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Bedingt verordnungsfähig

F99 – Psychische Störung ohne nähere Angabe

F99 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: F99 Logopädie, psychische Störung (ohne nähere Angabe) Logopädie, kognitive Kommunikationsstörung Therapie, Psychische Störung ohne nähere Angabe Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Psychische Störungen (ergänzend)

Nur bei vorhandener kognitiv-kommunikativer Störung indiziert.

Logopädische Beschreibung – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

F99 (Psychische Störung ohne nähere Angabe): Psychische Störung ohne nähere Angabe. Logopädisch relevant sind kognitive Kommunikationsstörungen mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung. Logopädie ist nur bei tatsächlich vorhandener kognitiv-kommunikativer Störung indiziert. Die Therapie erfolgt in Abstimmung mit Neurologie und Psychiatrie.

Typische Störungsbilder – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung und Gesprächsführung betroffen.

Einfach erklärt:

Bei psychische Störung (ohne nähere Angabe) können Denken, Wortfindung und Gespräche beeinträchtigt sein. Logopädie behandelt diese kognitiv-kommunikativen Schwierigkeiten, zusammen mit Neurologie und Psychiatrie.

Logopädische Relevanz – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit organisch bzw. kognitiv bedingter Kommunikationsstörung.
Bedeutung Kognitive Kommunikation/Sprache

Typische logopädische Symptome – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • Kognitive Kommunikationsstörung (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für F99 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für F99 (Psychische Störungen (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Ätiologischen G-/I-Code bevorzugen. F-Code als Nebendiagnose.

Als Hauptcode nutzbar: Eingeschränkt. Bei organisch bedingten psychischen Störungen mit Sprach-/Sprechbeteiligung. F-Codes allein sind oft problematisch, ätiologischen Code bevorzugen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Typische Erstverordnung – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • F99 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitiv-kommunikative Störung nicht als logopädische Indikation erkannt

Tipps für Ärzt*innen – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • F99: Bei kognitiv-kommunikativer Störung Logopädie über SP5, mit Neurologie und Psychiatrie abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen und gibt Alltagsstrategien.

Therapieverlauf – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Therapiebeginn: Bei kognitiv-kommunikativer Störung

Setting: Ambulant, Reha

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Abstimmung mit Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie. Ziel ist Erhalt bzw. Verbesserung der Alltagskommunikation.

Therapieinhalte – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • Kognitiv-kommunikative Therapie (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wortfindung)
  • Pragmatik- und Gesprächstraining bei Bedarf
  • Strategien für Alltag und Beratung der Angehörigen

Diagnostik – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Erstdiagnostik – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Logopädie verbessert oder stabilisiert die Alltagskommunikation. Der Verlauf hängt von der Grunderkrankung ab.

Einflussfaktoren – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

  • Grunderkrankung und Verlauf
  • Schweregrad
  • Therapiebeginn
  • Einbezug des Umfelds

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Differentialdiagnosen – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Häufige Fragen – F99 Psychische Störung ohne nähere Angabe

Ist psychische Störung (ohne nähere Angabe) ein Fall für Logopädie?

Nur wenn tatsächlich eine kognitiv-kommunikative Störung vorliegt. Dann behandelt Logopädie Aufmerksamkeit, Wortfindung und Gesprächsführung.

Kann man psychische Störung (ohne nähere Angabe) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

F99 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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