Logopädische Beschreibung – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
F06.7 (Leichte kognitive Störung (MCI)): Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) mit messbaren, aber noch alltagskompatiblen Defiziten. Logopädisch relevant sind kognitive Kommunikationsstörungen mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung. Die Therapie erfolgt in Abstimmung mit Neurologie und Psychiatrie.
Typische Störungsbilder – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung betroffen.
Bei leichte kognitive Störung (MCI) können Denken, Wortfindung und Gespräche beeinträchtigt sein. Logopädie behandelt diese kognitiv-kommunikativen Schwierigkeiten, zusammen mit Neurologie und Psychiatrie.
Logopädische Relevanz – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
| Häufigkeit | selten |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Betroffene mit organisch bzw. kognitiv bedingter Kommunikationsstörung. |
| Bedeutung | Kognitive Kommunikation/Sprache |
Typische logopädische Symptome – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- Kognitive Kommunikationsstörung (SP5)
- Dysarthrie (SP6)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Ätiologischen G-/I-Code bevorzugen. F-Code als Nebendiagnose.
Als Hauptcode nutzbar: Eingeschränkt. Bei organisch bedingten psychischen Störungen mit Sprach-/Sprechbeteiligung. F-Codes allein sind oft problematisch, ätiologischen Code bevorzugen.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Typische Erstverordnung – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
| Diagnosegruppe | SP5 |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SP5b |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1-2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. sinnvoll |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- F06.7 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Kognitiv-kommunikative Störung nicht als logopädische Indikation erkannt
Tipps für Ärzt*innen – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- F06.7: Bei kognitiv-kommunikativer Störung Logopädie über SP5, mit Neurologie und Psychiatrie abstimmen.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen und gibt Alltagsstrategien.
Therapieverlauf – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Therapiebeginn: Bei kognitiv-kommunikativer Störung
Setting: Ambulant, Reha
Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche
Besonderheiten: Abstimmung mit Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie. Ziel ist Erhalt bzw. Verbesserung der Alltagskommunikation.
Therapieinhalte – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- Kognitiv-kommunikative Therapie (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung)
- Pragmatik- und Gesprächstraining bei Bedarf
- Strategien für Alltag und Beratung der Angehörigen
Diagnostik – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Erstdiagnostik – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik | Art und Schwere erfassen | Sobald kooperationsfähig |
| Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES | Aspirationsrisiko bestimmen | Früh |
Verlaufsdiagnostik – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation | Erholung dokumentieren | Engmaschig |
Red Flags – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.
Sofortige ärztliche Abklärung.
Prognose – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Bei leichter kognitiver Störung ist das Ziel Erhalt und Kompensation, der Verlauf ist unterschiedlich. Logopädie verbessert oder stabilisiert die Alltagskommunikation. Der Verlauf hängt von der Grunderkrankung ab.
Einflussfaktoren – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
- Grunderkrankung und Verlauf
- Schweregrad
- Therapiebeginn
- Einbezug des Umfelds
Verwandte Codes – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Differentialdiagnosen – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Häufige Fragen – F06.7 Leichte kognitive Störung (MCI)
Hilft Logopädie bei leichter kognitiver Störung (MCI)?
Ja. Logopädie trainiert Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsstrategien und unterstützt den Erhalt der Alltagskommunikation.
Kann man leichte kognitive Störung (MCI) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
F06.7 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.