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Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.
Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:
Korrekte Diagnosegruppe: SC (Schlucktherapie) oder SF (bei myofunktioneller Störung)
Bitte einen Code wählen, der die logopädisch behandelbare Symptomatik beschreibt (z.B. R13.x für Dysphagie, Q-Codes bei Fehlbildungen). F98.2 kann als Nebendiagnose stehen.
F98.2 beschreibt eine Fütterstörung im Säuglings- und Kleinkindalter mit Nahrungsverweigerung und extremer Wählerigkeit beim Essen bei angemessenem Nahrungsangebot. Logopädisch relevant wird sie, wenn orale sensorische oder motorische Defizite die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen – also eine Schluckstörung im weiteren Sinne vorliegt. Die rein verhaltensbedingte Komponente fällt in die Psychotherapie/Pädiatrie.
Wenn ein Baby oder Kleinkind große Probleme beim Essen oder Trinken hat, schreiben Kinderärzte oft F98.2 auf das Rezept. Dieser Code allein reicht aber nicht für eine Logopädie-Verordnung. Der Arzt muss zusätzlich beschreiben, was genau das Problem beim Schlucken ist.
F98.2 beschreibt eine Verhaltens- und emotionale Störung des Kindesalters, keine Schluckstörung im engeren Sinne der HeilM-RL. Der Heilmittelkatalog listet nur Diagnosen, die einer der 14 Diagnosegruppen (ST1–SC) zugeordnet werden können.
Einer der häufigsten Grauzone-Codes überhaupt. Kinderärzte schreiben F98.2 regelmäßig als alleinige Diagnose auf Logopädie-Verordnungen.
Absetzung durch die Krankenkasse bei Wirtschaftlichkeitsprüfung. Rezept kann als nicht verordnungsfähig eingestuft werden.
Häufigkeit in der Praxis: sehr häufig
Fütterstörungen sind ein Kernarbeitsgebiet vieler Logopädie-Praxen, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Verordnungslage ist aber unbefriedigend.
Typische Patient*innengruppe: Säuglinge und Kleinkinder mit Saug-, Trink- und Essproblemen
F98.2 beschreibt eine Verhaltensstörung beim Essen, keine Schluckstörung. Der Heilmittelkatalog erfordert einen Code, der die körperliche Ursache benennt – zum Beispiel R13.x bei einer Schluckstörung.