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Bedingt verordnungsfähig

F07.2 – Organisches Psychosyndrom nach SHT

F07.2 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: F07.2 Logopädie, organisches Psychosyndrom nach SHT Logopädie, kognitive Kommunikationsstörung Therapie, Organisches Psychosyndrom nach SHT Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Psychische Störungen (ergänzend)

Schwerpunkt kognitive Kommunikation, interdisziplinär abstimmen.

Logopädische Beschreibung – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

F07.2 (Organisches Psychosyndrom nach SHT): Anhaltende kognitive und psychische Beschwerden nach Schädel-Hirn-Trauma (postkommotionelles bzw. organisches Psychosyndrom). Logopädisch relevant sind kognitive Kommunikationsstörungen mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung. Die Therapie erfolgt in Abstimmung mit Neurologie und Psychiatrie.

Typische Störungsbilder – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung betroffen.

Einfach erklärt:

Bei organisches Psychosyndrom nach SHT können Denken, Wortfindung und Gespräche beeinträchtigt sein. Logopädie behandelt diese kognitiv-kommunikativen Schwierigkeiten, zusammen mit Neurologie und Psychiatrie.

Logopädische Relevanz – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit organisch bzw. kognitiv bedingter Kommunikationsstörung.
Bedeutung Kognitive Kommunikation/Sprache

Typische logopädische Symptome – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • Kognitive Kommunikationsstörung (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für F07.2 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für F07.2 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Ätiologischen G-/I-Code bevorzugen. F-Code als Nebendiagnose.

Als Hauptcode nutzbar: Eingeschränkt. Bei organisch bedingten psychischen Störungen mit Sprach-/Sprechbeteiligung. F-Codes allein sind oft problematisch, ätiologischen Code bevorzugen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Typische Erstverordnung – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • F07.2 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitiv-kommunikative Störung nicht als logopädische Indikation erkannt

Tipps für Ärzt*innen – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • F07.2: Bei kognitiv-kommunikativer Störung Logopädie über SP5, mit Neurologie und Psychiatrie abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen und gibt Alltagsstrategien.

Therapieverlauf – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Therapiebeginn: Bei kognitiv-kommunikativer Störung

Setting: Ambulant, Reha

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Abstimmung mit Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie. Ziel ist Erhalt bzw. Verbesserung der Alltagskommunikation.

Therapieinhalte – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • Kognitiv-kommunikative Therapie (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung)
  • Pragmatik- und Gesprächstraining bei Bedarf
  • Strategien für Alltag und Beratung der Angehörigen

Diagnostik – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Erstdiagnostik – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Logopädie verbessert oder stabilisiert die Alltagskommunikation. Der Verlauf hängt von der Grunderkrankung ab.

Einflussfaktoren – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

  • Grunderkrankung und Verlauf
  • Schweregrad
  • Therapiebeginn
  • Einbezug des Umfelds

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Differentialdiagnosen – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Häufige Fragen – F07.2 Organisches Psychosyndrom nach SHT

Ist organisches Psychosyndrom nach SHT ein Fall für Logopädie?

Wenn Denken, Wortfindung oder Gespräche betroffen sind, ja. Logopädie behandelt diese kognitiv-kommunikativen Schwierigkeiten.

Kann man organisches Psychosyndrom nach SHT auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

F07.2 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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