Logopädische Beschreibung – J38.6 Stenose des Larynx
J38.6 (Stenose des Larynx): Verengung des Kehlkopfs mit Auswirkung auf Atmung, Stimme und teils Schlucken. Logopädisch steht eine Stimmstörung im Vordergrund, je nach Befund kommen Schluck- oder Atembeschwerden hinzu. Die Stimmtherapie erfolgt in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie.
Typische Störungsbilder – J38.6 Stenose des Larynx
Veränderte, oft schwache oder raue Stimme.
Erschwerte Atmung, teils Schluckprobleme.
Bei Larynxstenose ist meist die Stimme betroffen, teils auch Atmung oder Schlucken. Logopädie hilft mit Stimmtherapie, zusammen mit der HNO-ärztlichen Behandlung.
Logopädische Relevanz – J38.6 Stenose des Larynx
| Häufigkeit | regelmäßig |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Betroffene mit Kehlkopf- bzw. Stimmstörung. |
| Bedeutung | Stimme/Trachealkanüle |
Typische logopädische Symptome – J38.6 Stenose des Larynx
- Stimmstörung (ST1/ST2)
- Trachealkanülen-Management
- Dysphagie (SC)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – J38.6 Stenose des Larynx
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – J38.6 Stenose des Larynx
Larynx-/Atemwegscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Kehlkopf-/Atemwegserkrankungen mit Stimm-/Schluckbeteiligung.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – J38.6 Stenose des Larynx
Typische Erstverordnung – J38.6 Stenose des Larynx
| Diagnosegruppe | ST1 |
|---|---|
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. bei eingeschränkter Mobilität |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – J38.6 Stenose des Larynx
- J38.6 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Stimmtherapie ohne Abklärung bzw. ohne Behandlung der Ursache
Tipps für Ärzt*innen – J38.6 Stenose des Larynx
- J38.6: Nach ärztlicher Abklärung Stimmtherapie über ST1, Ursachen wie Reflux oder Stimmbelastung mitbehandeln.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – J38.6 Stenose des Larynx
- Logopädie hilft der Stimme. Die HNO-ärztliche Abklärung und Behandlung der Ursache gehören dazu.
Therapieverlauf – J38.6 Stenose des Larynx
Therapiebeginn: Bei anhaltender Stimm- bzw. Atemproblematik, nach ärztlicher Abklärung
Setting: Ambulant, mit HNO bzw. Phoniatrie
Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche
Besonderheiten: Ursächliche Faktoren wie Reflux, Rauchen oder Stimmbelastung mitbehandeln, ärztliche Abklärung vorausgesetzt.
Therapieinhalte – J38.6 Stenose des Larynx
- Stimmtherapie und Stimmhygiene
- Atem- und Sprechtechniken
- Schluckberatung bei Bedarf
- bei Reflux Räusper- und Verhaltensberatung
Diagnostik – J38.6 Stenose des Larynx
Erstdiagnostik – J38.6 Stenose des Larynx
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie | Stimmfunktion und Befund erfassen | Zu Therapiebeginn |
| Schluck- und Atembefund bei Bedarf | Begleitsymptome erfassen | Bei Bedarf |
Verlaufsdiagnostik – J38.6 Stenose des Larynx
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation der Stimme | Fortschritt dokumentieren | In sinnvollen Abständen |
Red Flags – J38.6 Stenose des Larynx
Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.
Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.
Prognose – J38.6 Stenose des Larynx
Mit Stimmtherapie und Behandlung der Ursache bessert sich die Stimme meist deutlich. Der Verlauf hängt vom Befund ab.
Einflussfaktoren – J38.6 Stenose des Larynx
- Art und Schwere des Befunds
- Ursächliche Faktoren
- Stimmbelastung
- Therapiebeginn
Verwandte Codes – J38.6 Stenose des Larynx
Differentialdiagnosen – J38.6 Stenose des Larynx
Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – J38.6 Stenose des Larynx
Häufige Fragen – J38.6 Stenose des Larynx
Hilft Stimmtherapie bei Larynxstenose?
Ja, meist deutlich. Wichtig sind die ärztliche Abklärung und die Behandlung der Ursache, etwa Reflux oder Stimmüberlastung.
Kann man Larynxstenose auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
J38.6 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.