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Bedingt verordnungsfähig

I67.6 – Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

I67.6 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: I67.6 Logopädie, Sinusvenenthrombose Logopädie, Aphasie Schlaganfall ähnlich, Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Zerebrovaskuläre Erkrankungen (ergänzend)

Früher, intensiver Beginn. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

I67.6 (Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems): Nichteitrige Thrombose der venösen Blutleiter des Gehirns (Sinusvenenthrombose), die schlaganfallähnliche Ausfälle verursachen kann. Wie bei einem Schlaganfall können je nach betroffener Hirnregion Aphasie, Dysarthrie, Dysphagie und kognitive Kommunikationsstörungen auftreten. Logopädie ist ein Kernbaustein der Behandlung, vor allem in den ersten Monaten. Die ursächliche Behandlung ist neurologisch.

Typische Störungsbilder – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Aphasie SP5 bei kortikaler Beteiligung

Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben betroffen.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Bei Sinusvenenthrombose kann es wie bei einem Schlaganfall zu Störungen von Sprache, Sprechen und Schlucken kommen. Logopädie behandelt diese gezielt, am besten früh.

Logopädische Relevanz – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit zerebrovaskulärer Erkrankung und neurologischen Ausfällen.
Bedeutung Aphasie

Typische logopädische Symptome – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP5 bei zerebrovaskulärer Erkrankung.

SP6 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP6 bei zerebrovaskulärer Erkrankung.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei zerebrovaskulärer Erkrankung.

Verordnungshinweis – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Gelisteten zerebrovaskulären Code bevorzugen (I60-I69).

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode. Die gelisteten I60-I69-Codes bevorzugen wenn möglich.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Typische Erstverordnung – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • I67.6 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Dysphagie nicht früh genug diagnostiziert

Tipps für Ärzt*innen – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • I67.6: Logopädie über SP5 bzw. SC, früh und intensiv beginnen, mit Neurologie abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • Logopädie hilft bei Sprache, Sprechen und Schlucken nach einer Durchblutungsstörung des Gehirns. Ein früher Beginn ist wichtig.

Therapieverlauf – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Rehaphase, so früh wie möglich

Setting: Stationär, Stroke Unit, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 2-3x pro Woche

Besonderheiten: Früher und intensiver Therapiebeginn verbessert die Prognose. Abstimmung mit Neurologie.

Therapieinhalte – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • Aphasietherapie
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz
  • Kognitiv-kommunikative Therapie bei Bedarf

Diagnostik – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Erstdiagnostik – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Die Erholung ist in den ersten Monaten am größten. Intensive Logopädie verbessert Sprache, Sprechen und Schlucken.

Einflussfaktoren – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

  • Lokalisation und Ausmaß
  • Therapiebeginn
  • Intensität
  • Begleiterkrankungen
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Differentialdiagnosen – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Häufige Fragen – I67.6 Nichteitrige Thrombose des intrakraniellen Venensystems

Hilft Logopädie bei Sinusvenenthrombose?

Ja, sehr. Bei Aphasie, Sprech- oder Schluckstörungen ist Logopädie ein Kernbaustein, am besten früh und intensiv.

Kann man Sinusvenenthrombose auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

I67.6 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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