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Bedingt verordnungsfähig

G46.1 – Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

G46.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: G46.1 Logopädie, Anteriorinfarkt-Syndrom Logopädie, Anteriorsyndrom Logopädie, ACA-Syndrom, Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*] Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Neurologie (ergänzend)

Früher, intensiver Beginn. Schlucksicherheit beachten. Sterncode nur mit Kreuzcode.

Logopädische Beschreibung – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

G46.1 (Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]): Symptomkomplex bei Verschluss der vorderen Hirnarterie, oft mit Antriebs- und Kommunikationsstörungen. Je nach betroffener Hirnregion stehen Aphasie, Dysarthrie, Dysphagie und kognitive Kommunikationsstörungen im Vordergrund. Die Therapie ist ein Kernbereich der neurologischen Logopädie, vor allem in den ersten Monaten. Hinweis zur Kodierung: Es handelt sich um einen Sterncode (Manifestation), der nur zusammen mit dem zugrunde liegenden Kreuzcode, z.B. einem Hirninfarkt (I63.x), verwendet wird, nicht als alleinige Hauptdiagnose.

Typische Störungsbilder – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Aphasie SP5 bei kortikaler Beteiligung

Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben betroffen.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes, mühsames Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 möglich

Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Gesprächsführung betroffen.

Einfach erklärt:

Bei Anteriorinfarkt-Syndrom können Sprache, Sprechen und Schlucken betroffen sein. Logopädie behandelt diese Folgen gezielt, am besten früh.

Logopädische Relevanz – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Häufigkeit regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene nach Schlaganfall bzw. mit Halbseitenlähmung.
Bedeutung Neurologie → Dysarthrie/Aphasie/Dysphagie

Typische logopädische Symptome – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für G46.1 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für G46.1 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für G46.1 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für G46.1 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Neurologischen Code als Hauptdiagnose + korrekte DG und Leitsymptomatik.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode, wenn die neurologische Erkrankung zu einer logopädisch behandelbaren Symptomatik führt. Die meisten neurologischen Codes werden von Kassen akzeptiert, wenn die DG plausibel ist.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Typische Erstverordnung – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Diagnosegruppe SP5
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • G46.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Bei Sterncode den Kreuzcode (z.B. I63.x) vergessen

Tipps für Ärzt*innen – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • G46.1: Logopädie über SP5 bzw. SC, früh und intensiv beginnen. Sterncode immer mit dem zugrunde liegenden Kreuzcode kodieren.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • Logopädie hilft nach einem Schlaganfall bei Sprache, Sprechen und Schlucken. Ein früher Beginn ist wichtig.

Therapieverlauf – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Rehaphase, so früh wie möglich

Setting: Stroke Unit, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent bis täglich, ambulant 2-3x pro Woche

Besonderheiten: Früher und intensiver Therapiebeginn verbessert die Prognose. Sterncode nur mit Kreuzcode verwenden.

Therapieinhalte – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • Aphasietherapie
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz
  • Kognitiv-kommunikative Therapie bei Bedarf

Diagnostik – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Erstdiagnostik – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Test Zweck Zeitpunkt
Aphasie-, Dysarthrie- und kognitiv-kommunikative Diagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Die Erholung ist in den ersten Monaten am größten. Intensive Logopädie verbessert Sprache, Sprechen und Schlucken deutlich.

Einflussfaktoren – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

  • Lokalisation und Größe der Läsion
  • Therapiebeginn
  • Intensität
  • Schweregrad
  • Begleiterkrankungen
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Differentialdiagnosen – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Häufige Fragen – G46.1 Arteria-cerebri-anterior-Syndrom [Stern-Code: G46.1*]

Hilft Logopädie bei Anteriorinfarkt-Syndrom?

Ja, sehr. Bei Aphasie, Sprech- oder Schluckstörungen nach Schlaganfall ist Logopädie ein Kernbaustein der Reha, am besten früh und intensiv.

Kann man Anteriorinfarkt-Syndrom auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

G46.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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