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Bedingt verordnungsfähig

F10.7 – Alkoholbedingter Restzustand

F10.7 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: F10.7 Logopädie, alkoholbedingter Restzustand Logopädie, kognitive Kommunikationsstörung Therapie, Alkoholbedingter Restzustand Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Psychische Störungen (ergänzend)

Schwerpunkt kognitive Kommunikation, interdisziplinär abstimmen.

Logopädische Beschreibung – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

F10.7 (Alkoholbedingter Restzustand): Anhaltende kognitive Störung nach langjährigem Alkoholkonsum (z.B. alkoholbedingte Demenz, Korsakow-Syndrom). Logopädisch relevant sind kognitive Kommunikationsstörungen mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung. Die Therapie erfolgt in Abstimmung mit Neurologie und Psychiatrie.

Typische Störungsbilder – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung betroffen.

Einfach erklärt:

Bei alkoholbedingter Restzustand können Denken, Wortfindung und Gespräche beeinträchtigt sein. Logopädie behandelt diese kognitiv-kommunikativen Schwierigkeiten, zusammen mit Neurologie und Psychiatrie.

Logopädische Relevanz – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit organisch bzw. kognitiv bedingter Kommunikationsstörung.
Bedeutung Kognitive Kommunikation/Sprache

Typische logopädische Symptome – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • Kognitive Kommunikationsstörung (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für F10.7 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für F10.7 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Ätiologischen G-/I-Code bevorzugen. F-Code als Nebendiagnose.

Als Hauptcode nutzbar: Eingeschränkt. Bei organisch bedingten psychischen Störungen mit Sprach-/Sprechbeteiligung. F-Codes allein sind oft problematisch, ätiologischen Code bevorzugen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Typische Erstverordnung – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • F10.7 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitiv-kommunikative Störung nicht als logopädische Indikation erkannt

Tipps für Ärzt*innen – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • F10.7: Bei kognitiv-kommunikativer Störung Logopädie über SP5, mit Neurologie und Psychiatrie abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen und gibt Alltagsstrategien.

Therapieverlauf – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Therapiebeginn: Bei kognitiv-kommunikativer Störung

Setting: Ambulant, Reha

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Abstimmung mit Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie. Ziel ist Erhalt bzw. Verbesserung der Alltagskommunikation.

Therapieinhalte – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • Kognitiv-kommunikative Therapie (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung)
  • Pragmatik- und Gesprächstraining bei Bedarf
  • Strategien für Alltag und Beratung der Angehörigen

Diagnostik – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Erstdiagnostik – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Logopädie verbessert oder stabilisiert die Alltagskommunikation. Der Verlauf hängt von der Grunderkrankung ab.

Einflussfaktoren – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

  • Grunderkrankung und Verlauf
  • Schweregrad
  • Therapiebeginn
  • Einbezug des Umfelds

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Differentialdiagnosen – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Häufige Fragen – F10.7 Alkoholbedingter Restzustand

Kann Logopädie bei alkoholbedingten Gedächtnisstörungen helfen?

Bei kognitiv-kommunikativen Störungen, ja. Logopädie trainiert Gedächtnis, Wortfindung und Kommunikation, begleitend zur ärztlichen Behandlung.

Kann man alkoholbedingter Restzustand auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

F10.7 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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