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Bedingt verordnungsfähig

J37.1 – Chronische Laryngotracheitis

J37.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: J37.1 Logopädie, chronische Laryngotracheitis Logopädie, Heiserkeit Stimmtherapie, Chronische Laryngotracheitis Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Atemwege und Kehlkopf (ergänzend)

Ärztliche Abklärung vorausgesetzt, Ursachen mitbehandeln.

Logopädische Beschreibung – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

J37.1 (Chronische Laryngotracheitis): Chronische Entzündung von Kehlkopf und Luftröhre mit anhaltender Heiserkeit und Reizhusten. Logopädisch steht eine Stimmstörung im Vordergrund, je nach Befund kommen Schluck- oder Atembeschwerden hinzu. Die Stimmtherapie erfolgt in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie.

Typische Störungsbilder – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Dysphonie ST1 führend

Heiserkeit und veränderter Stimmklang.

Einfach erklärt:

Bei chronische Laryngotracheitis ist meist die Stimme betroffen, teils auch Atmung oder Schlucken. Logopädie hilft mit Stimmtherapie, zusammen mit der HNO-ärztlichen Behandlung.

Logopädische Relevanz – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Häufigkeit regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene mit Kehlkopf- bzw. Stimmstörung.
Bedeutung Stimme/Trachealkanüle

Typische logopädische Symptome – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • Stimmstörung (ST1/ST2)
  • Trachealkanülen-Management
  • Dysphagie (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: ST1 bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

Verordnungshinweis – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Larynx-/Atemwegscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Kehlkopf-/Atemwegserkrankungen mit Stimm-/Schluckbeteiligung.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Typische Erstverordnung – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • J37.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stimmtherapie ohne Abklärung bzw. ohne Behandlung der Ursache

Tipps für Ärzt*innen – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • J37.1: Nach ärztlicher Abklärung Stimmtherapie über ST1, Ursachen wie Reflux oder Stimmbelastung mitbehandeln.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • Logopädie hilft der Stimme. Die HNO-ärztliche Abklärung und Behandlung der Ursache gehören dazu.

Therapieverlauf – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Therapiebeginn: Bei anhaltender Stimm- bzw. Atemproblematik, nach ärztlicher Abklärung

Setting: Ambulant, mit HNO bzw. Phoniatrie

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Ursächliche Faktoren wie Reflux, Rauchen oder Stimmbelastung mitbehandeln, ärztliche Abklärung vorausgesetzt.

Therapieinhalte – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • Stimmtherapie und Stimmhygiene
  • Atem- und Sprechtechniken
  • Schluckberatung bei Bedarf
  • bei Reflux Räusper- und Verhaltensberatung

Diagnostik – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Erstdiagnostik – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie Stimmfunktion und Befund erfassen Zu Therapiebeginn
Schluck- und Atembefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Stimme Fortschritt dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ungewollter Gewichtsverlust Zeitnah

Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.

Prognose – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Mit Stimmtherapie und Behandlung der Ursache bessert sich die Stimme meist deutlich. Der Verlauf hängt vom Befund ab.

Einflussfaktoren – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

  • Art und Schwere des Befunds
  • Ursächliche Faktoren
  • Stimmbelastung
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Differentialdiagnosen – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Häufige Fragen – J37.1 Chronische Laryngotracheitis

Hilft Stimmtherapie bei chronische Laryngotracheitis?

Ja, meist deutlich. Wichtig sind die ärztliche Abklärung und die Behandlung der Ursache, etwa Reflux oder Stimmüberlastung.

Kann man chronische Laryngotracheitis auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

J37.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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