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Bedingt verordnungsfähig

G23.2 – Striatonigrale Degeneration (MSA)

G23.2 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: G23.2 Logopädie, Multisystematrophie (MSA) Logopädie, MSA Logopädie, striatonigrale Degeneration, Striatonigrale Degeneration (MSA) Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Neurologie (ergänzend)

Auf stille Aspiration achten. Schwerpunkt Lautstärke und Deutlichkeit.

Logopädische Beschreibung – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

G23.2 (Striatonigrale Degeneration (MSA)): Atypisches Parkinson-Syndrom (MSA) mit rascherer Verschlechterung und ausgeprägter Schluck- und Stimmbeteiligung. Logopädisch stehen eine hypokinetische Dysarthrie mit leiser, monotoner Sprache, eine Dysphagie mit oft stiller Aspiration und eine Hypophonie im Vordergrund. Stimm- und Sprechtherapie mit Fokus auf Lautstärke und Deutlichkeit kann die Verständlichkeit deutlich verbessern.

Typische Störungsbilder – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Hypokinetische Dysarthrie SP6 sehr häufig

Leise, monotone, verwaschene und beschleunigte Sprache.

Dysphagie SC häufig, oft mit stiller Aspiration

Schluckstörung mit Aspirationsrisiko, oft ohne Husten.

Hypophonie ST1 häufig

Leise, kraftlose Stimme.

Einfach erklärt:

Bei Multisystematrophie (MSA) sind oft Sprechen (leise, undeutlich), Stimme und Schlucken betroffen. Logopädie verbessert Lautstärke, Deutlichkeit und Schlucksicherheit.

Logopädische Relevanz – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Häufigkeit selten bis regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene mit Parkinson-Syndrom bzw. Basalganglienerkrankung.
Bedeutung Neurologie → Dysarthrie/Dysphagie

Typische logopädische Symptome – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für G23.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für G23.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für G23.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Neurologischen Code als Hauptdiagnose + korrekte DG und Leitsymptomatik.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode, wenn die neurologische Erkrankung zu einer logopädisch behandelbaren Symptomatik führt. Die meisten neurologischen Codes werden von Kassen akzeptiert, wenn die DG plausibel ist.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Typische Erstverordnung – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • G23.2 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stille Aspiration übersehen, weil kein Husten auftritt

Tipps für Ärzt*innen – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • G23.2: Logopädie über SP6 bzw. SC, auf stille Aspiration achten. Stimm- und Sprechtherapie mit Lautstärkefokus.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • Logopädie hilft, lauter und deutlicher zu sprechen und sicher zu schlucken. Regelmäßiges Üben ist wichtig.

Therapieverlauf – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Therapiebeginn: Sobald Sprech-, Stimm- oder Schluckprobleme auftreten

Setting: Ambulant, Hausbesuch, Reha

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche, intensive Programme zeitweise höherfrequent

Besonderheiten: Bei stiller Aspiration besonders auf Schlucksicherheit achten. Atypische Parkinson-Syndrome schreiten oft rascher voran und sprechen schlechter auf Parkinson-Medikamente an.

Therapieinhalte – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • Stimm- und Sprechtherapie mit Fokus auf Lautstärke und Deutlichkeit
  • Schlucktherapie mit Aspirationsschutz
  • Beratung zu Kost und Esstempo
  • Eigenübungsprogramm

Diagnostik – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Erstdiagnostik – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Test Zweck Zeitpunkt
Dysarthrie- und Stimmdiagnostik Sprech- und Stimmfunktion erfassen Zu Therapiebeginn
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES oft stille Aspiration objektivieren Früh

Verlaufsdiagnostik – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Therapie anpassen In sinnvollen Abständen

Red Flags – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Wiederholte Atemwegsinfekte oder unklares Fieber Zeitnah

Hinweis auf stille Aspiration, die ohne Husten verläuft. Instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ungewollter Gewichtsverlust Zeitnah

Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.

Prognose – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Logopädie verbessert Verständlichkeit und Schlucksicherheit. Bei fortschreitenden Erkrankungen ist der Erhalt das Ziel.

Einflussfaktoren – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

  • Grunderkrankung und Verlauf
  • Verlaufsform
  • Therapiebeginn
  • Mitarbeit
  • Begleitsymptome

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Differentialdiagnosen – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Häufige Fragen – G23.2 Striatonigrale Degeneration (MSA)

Hilft Logopädie bei Multisystematrophie (MSA)?

Ja, vor allem bei leiser, undeutlicher Sprache und Schluckproblemen. Stimm- und Sprechtherapie kann die Verständlichkeit deutlich verbessern.

Kann man Multisystematrophie (MSA) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

G23.2 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP6) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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