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Bedingt verordnungsfähig

J95.5 – Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

J95.5 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: J95.5 Logopädie, subglottische Stenose (nach med. Maßnahmen) Logopädie, Heiserkeit Stimmtherapie, Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Atemwege und Kehlkopf (ergänzend)

Ärztliche Abklärung vorausgesetzt, Ursachen mitbehandeln.

Logopädische Beschreibung – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

J95.5 (Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen): Verengung des Kehlkopfs unterhalb der Stimmlippen nach medizinischen Maßnahmen, meist nach längerer Intubation. Logopädisch steht eine Stimmstörung im Vordergrund, je nach Befund kommen Schluck- oder Atembeschwerden hinzu. Die Stimmtherapie erfolgt in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie.

Typische Störungsbilder – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Dysphonie ST1 häufig

Heisere oder schwache Stimme nach Intubation und Stenose.

Atem- und Schluckbeeinträchtigung SC je nach Enge

Erschwerte Atmung und teils Schlucken.

Einfach erklärt:

Bei subglottische Stenose (nach med. Maßnahmen) ist meist die Stimme betroffen, teils auch Atmung oder Schlucken. Logopädie hilft mit Stimmtherapie, zusammen mit der HNO-ärztlichen Behandlung.

Logopädische Relevanz – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Häufigkeit regelmäßig
Patient*innengruppe Betroffene mit Kehlkopf- bzw. Stimmstörung.
Bedeutung Stimme/Trachealkanüle

Typische logopädische Symptome – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • Stimmstörung (ST1/ST2)
  • Trachealkanülen-Management
  • Dysphagie (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: ST1 bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei Kehlkopf-/Stimmerkrankung.

Verordnungshinweis – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Larynx-/Atemwegscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Kehlkopf-/Atemwegserkrankungen mit Stimm-/Schluckbeteiligung.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Typische Erstverordnung – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • J95.5 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stimmtherapie ohne Abklärung bzw. ohne Behandlung der Ursache

Tipps für Ärzt*innen – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • J95.5: Nach ärztlicher Abklärung Stimmtherapie über ST1, Ursachen wie Reflux oder Stimmbelastung mitbehandeln.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • Logopädie hilft der Stimme. Die HNO-ärztliche Abklärung und Behandlung der Ursache gehören dazu.

Therapieverlauf – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Therapiebeginn: Bei anhaltender Stimm- bzw. Atemproblematik, nach ärztlicher Abklärung

Setting: Ambulant, mit HNO bzw. Phoniatrie

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Ursächliche Faktoren wie Reflux, Rauchen oder Stimmbelastung mitbehandeln, ärztliche Abklärung vorausgesetzt.

Therapieinhalte – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • Stimmtherapie und Stimmhygiene
  • Atem- und Sprechtechniken
  • Schluckberatung bei Bedarf
  • bei Reflux Räusper- und Verhaltensberatung

Diagnostik – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Erstdiagnostik – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie Stimmfunktion und Befund erfassen Zu Therapiebeginn
Schluck- und Atembefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Stimme Fortschritt dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Zunehmender Stridor, Atemnot oder Blaufärbung Notfall

Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.

Verschlucken mit feuchter Stimme Zeitnah

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Prognose – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Mit Stimmtherapie und Behandlung der Ursache bessert sich die Stimme meist deutlich. Der Verlauf hängt vom Befund ab.

Einflussfaktoren – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

  • Art und Schwere des Befunds
  • Ursächliche Faktoren
  • Stimmbelastung
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Differentialdiagnosen – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Häufige Fragen – J95.5 Subglottische Stenose nach med. Maßnahmen

Warum ist die Stimme nach langer Beatmung heiser?

Der Beatmungsschlauch kann den Kehlkopf reizen und verengen. Logopädie unterstützt die Stimme, die Atemwegssituation wird HNO-ärztlich beurteilt.

Kann man subglottische Stenose (nach med. Maßnahmen) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

J95.5 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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