Logopädische Beschreibung – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
K11.7 (Störungen der Speichelsekretion): Zu viel (Sialorrhö) oder zu wenig Speichel (Xerostomie). Vermehrter Speichelfluss mit Speicheln tritt häufig bei neurologischen Erkrankungen und im Kindesalter auf, Mundtrockenheit erschwert Schlucken und Stimme. Logopädisch werden Schluckfrequenz, Mundschluss und Speichelmanagement behandelt.
Typische Störungsbilder – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Speicheln durch reduzierten Mundschluss und seltenes Schlucken.
Erschwertes Schlucken und trockene Stimme bei zu wenig Speichel.
Bei einer Speichelstörung fließt zu viel oder zu wenig Speichel. Zu viel führt zu Speicheln, zu wenig erschwert Schlucken und Stimme. Logopädie hilft mit Schluck- und Mundschlusstraining.
Logopädische Relevanz – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
| Häufigkeit | regelmäßig |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Betroffene mit Speichelflussstörung, oft neurologisch bedingt oder im Kindesalter. |
| Bedeutung | Hypersalivation/Drooling bei ICP |
Typische logopädische Symptome – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- CMD/Mundöffnungsstörung (SF)
- Hypersalivation (SF/SC)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Orofazialer Code + SF oder SC.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Code bei orofazialen Funktionsstörungen mit Logopädie-Bezug.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Typische Erstverordnung – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
| Diagnosegruppe | SC |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SCa |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1-2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. sinnvoll |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- K11.7 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Speichelfluss nur medikamentös, ohne logopädisches Mundschluss- und Schlucktraining angegangen
Tipps für Ärzt*innen – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- K11.7: Bei Sialorrhö Logopädie über SC, Mundschluss- und Schlucktraining, bei neurologischer Ursache interdisziplinär.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- Logopädie hilft, durch besseren Mundschluss und häufigeres Schlucken den Speichelfluss zu verringern.
Therapieverlauf – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Therapiebeginn: Bei Speichelfluss- bzw. Schluckproblematik
Setting: Ambulant, oft bei Kindern und neurologischen Patienten
Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche
Besonderheiten: Bei ausgeprägter Sialorrhö interdisziplinär mit Neurologie bzw. Pädiatrie, ggf. ergänzende ärztliche Maßnahmen.
Therapieinhalte – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- Mundschluss- und Schlucktraining zur Verbesserung des Speichelmanagements
- Wahrnehmungs- und Haltungsschulung
- bei Mundtrockenheit Schluck- und Stimmtechniken
Diagnostik – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Erstdiagnostik – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES | Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen | Bei Schluckproblemen |
| Stimm- und Sprechbefund bei Bedarf | Begleitsymptome erfassen | Bei Bedarf |
Verlaufsdiagnostik – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation des Schluckens | Kost anpassen | In sinnvollen Abständen |
Red Flags – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.
Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.
Prognose – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Mit Schluck- und Mundschlusstraining lässt sich der Speichelfluss oft verbessern. Bei neurologischer Ursache hängt der Verlauf von der Grunderkrankung ab.
Einflussfaktoren – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
- Ursache der Speichelstörung
- Mundschluss und Schluckfrequenz
- Grunderkrankung
- Therapiebeginn
Verwandte Codes – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Differentialdiagnosen – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Weitere Codes der Diagnosegruppe SF – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Häufige Fragen – K11.7 Störungen der Speichelsekretion
Hilft Logopädie gegen vermehrtes Speicheln?
Ja. Mit Mundschluss- und Schlucktraining lernen Betroffene, den Speichel besser zu kontrollieren. Bei neurologischer Ursache arbeitet die Logopädie mit den behandelnden Ärzten zusammen.
Kann man Störung der Speichelsekretion auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
K11.7 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.