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Bedingt verordnungsfähig

G91.2 – Normaldruckhydrozephalus

G91.2 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: G91.2 Logopädie, Normaldruckhydrozephalus Logopädie, NPH Logopädie, Normaldruckhydrozephalus Therapie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Neurologie (ergänzend)

Nach Shuntanlage reevaluieren. Kognition, Sprechen und Schlucken beachten.

Logopädische Beschreibung – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

G91.2 (Normaldruckhydrozephalus): Erweiterung der Hirnkammern bei normalem Hirndruck (Normaldruckhydrozephalus). Logopädisch relevant sind kognitive Kommunikationsstörungen, Dysarthrie und Dysphagie. Beim Normaldruckhydrozephalus gehören kognitive Verlangsamung, Gangstörung und Blasenstörung zur typischen Trias, eine Ableitung (Shunt) kann die Symptome bessern. Die Therapie richtet sich nach dem Verlauf.

Typische Störungsbilder – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 Teil der NPH-Trias

Verlangsamtes Denken, Wortfindungs- und Gesprächsprobleme.

Dysarthrie SP6 möglich

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC möglich

Schluckstörung mit Aspirationsrisiko.

Einfach erklärt:

Bei Normaldruckhydrozephalus kann sich Nervenwasser stauen und Denken, Sprechen und Schlucken beeinträchtigen. Logopädie behandelt die betroffenen Funktionen, oft begleitend zur ärztlichen Behandlung.

Logopädische Relevanz – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Hydrozephalus, Erwachsene und Kinder.
Bedeutung Neurologie → Dysarthrie/Aphasie/Dysphagie

Typische logopädische Symptome – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für G91.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für G91.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für G91.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für G91.2 (Neurologie (ergänzend)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Neurologischen Code als Hauptdiagnose + korrekte DG und Leitsymptomatik.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode, wenn die neurologische Erkrankung zu einer logopädisch behandelbaren Symptomatik führt. Die meisten neurologischen Codes werden von Kassen akzeptiert, wenn die DG plausibel ist.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Typische Erstverordnung – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Diagnosegruppe SP5
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • G91.2 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Reevaluation nach Shuntanlage versäumt

Tipps für Ärzt*innen – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • G91.2: Logopädie bei kognitiven, Sprech- oder Schluckproblemen über SP5 bzw. SC, nach Shuntanlage reevaluieren.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • Logopädie hilft bei Denk-, Sprech- und Schluckproblemen. Nach einer Ableitung lohnt sich eine erneute Beurteilung.

Therapieverlauf – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Therapiebeginn: Bei kognitiven, Sprech- oder Schluckproblemen, auch nach Shuntanlage

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Reevaluation nach Shuntanlage sinnvoll, da sich Symptome ändern können.

Therapieinhalte – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • Kognitiv-kommunikative Therapie
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement bei Bedarf

Diagnostik – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Erstdiagnostik – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Test Zweck Zeitpunkt
Aphasie-, Dysarthrie- und kognitiv-kommunikative Diagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Wiederholte Atemwegsinfekte oder unklares Fieber Zeitnah

Hinweis auf stille Aspiration, die ohne Husten verläuft. Instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ungewollter Gewichtsverlust Zeitnah

Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.

Prognose – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Beim Normaldruckhydrozephalus können sich die Symptome nach einer Shuntanlage deutlich bessern. Logopädie unterstützt Kommunikation und Schlucken.

Einflussfaktoren – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

  • Ursache und Verlauf
  • Ansprechen auf Shuntanlage
  • Therapiebeginn
  • Begleiterkrankungen

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Differentialdiagnosen – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Häufige Fragen – G91.2 Normaldruckhydrozephalus

Was ist ein Normaldruckhydrozephalus?

Eine Form des Wasserkopfs mit der Trias aus Gangstörung, Blasenschwäche und kognitiver Verlangsamung. Eine Ableitung (Shunt) kann helfen, Logopädie unterstützt die Kommunikation.

Kann man Normaldruckhydrozephalus auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

G91.2 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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