Logopädie Praxis Kosmos
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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

F95.1 – Chronische motorische oder vokale Ticstörung

F95.1 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Dieser Code ist NICHT im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Autismus-Spektrum und Verhaltensdiagnosen

Korrekte Verordnung – empfohlene Alternativen – F95.1 Chronische motorische oder vokale Ticstörung

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

Korrekte Diagnosegruppe: Nicht über Logopädie verordnungsfähig. Ausnahme: ST1/ST2 bei Stimmstörung, RE1/RE2 bei Redeflussstörung.

Empfehlung an die Ärzt*in:

Ticstörungen sind primär neurologisch/psychiatrisch. Logopädie nur bei sekundärer Stimm- oder Redeflussstörung mit passendem Code.

Fachliche Beschreibung – F95.1 Chronische motorische oder vokale Ticstörung

F95.1 (Chronische motorische oder vokale Ticstörung) – Ticstörungen können vokale Tics beinhalten, die Stimme und Sprechen beeinflussen. Logopädisch relevant nur bei sekundärer Dysphonie oder Redeflussstörung. Die primäre Tic-Behandlung erfolgt neurologisch/psychiatrisch (Habit Reversal Training, Pharmakotherapie).

Allgemeinverständlich – F95.1 Chronische motorische oder vokale Ticstörung

Tics (unwillkürliche Laute oder Bewegungen) werden nicht in der Logopädie behandelt. Wenn die Tics aber zu Stimmproblemen oder Sprechproblemen führen, kann Logopädie bei diesen Folgen helfen.

Grauzone-Status im Detail – F95.1 Chronische motorische oder vokale Ticstörung

Warum nicht im Katalog:

Ticstörungen sind neurologisch-psychiatrische Diagnosen. Sie fallen nicht unter die logopädischen Diagnosegruppen der HeilM-RL.

Häufigkeit auf Rezepten:

Selten als alleinige Diagnose.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung.

Wann trotzdem relevant:
  • Wenn sekundär eine Stimmstörung vorliegt → ST1/ST2 mit R49.0
  • Wenn sekundär eine Redeflussstörung vorliegt → RE1/RE2 prüfen
  • Tic allein ist kein logopädischer Verordnungsgrund

Logopädie-Relevanz – F95.1 Chronische motorische oder vokale Ticstörung

Häufigkeit in der Praxis: selten

Gelegentlich bei Tourette-Syndrom mit sekundärer Stimmbelastung.

Typische Patient*innengruppe: Kinder und Jugendliche mit Tourette-Syndrom und sekundären Stimmproblemen

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.