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Bedingt verordnungsfähig

H81.0 – Morbus Menière

H81.0 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: H81.0 Logopädie, Morbus Menière Logopädie, Schwerhörigkeit Kommunikation

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Hörstörungen (ergänzend)

Primär HNO bzw. vestibulär. Logopädie nur bei kommunikationsrelevantem Hörverlust.

Logopädische Beschreibung – H81.0 Morbus Menière

H81.0 (Morbus Menière): Innenohrerkrankung mit Drehschwindelanfällen, schwankender Schwerhörigkeit und Ohrgeräuschen (Morbus Menière). Die Erkrankung ist primär vestibulär bzw. HNO-ärztlich. Logopädisch relevant ist nur der Hörverlust, soweit er die Kommunikation beeinträchtigt. Logopädie unterstützt Hörtaktik und Kommunikation, eine gute Hörversorgung vorausgesetzt.

Typische Störungsbilder – H81.0 Morbus Menière

Hörbedingte Kommunikationsstörung SP4 bei relevantem Hörverlust

Erschwertes Sprachverstehen, v.a. bei Störgeräusch.

Einfach erklärt:

Bei Morbus Menière ist das Hören eingeschränkt, was die Kommunikation erschweren kann. Logopädie unterstützt Hörtaktik und Verständigung, sobald das Hören gut versorgt ist.

Logopädische Relevanz – H81.0 Morbus Menière

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Hörstörung und Kommunikationsbeteiligung.
Bedeutung Schwerhörigkeit/Schwindel

Typische logopädische Symptome – H81.0 Morbus Menière

  • Schwerhörigkeit mit Sprachverlust (SP4)
  • Sprachentwicklungsstörung bei Kindern (SP1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – H81.0 Morbus Menière

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP4 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP4 bei Hörstörung.

SP1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP1 bei Hörstörung.

Verordnungshinweis – H81.0 Morbus Menière

Gelisteten H90/H91-Code bevorzugen.

Als Hauptcode nutzbar: Eingeschränkt. Die gelisteten H90/H91-Codes bevorzugen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – H81.0 Morbus Menière

Typische Erstverordnung – H81.0 Morbus Menière

Diagnosegruppe SP4
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – H81.0 Morbus Menière

  • H81.0 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Logopädie ohne Hörversorgung verordnet

Tipps für Ärzt*innen – H81.0 Morbus Menière

  • H81.0: Bei kommunikationsrelevantem Hörverlust Logopädie über SP4 bzw. SP1, Hörversorgung sicherstellen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – H81.0 Morbus Menière

  • Logopädie hilft der Verständigung, wenn das Hören gut versorgt ist. Die Behandlung des Ohrs läuft HNO-ärztlich.

Therapieverlauf – H81.0 Morbus Menière

Therapiebeginn: Nach Hörversorgung, bei Kommunikationsbedarf

Setting: Ambulant, mit Pädaudiologie bzw. HNO

Frequenz: Nach Indikation

Besonderheiten: Die Erkrankung ist primär HNO-ärztlich bzw. vestibulär. Logopädie nur bei kommunikationsrelevantem Hörverlust.

Therapieinhalte – H81.0 Morbus Menière

  • Hörtaktik und Kommunikationsstrategien
  • Auditives Training
  • bei Kindern Sprachförderung

Diagnostik – H81.0 Morbus Menière

Erstdiagnostik – H81.0 Morbus Menière

Test Zweck Zeitpunkt
Sprach-, Sprech- und Schluckdiagnostik Entwicklungsstand und Funktionen erfassen Zu Therapiebeginn

Verlaufsdiagnostik – H81.0 Morbus Menière

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Entwicklung dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – H81.0 Morbus Menière

Anhaltende Heiserkeit über mehrere Wochen Zeitnah ärztlich

HNO-ärztliche Abklärung zum Ausschluss organischer Ursachen vor Stimmtherapie.

Prognose – H81.0 Morbus Menière

Mit guter Hörversorgung und Kommunikationstraining lässt sich die Verständigung meist verbessern. Entscheidend ist die Hörversorgung.

Einflussfaktoren – H81.0 Morbus Menière

  • Grad des Hörverlusts
  • Hörversorgung
  • Therapiebeginn
  • bei Kindern Förderbeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – H81.0 Morbus Menière

Differentialdiagnosen – H81.0 Morbus Menière

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP4 – H81.0 Morbus Menière

Häufige Fragen – H81.0 Morbus Menière

Hilft Logopädie bei Morbus Menière?

Nur eingeschränkt. Die Erkrankung ist vor allem ein HNO- und Schwindelthema. Logopädie kann unterstützen, wenn der Hörverlust die Kommunikation beeinträchtigt.

Kann man Morbus Menière auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

H81.0 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP4) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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