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Bedingt verordnungsfähig

E51.2 – Wernicke-Enzephalopathie

E51.2 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: E51.2 Logopädie, Wernicke-Enzephalopathie Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Stoffwechselerkrankungen

Behandelbare Ursache, mit ärztlicher Therapie verzahnen. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

E51.2 (Wernicke-Enzephalopathie): Akute, durch Thiaminmangel bedingte Hirnfunktionsstörung mit Verwirrtheit, Augenbewegungs- und Gangstörung (Wernicke-Enzephalopathie). Logopädisch stehen eine Dysarthrie, eine Dysphagie mit Aspirationsrisiko und teils eine Stimmstörung im Vordergrund. Bei rechtzeitiger ursächlicher Behandlung können sich die Symptome bessern. Die Therapie richtet sich nach Verlauf und Grunderkrankung.

Typische Störungsbilder – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes, teils verlangsamtes Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsrisiko.

Dysphonie ST1 möglich

Veränderte, teils schwache Stimme.

Einfach erklärt:

Bei Wernicke-Enzephalopathie können Sprechen, Schlucken und Stimme betroffen sein. Logopädie behandelt diese Funktionen gezielt, besonders wenn die Ursache behandelt wird.

Logopädische Relevanz – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Häufigkeit sehr selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Stoffwechselerkrankung und neurologischer Beteiligung.
Bedeutung Dysarthrie/kognitive Kommunikation

Typische logopädische Symptome – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für E51.2 (Stoffwechselerkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für E51.2 (Stoffwechselerkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für E51.2 (Stoffwechselerkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Stoffwechsel-Code als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Stoffwechselerkrankungen mit neurologischer Manifestation.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Typische Erstverordnung – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Diagnosegruppe SP6
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • E51.2 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Behandelbare Ursache nicht mit logopädischer Therapie verzahnt

Tipps für Ärzt*innen – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • E51.2: Logopädie über SP6 bzw. SC, eng mit der ursächlichen Behandlung abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • Logopädie hilft bei Sprechen, Schlucken und Stimme. Die Grunderkrankung wird ärztlich behandelt.

Therapieverlauf – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Therapiebeginn: Bei Sprech-, Schluck- oder Stimmproblemen

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei behandelbarer Ursache enge Abstimmung mit der ursächlichen Therapie.

Therapieinhalte – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • Dysarthrietherapie
  • Schluckmanagement mit Aspirationsschutz
  • Stimmtherapie bei Bedarf

Diagnostik – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Erstdiagnostik – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Test Zweck Zeitpunkt
Stimm- und Schluckdiagnostik Stimm- und Schluckfunktion erfassen Zu Therapiebeginn
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Bei Schluckproblemen

Verlaufsdiagnostik – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Therapie anpassen In sinnvollen Abständen

Red Flags – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Prognose – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Bei rechtzeitiger ursächlicher Behandlung können sich die Symptome deutlich bessern. Logopädie verbessert Sprechen, Schlucken und Stimme bzw. erhält die Funktionen.

Einflussfaktoren – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

  • Grunderkrankung und Verlauf
  • Ansprechen auf die ursächliche Therapie
  • Therapiebeginn
  • Begleitsymptome

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Differentialdiagnosen – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Häufige Fragen – E51.2 Wernicke-Enzephalopathie

Ist die Wernicke-Enzephalopathie behandelbar?

Ja, mit rechtzeitiger Gabe von Vitamin B1. In der Erholung unterstützt Logopädie Sprechen und Schlucken.

Kann man Wernicke-Enzephalopathie auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

E51.2 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP6) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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