Logopädie Praxis Kosmos
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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

F50.8 – Sonstige Essstörungen

F50.8 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Dieser Code ist NICHT im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Fütterstörungen und Essprobleme

Korrekte Verordnung – empfohlene Alternativen – F50.8 Sonstige Essstörungen

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

R13.x – Dysphagie

Korrekte Diagnosegruppe: Nicht über Logopädie verordnungsfähig. Ausnahme: SC bei sekundärer Dysphagie, ST1/ST2 bei Stimmstörung.

Empfehlung an die Ärzt*in:

Essstörungen sind psychotherapeutisch zu behandeln. Logopädie nur bei sekundärer Schluck- oder Stimmstörung mit passendem Hauptcode.

Fachliche Beschreibung – F50.8 Sonstige Essstörungen

F50.8 ist eine psychiatrische Diagnose. Logopädisch relevant nur bei sekundären Schäden: Ösophagusschädigung durch Erbrechen (Dysphagie), Stimmlippenschädigung durch Magensäure (Dysphonie), orale Hypersensibilität nach Langzeit-Essstörung.

Allgemeinverständlich – F50.8 Sonstige Essstörungen

Essstörungen wie Sonstige Essstörungen werden in der Psychotherapie behandelt, nicht in der Logopädie. Nur wenn durch die Essstörung zusätzlich Schluck- oder Stimmprobleme entstanden sind, kann ein Logopäde diese behandeln.

Grauzone-Status im Detail – F50.8 Sonstige Essstörungen

Warum nicht im Katalog:

Psychiatrische Diagnose. Essstörungen im Sinne von F50 sind Domäne der Psychotherapie/Psychiatrie, nicht der Logopädie.

Häufigkeit auf Rezepten:

Selten.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung.

Wann trotzdem relevant:
  • Wenn sekundär eine Schluckstörung besteht (z.B. nach langjähriger Bulimie mit Schädigung der Speiseröhre) → SC mit ätiologischem Code
  • Wenn eine Stimmstörung durch chronisches Erbrechen vorliegt → ST1/ST2

Logopädie-Relevanz – F50.8 Sonstige Essstörungen

Häufigkeit in der Praxis: selten

Selten als direkte Verordnung. Gelegentlich bei Jugendlichen/Erwachsenen mit sekundärer Dysphagie oder Stimmstörung.

Typische Patient*innengruppe: Jugendliche/Erwachsene mit sekundären Folgen chronischer Essstörungen

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.