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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

G51.9 – Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

G51.9 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Auch gesucht unter: G51.9 Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Neurologische Begleitdiagnosen

G51.9 betrifft den Gesichtsnerv. Logopädie für Lippenschluss, Aussprache und orale Nahrungsaufnahme, über SP6, oft mit Physiotherapie.

Logopädische Beschreibung – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Wie G51.8, G51.0 ist der gelistete Code.

Typische Störungsbilder – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Gestörter Lippenschluss und Artikulation SP6 häufig

Gesichtslähmung mit Auswirkung auf Aussprache und Mundschluss.

Erschwerte orale Nahrungsaufnahme SC möglich

Austreten von Speichel oder Nahrung bei unvollständigem Lippenschluss.

Einfach erklärt:

Der Arzt sollte G51.0 statt G51.9 verwenden.

Logopädische Relevanz – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Patienten mit Fazialisschädigung
Bedeutung Seltener als G51.8.

Grauzone-Status im Detail – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Empfohlene Hauptdiagnose – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

Korrekte Diagnosegruppe: SP6 oder SF mit G51.0

Empfehlung an die Ärzt*in:

G51.0 verwenden.

Warum nicht im Katalog:

Zu unspezifisch. G51.0 (Fazialisparese) ist der gelistete Code.

Häufigkeit auf Rezepten:

Selten.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung.

Wann trotzdem relevant:
  • G51.0 verwenden

Verordnung & Praxistipps – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Typische Erstverordnung – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

  • Nur Sprechmotorik behandelt, obwohl auch der Mundschluss beim Essen betroffen ist

Tipps für Ärzt*innen – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

  • Bei Fazialisstörung Logopädie für Mundschluss, Aussprache und orale Funktion über SP6, ggf. mit Physiotherapie kombinieren.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

  • Bei einer Gesichtslähmung kann Logopädie helfen, Mundschluss, Aussprache und Essen zu verbessern. Oft erholt sich die Lähmung gut.

Therapieverlauf – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Therapiebeginn: Möglichst früh nach Auftreten der Fazialisstörung

Setting: Ambulant, oft mit Physiotherapie

Frequenz: Meist 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei der akuten peripheren Fazialisparese ist die Spontanerholungsrate hoch, Therapie begleitend.

Therapieinhalte – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

  • Übungen für Lippenschluss und Gesichtsmuskulatur
  • Verbesserung von Aussprache
  • Bei Bedarf orale Nahrungsaufnahme und Speichelkontrolle

Diagnostik – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Erstdiagnostik – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
Orofaziale und sprechmotorische Diagnostik Lippenschluss, Aussprache und orale Nahrungsaufnahme beurteilen Zu Therapiebeginn

Verlaufsdiagnostik – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Gesichts- und Sprechfunktion Erholung dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Plötzliche Gesichtslähmung Sofort ärztlich

Ursache abklären, zentrale Ursache (Schlaganfall) ausschließen.

Unvollständiger Lidschluss mit Augenreizung Augenärztlich

Hornhautschutz sicherstellen.

Prognose – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Die periphere Fazialisparese erholt sich häufig gut. Logopädie unterstützt Mundschluss, Aussprache und orale Funktion. Bei bleibenden Defiziten gezielte Übungstherapie.

Einflussfaktoren – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

  • Ursache
  • Schweregrad
  • Therapiebeginn
  • Spontanerholung

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Differentialdiagnosen – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Weitere Codes der Diagnosegruppe Neurologische Begleitdiagnosen – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Häufige Fragen – G51.9 Krankheit des N. facialis, nicht näher bezeichnet

Hilft Logopädie bei einer Gesichtslähmung?

Ja. Logopädie übt Lippenschluss, Gesichtsbewegungen und Aussprache und unterstützt das Essen und Trinken, wenn der Mundschluss betroffen ist.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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