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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

K13.1 – Wangen- und Lippenbiss

K13.1 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Auch gesucht unter: K13.1 Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Orofaziale und kieferorthopädische Codes

K13.1 ist primär kieferorthopädisch bzw. zahnmedizinisch. Logopädie nur bei zusätzlicher orofazialer myofunktioneller Störung.

Logopädische Beschreibung – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

K13.1 (Wangen- und Lippenbiss) ist keine logopädische Indikation.

Typische Störungsbilder – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Begleitende orofaziale myofunktionelle Störung SP3 möglich

parafunktionelle Angewohnheit. Logopädie nur bei funktionellem Anteil.

Einfach erklärt:

Diese Munderkrankung wird nicht in der Logopädie behandelt.

Logopädische Relevanz – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Häufigkeit nicht relevant
Patient*innengruppe Nicht zutreffend
Bedeutung Kein logopädisches Störungsbild.

Grauzone-Status im Detail – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Korrekte Diagnosegruppe: Nicht über Logopädie verordnungsfähig

Empfehlung an die Ärzt*in:

Keine logopädische Indikation.

Warum nicht im Katalog:

Orale Schleimhaut-/Lippenerkrankungen sind keine logopädischen Indikationen.

Häufigkeit auf Rezepten:

Sehr selten.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung.

Wann trotzdem relevant:
  • Nicht über Logopädie verordnungsfähig

Verordnung & Praxistipps – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Typische Erstverordnung – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Diagnosegruppe SP3
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

  • Myofunktionelle Therapie ohne Abklärung der Nasenatmung begonnen
  • Reines KFO-Problem ohne funktionelle Störung logopädisch verordnet

Tipps für Ärzt*innen – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

  • K13.1 ist ein zahnmedizinischer bzw. kieferorthopädischer Code. Logopädie ist bei einer orofazialen myofunktionellen Störung sinnvoll, dann über die passende Diagnosegruppe (SP3).

Tipps für Patient*innen & Angehörige – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

  • Myofunktionelle Therapie hilft bei falschem Schluckmuster, Zungenpressen oder Mundatmung und unterstützt die Zahnspangenbehandlung. Konsequentes Üben zu Hause ist wichtig.

Therapieverlauf – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Therapiebeginn: Wenn eine orofaziale myofunktionelle Störung vorliegt, oft begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung

Setting: Ambulant, häufig in Abstimmung mit Kieferorthopädie und Zahnmedizin

Frequenz: Meist 1x pro Woche mit konsequentem häuslichem Üben

Besonderheiten: Myofunktionelle Therapie unterstützt die kieferorthopädische Behandlung und beugt Rückfällen vor. Erfolg hängt stark von der Mitarbeit ab.

Therapieinhalte – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

  • Korrektur der Zungenruhelage und des Schluckmusters
  • Aufbau von Lippenschluss und Nasenatmung
  • Ausgleich muskulärer Dysbalancen im Mund- und Gesichtsbereich
  • Habit-Kontrolle, z.B. bei Zungenpressen

Diagnostik – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Erstdiagnostik – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Test Zweck Zeitpunkt
Orofaziale Funktionsdiagnostik Zungenlage, Schluckmuster, Lippenschluss und Atmung beurteilen Zu Therapiebeginn

Verlaufsdiagnostik – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schluckmuster und Muskelbalance Fortschritt prüfen In sinnvollen Abständen

Red Flags – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Anhaltende Mundatmung mit Hinweis auf behinderte Nasenatmung HNO-ärztlich abklären

Mechanische Ursachen, z.B. vergrößerte Rachenmandel, vor der myofunktionellen Therapie abklären.

Prognose – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Bei guter Mitarbeit ist die Prognose der myofunktionellen Therapie gut, besonders begleitend zur Kieferorthopädie. Ohne Korrektur drohen kieferorthopädische Rückfälle.

Einflussfaktoren – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

  • Mitarbeit und häusliches Üben
  • Begleitende KFO-Behandlung
  • Nasenatmung
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Weitere Codes der Diagnosegruppe Orofaziale und kieferorthopädische Codes – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Häufige Fragen – K13.1 Wangen- und Lippenbiss

Ist eine Zahn- oder Kieferfehlstellung allein ein Fall für Logopädie?

Nein. Das ist primär kieferorthopädisch. Logopädie ist nur sinnvoll, wenn zusätzlich eine funktionelle Störung wie falsches Schluckmuster oder Mundatmung besteht.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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