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Bedingt verordnungsfähig

J05.0 – Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

J05.0 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: J05.0 Logopädie, Pseudokrupp Logopädie, Heiserkeit Stimmtherapie, Akute obstruktive Laryngitis (Krupp) Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Atemwege und Kehlkopf (ergänzend)

Ärztliche Abklärung vorausgesetzt, Ursachen mitbehandeln.

Logopädische Beschreibung – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

J05.0 (Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)): Akute obstruktive Laryngitis (Krupp), meist viral und bei Kindern, mit bellendem Husten und Stridor. Logopädisch steht eine Stimmstörung im Vordergrund, je nach Befund kommen Schluck- oder Atembeschwerden hinzu. Die Stimmtherapie erfolgt in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie.

Typische Störungsbilder – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Heiserkeit und bellender Husten ST1 akut

Stimm- und Hustensymptomatik bei akuter Kehlkopfschwellung.

Inspiratorischer Stridor ST1 im Anfall

Pfeifendes Einatmen bei verengtem Kehlkopf.

Einfach erklärt:

Bei Pseudokrupp ist meist die Stimme betroffen, teils auch Atmung oder Schlucken. Logopädie hilft mit Stimmtherapie, zusammen mit der HNO-ärztlichen Behandlung.

Logopädische Relevanz – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Häufigkeit regelmäßig
Patient*innengruppe Vor allem Kinder mit akutem Pseudokrupp.
Bedeutung Stimme/Trachealkanüle

Typische logopädische Symptome – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • Stimmstörung (ST1/ST2)
  • Trachealkanülen-Management
  • Dysphagie (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: ST1 bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

Verordnungshinweis – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Larynx-/Atemwegscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Kehlkopf-/Atemwegserkrankungen mit Stimm-/Schluckbeteiligung.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Typische Erstverordnung – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • J05.0 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stimmtherapie ohne Abklärung bzw. ohne Behandlung der Ursache

Tipps für Ärzt*innen – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • J05.0: Nach ärztlicher Abklärung Stimmtherapie über ST1, Ursachen wie Reflux oder Stimmbelastung mitbehandeln.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • Logopädie hilft der Stimme. Die HNO-ärztliche Abklärung und Behandlung der Ursache gehören dazu.

Therapieverlauf – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Therapiebeginn: Bei anhaltender Stimm- bzw. Atemproblematik, nach ärztlicher Abklärung

Setting: Ambulant, mit HNO bzw. Phoniatrie

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Ursächliche Faktoren wie Reflux, Rauchen oder Stimmbelastung mitbehandeln, ärztliche Abklärung vorausgesetzt.

Therapieinhalte – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • Stimmtherapie und Stimmhygiene
  • Atem- und Sprechtechniken
  • Schluckberatung bei Bedarf
  • bei Reflux Räusper- und Verhaltensberatung

Diagnostik – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Erstdiagnostik – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie Stimmfunktion und Befund erfassen Zu Therapiebeginn
Schluck- und Atembefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Stimme Fortschritt dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Zunehmender Stridor, Atemnot oder Blaufärbung Notfall

Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.

Verschlucken mit feuchter Stimme Zeitnah

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Prognose – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Mit Stimmtherapie und Behandlung der Ursache bessert sich die Stimme meist deutlich. Der Verlauf hängt vom Befund ab.

Einflussfaktoren – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

  • Art und Schwere des Befunds
  • Ursächliche Faktoren
  • Stimmbelastung
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Differentialdiagnosen – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Häufige Fragen – J05.0 Akute obstruktive Laryngitis (Krupp)

Ist Pseudokrupp ein Fall für Logopädie?

Akut nicht, das ist ärztlich. Logopädie ist nur bei wiederkehrenden Stimmproblemen oder funktioneller Atemproblematik sinnvoll.

Kann man Pseudokrupp auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

J05.0 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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