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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

K07.5 – Funktionelle dentofaziale Anomalien

K07.5 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Auch gesucht unter: K07.5 Logopädie, Kieferorthopädie Logopädie, myofunktionelle Therapie Verordnung, offener Biss Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Orofaziale und kieferorthopädische Codes

K07.5 hat einen funktionellen Anteil. Bei orofazialer myofunktioneller Störung ist Logopädie sinnvoll, Nasenatmung vorab abklären.

Logopädische Beschreibung – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

K07.5 (Dentofaziale Funktionsstörungen), Kieferorthopädische Diagnose. Logopädisch relevant im Rahmen der myofunktionellen Therapie (MFT) als begleitende Maßnahme zur KFO-Behandlung. Standardverordnung über Zahnarzt/Kieferorthopäde mit Vordruck 9.

Typische Störungsbilder – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Orofaziale myofunktionelle Störung SP3 je nach Befund

Falsches Schluckmuster, Zungenpressen, offene Mundhaltung, muskuläre Dysbalance.

Mundatmung und gestörte Zungenruhelage SF häufig

abnormes Schluckmuster, Zungenpressen, Mundatmung.

Einfach erklärt:

Kieferfehlstellungen und Zahnstellungen werden beim Kieferorthopäden behandelt. Logopädie kommt oft begleitend dazu (myofunktionelle Therapie), wird dann aber über den Zahnarzt verordnet, nicht über den Hausarzt.

Logopädische Relevanz – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Häufigkeit mittel (MFT-Praxen)
Patient*innengruppe Kinder und Jugendliche in kieferorthopädischer Behandlung
Bedeutung Relevant für Praxen mit myofunktionellem Therapieschwerpunkt und KFO-Kooperation.

Grauzone-Status im Detail – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Empfohlene Hauptdiagnose – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

SPZ (zahnärztlich) – Myofunktionelle Therapie (Vordruck 9)
SF (ärztlich) – Orofaziale Störung

Korrekte Diagnosegruppe: SPZ (zahnärztlich) oder SF (ärztlich)

Empfehlung an die Ärzt*in:

K07-Codes sind primär zahnärztliche Verordnungen (SPZ). Ärztlich: SF mit passendem Code.

Warum nicht im Katalog:

K07-Codes sind nicht im ärztlichen Heilmittelkatalog für Logopädie, sondern im zahnärztlichen Bereich relevant (HeilM-RL ZÄ, Indikationsschlüssel SPZ/OFZ).

Häufigkeit auf Rezepten:

Mittel bei Praxen mit KFO-Kooperation.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung bei ärztlicher Verordnung mit K07-Code allein.

Wann trotzdem relevant:
  • Über zahnärztliche Verordnung (HeilM-RL ZÄ) mit Indikationsschlüssel SPZ → myofunktionelle Therapie
  • Ärztliche Verordnung: SF mit passendem Code möglich
  • Bei begleitender kieferorthopädischer Behandlung

Verordnung & Praxistipps – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Typische Erstverordnung – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Diagnosegruppe SF
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

  • Myofunktionelle Therapie ohne Abklärung der Nasenatmung begonnen
  • Reines KFO-Problem ohne funktionelle Störung logopädisch verordnet

Tipps für Ärzt*innen – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

  • K07.5 ist ein zahnmedizinischer bzw. kieferorthopädischer Code. Logopädie ist bei einer orofazialen myofunktionellen Störung sinnvoll, dann über die passende Diagnosegruppe (SF).

Tipps für Patient*innen & Angehörige – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

  • Myofunktionelle Therapie hilft bei falschem Schluckmuster, Zungenpressen oder Mundatmung und unterstützt die Zahnspangenbehandlung. Konsequentes Üben zu Hause ist wichtig.

Therapieverlauf – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Therapiebeginn: Wenn eine orofaziale myofunktionelle Störung vorliegt, oft begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung

Setting: Ambulant, häufig in Abstimmung mit Kieferorthopädie und Zahnmedizin

Frequenz: Meist 1x pro Woche mit konsequentem häuslichem Üben

Besonderheiten: Myofunktionelle Therapie unterstützt die kieferorthopädische Behandlung und beugt Rückfällen vor. Erfolg hängt stark von der Mitarbeit ab.

Therapieinhalte – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

  • Korrektur der Zungenruhelage und des Schluckmusters
  • Aufbau von Lippenschluss und Nasenatmung
  • Ausgleich muskulärer Dysbalancen im Mund- und Gesichtsbereich
  • Habit-Kontrolle, z.B. bei Zungenpressen

Diagnostik – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Erstdiagnostik – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Test Zweck Zeitpunkt
Orofaziale Funktionsdiagnostik Zungenlage, Schluckmuster, Lippenschluss und Atmung beurteilen Zu Therapiebeginn

Verlaufsdiagnostik – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schluckmuster und Muskelbalance Fortschritt prüfen In sinnvollen Abständen

Red Flags – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Anhaltende Mundatmung mit Hinweis auf behinderte Nasenatmung HNO-ärztlich abklären

Mechanische Ursachen, z.B. vergrößerte Rachenmandel, vor der myofunktionellen Therapie abklären.

Prognose – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Bei guter Mitarbeit ist die Prognose der myofunktionellen Therapie gut, besonders begleitend zur Kieferorthopädie. Ohne Korrektur drohen kieferorthopädische Rückfälle.

Einflussfaktoren – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

  • Mitarbeit und häusliches Üben
  • Begleitende KFO-Behandlung
  • Nasenatmung
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Differentialdiagnosen – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

SPZ – (zahnärztlich) Myofunktionelle Therapie (Vordruck 9)
SF – (ärztlich) Orofaziale Störung

Weitere Codes der Diagnosegruppe Orofaziale und kieferorthopädische Codes – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Häufige Fragen – K07.5 Funktionelle dentofaziale Anomalien

Hilft Logopädie bei falschem Schluckmuster oder Mundatmung?

Ja. Die myofunktionelle Therapie korrigiert Zungenlage, Schluckmuster und Mundatmung und unterstützt die kieferorthopädische Behandlung.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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