Logopädie Praxis Kosmos
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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

F71 – Mittelgradige Intelligenzminderung

F71 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Dieser Code ist NICHT im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Intelligenzminderung

Korrekte Verordnung – empfohlene Alternativen – F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

Korrekte Diagnosegruppe: SP1 (Kinder), SP5/SP6/SC (Erwachsene) – je nach Symptomatik. F70-F79 als Nebendiagnose.

Empfehlung an die Ärzt*in:

Die sprachliche Symptomatik separat codieren (F80.x bei Kindern, R47.x/R13.x bei Erwachsenen). F71 als Nebendiagnose auf dem Rezept belassen.

Fachliche Beschreibung – F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

F71 (Mittelgradige Intelligenzminderung): IQ 35-49. Sprachentwicklung deutlich eingeschränkt, einfache Kommunikation möglich. Logopädisch werden bei Intelligenzminderung häufig behandelt: Sprachentwicklungsstörung, Artikulationsstörung, Dysarthrie, Dysphagie, Kommunikationsanbahnung mit UK (Unterstützte Kommunikation). Die Verordnung erfordert einen separaten Code für die sprachliche Symptomatik.

Allgemeinverständlich – F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

Menschen mit mittelgradige intelligenzminderung haben oft Sprach- und Sprechprobleme, die Logopädie erfordern. Für das Rezept reicht der Code F71 aber nicht – der Arzt muss zusätzlich beschreiben, was sprachlich betroffen ist.

Grauzone-Status im Detail – F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

Warum nicht im Katalog:

F70–F79 beschreiben die Grunderkrankung (Intelligenzminderung), nicht die logopädische Indikation. Der Heilmittelkatalog erfordert Codes für die sprachliche/sprechmotorische Symptomatik.

Häufigkeit auf Rezepten:

Hoch. Ärzte schreiben F70-F79 häufig als alleinige Diagnose auf Logopädie-Rezepte.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung bei alleiniger Verwendung.

Wann trotzdem relevant:
  • Als Nebendiagnose zur ätiologischen Einordnung
  • Die logopädisch behandelbare Symptomatik muss separat codiert werden
  • Bei Kindern: SP1 mit F80.x (Sprachentwicklungsstörung)
  • Bei Erwachsenen: SP5/SP6/SC je nach Symptomatik
  • Bei UK-Bedarf: SP1 bei Kindern, SP5 bei Erwachsenen

Logopädie-Relevanz – F71 Mittelgradige Intelligenzminderung

Häufigkeit in der Praxis: häufig

Menschen mit Intelligenzminderung sind eine große Gruppe in der Logopädie, besonders in Einrichtungen und Wohnheimen.

Typische Patient*innengruppe: Kinder und Erwachsene mit Intelligenzminderung und begleitenden Sprach-/Sprech-/Schluckstörungen

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.