung der Sprechwiederanbahnung
  • Kognitiv-kommunikative Therapie bei Bedarf

Diagnostik – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Erstdiagnostik – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Test Zweck Zeitpunkt
Aphasie-, Dysarthrie- und kognitiv-kommunikative Diagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Gutartige Hirntumoren haben nach Behandlung oft eine günstige Prognose. Logopädie verbessert betroffene Funktionen, ein zerebellärer Mutismus bildet sich meist zurück.

Einflussfaktoren – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

  • Lokalisation und Ausdehnung
  • Art der Behandlung
  • Vollständigkeit der Entfernung
  • Therapiebeginn
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Differentialdiagnosen – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Häufige Fragen – D33.1 Gutartige Neubildung: Gehirn, infratentoriell

Was ist zerebellärer Mutismus?

Manche Patienten, vor allem Kinder, sprechen nach einer Operation in der hinteren Schädelgrube vorübergehend nicht. Logopädie begleitet die schrittweise Rückkehr der Sprache.

Kann man gutartiger Hirntumor (Kleinhirn/Hirnstamm) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

D33.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP6) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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