Logopädische Beschreibung – J38.5 Laryngospasmus
J38.5 (Laryngospasmus): Anfallsartiger Verschluss der Stimmlippen, teils als paradoxe Stimmlippenbewegung (Vocal Cord Dysfunction). Logopädisch steht eine Stimmstörung im Vordergrund, je nach Befund kommen Schluck- oder Atembeschwerden hinzu. Die Stimmtherapie erfolgt in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie.
Typische Störungsbilder – J38.5 Laryngospasmus
Plötzliches Engegefühl und erschwertes Einatmen, oft mit Stimmbeteiligung.
Fehlsteuerung der Stimmlippen beim Atmen.
Bei Laryngospasmus ist meist die Stimme betroffen, teils auch Atmung oder Schlucken. Logopädie hilft mit Stimmtherapie, zusammen mit der HNO-ärztlichen Behandlung.
Logopädische Relevanz – J38.5 Laryngospasmus
| Häufigkeit | regelmäßig |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Betroffene mit Kehlkopf- bzw. Stimmstörung. |
| Bedeutung | Stimme/Trachealkanüle |
Typische logopädische Symptome – J38.5 Laryngospasmus
- Stimmstörung (ST1/ST2)
- Trachealkanülen-Management
- Dysphagie (SC)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – J38.5 Laryngospasmus
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – J38.5 Laryngospasmus
Larynx-/Atemwegscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Kehlkopf-/Atemwegserkrankungen mit Stimm-/Schluckbeteiligung.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – J38.5 Laryngospasmus
Typische Erstverordnung – J38.5 Laryngospasmus
| Diagnosegruppe | ST1 |
|---|---|
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. bei eingeschränkter Mobilität |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – J38.5 Laryngospasmus
- J38.5 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Stimmtherapie ohne Abklärung bzw. ohne Behandlung der Ursache
Tipps für Ärzt*innen – J38.5 Laryngospasmus
- J38.5: Nach ärztlicher Abklärung Stimmtherapie über ST1, Ursachen wie Reflux oder Stimmbelastung mitbehandeln.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – J38.5 Laryngospasmus
- Logopädie hilft der Stimme. Die HNO-ärztliche Abklärung und Behandlung der Ursache gehören dazu.
Therapieverlauf – J38.5 Laryngospasmus
Therapiebeginn: Bei anhaltender Stimm- bzw. Atemproblematik, nach ärztlicher Abklärung
Setting: Ambulant, mit HNO bzw. Phoniatrie
Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche
Besonderheiten: Ursächliche Faktoren wie Reflux, Rauchen oder Stimmbelastung mitbehandeln, ärztliche Abklärung vorausgesetzt.
Therapieinhalte – J38.5 Laryngospasmus
- Stimmtherapie und Stimmhygiene
- Atem- und Sprechtechniken
- Schluckberatung bei Bedarf
- bei Reflux Räusper- und Verhaltensberatung
Diagnostik – J38.5 Laryngospasmus
Erstdiagnostik – J38.5 Laryngospasmus
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie | Stimmfunktion und Befund erfassen | Zu Therapiebeginn |
| Schluck- und Atembefund bei Bedarf | Begleitsymptome erfassen | Bei Bedarf |
Verlaufsdiagnostik – J38.5 Laryngospasmus
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation der Stimme | Fortschritt dokumentieren | In sinnvollen Abständen |
Red Flags – J38.5 Laryngospasmus
Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.
Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.
Prognose – J38.5 Laryngospasmus
Mit Stimmtherapie und Behandlung der Ursache bessert sich die Stimme meist deutlich. Der Verlauf hängt vom Befund ab.
Einflussfaktoren – J38.5 Laryngospasmus
- Art und Schwere des Befunds
- Ursächliche Faktoren
- Stimmbelastung
- Therapiebeginn
Verwandte Codes – J38.5 Laryngospasmus
Differentialdiagnosen – J38.5 Laryngospasmus
Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – J38.5 Laryngospasmus
Häufige Fragen – J38.5 Laryngospasmus
Hilft Logopädie bei Vocal Cord Dysfunction?
Ja. Mit Atem- und Stimmtechniken lernen Betroffene, die Anfälle zu kontrollieren und die Stimmlippenfehlsteuerung zu lösen, nach ärztlicher Abklärung.
Kann man Laryngospasmus auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
J38.5 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.