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Bedingt verordnungsfähig

E04.1 – Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

E04.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: E04.1 Logopädie, Schilddrüsenzyste Logopädie, Heiserkeit Schilddrüse, Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Endokrine Erkrankungen

Mechanische Einengung beachten, ärztliche Behandlung vorrangig.

Logopädische Beschreibung – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

E04.1 (Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste): Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste. Eine große Schilddrüse kann den Stimmnerv und den Schluckweg mechanisch einengen. Logopädisch relevant sind eine Dysphonie mit heiserer Stimme und eine Dysphagie mit Druck- oder Engegefühl beim Schlucken. Die Therapie ergänzt die ärztliche bzw. operative Behandlung.

Typische Störungsbilder – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Dysphonie ST1 bei Stimmnervbeteiligung

Heisere, schwache Stimme durch Druck auf den Stimmnerv.

Dysphagie SC bei mechanischer Einengung

Schluckstörung mit Druck- oder Engegefühl.

Einfach erklärt:

Bei Schilddrüsenzyste kann die vergrößerte Schilddrüse auf Stimmnerv und Schluckweg drücken. Das kann die Stimme heiser machen und das Schlucken erschweren. Logopädie unterstützt Stimme und Schlucken.

Logopädische Relevanz – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Erwachsene mit Struma bzw. Schilddrüsenerkrankung.
Bedeutung Post-OP Rekurrensparese → Stimme

Typische logopädische Symptome – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • Rekurrensparese nach Schilddrüsen-OP (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für E04.1 (Endokrine Erkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Schilddrüsen-Code + ST1. Alternativ: J38.0x (Stimmlippenparese) wenn im Katalog.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Code bei post-OP Stimmproblemen nach Schilddrüseneingriff.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Typische Erstverordnung – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • E04.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Heiserkeit oder Engegefühl nicht logopädisch begleitet

Tipps für Ärzt*innen – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • E04.1: Bei Heiserkeit oder Schluckproblematik Logopädie über ST1 bzw. SC, ärztliche Behandlung der Struma vorrangig.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • Logopädie hilft bei Heiserkeit und Schluckproblemen. Die Behandlung der Schilddrüse selbst läuft ärztlich.

Therapieverlauf – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Therapiebeginn: Bei Stimm- oder Schluckproblemen, oft begleitend zur ärztlichen Behandlung

Setting: Ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei großer, einengender Struma ist die ärztliche bzw. operative Behandlung vorrangig.

Therapieinhalte – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • Stimmtherapie zur Entlastung und Kräftigung
  • Schluckberatung und Kostanpassung
  • Stimmhygiene

Diagnostik – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Erstdiagnostik – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Test Zweck Zeitpunkt
Stimm- und Schluckdiagnostik Stimm- und Schluckfunktion erfassen Zu Therapiebeginn
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Bei Schluckproblemen

Verlaufsdiagnostik – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Therapie anpassen In sinnvollen Abständen

Red Flags – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Zunehmende Atemnot, Stridor oder Schluckbeschwerden bei großer Struma Zeitnah ärztlich

Mechanische Einengung von Atem- und Schluckweg, ärztlich abklären.

Prognose – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Nach Behandlung der Struma bessern sich Stimme und Schlucken meist. Logopädie unterstützt die Funktion.

Einflussfaktoren – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

  • Größe und Einengung
  • Stimmnervbeteiligung
  • Behandlung der Grunderkrankung
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Differentialdiagnosen – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Häufige Fragen – E04.1 Nichttoxische solitäre Schilddrüsenzyste

Warum wird die Stimme bei einer Struma heiser?

Eine vergrößerte Schilddrüse kann auf den Stimmnerv drücken. Logopädie unterstützt die Stimme, die Behandlung der Schilddrüse läuft ärztlich.

Kann man Schilddrüsenzyste auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

E04.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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