← Zur Suche
Bedingt verordnungsfähig

K22.1 – Ösophagusulkus

K22.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: K22.1 Logopädie, Ösophagusulkus Logopädie, Reflux Stimme Räuspern

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Erkrankungen des Verdauungstrakts

Refluxkontrolle ist Grundlage. Logopädie für Kehlkopf- und Schluckfolgen.

Logopädische Beschreibung – K22.1 Ösophagusulkus

K22.1 (Ösophagusulkus): Geschwür der Speiseröhre, meist refluxbedingt. Die Hauptbehandlung ist medizinisch (z.B. Säurehemmer) bzw. gastroenterologisch. Logopädisch relevant sind eine refluxbedingte Reizung von Kehlkopf und Rachen mit Heiserkeit, Räusperzwang und Globusgefühl (laryngopharyngealer Reflux) sowie bei Bedarf Schluckstrategien. Die Therapie ergänzt die ärztliche Behandlung.

Typische Störungsbilder – K22.1 Ösophagusulkus

Refluxbedingte Stimmstörung (laryngopharyngealer Reflux) ST1 häufig

Heiserkeit, Räusperzwang und Globusgefühl durch Reizung von Kehlkopf und Rachen.

Globusgefühl und Räusperzwang ST1 häufig

Kloß- und Reizgefühl im Hals.

Einfach erklärt:

Bei Ösophagusulkus kann aufsteigende Magensäure Kehlkopf und Rachen reizen, was Heiserkeit, Räusperzwang und ein Kloßgefühl macht. Logopädie hilft mit Stimm- und Schlucktechniken, ergänzend zur ärztlichen Behandlung.

Logopädische Relevanz – K22.1 Ösophagusulkus

Häufigkeit regelmäßig als Begleitindikation
Patient*innengruppe Erwachsene mit Reflux- bzw. Speiseröhrenerkrankung und Kehlkopf- oder Schluckbeschwerden.
Bedeutung Dysphagie/Reflux-Stimmstörung

Typische logopädische Symptome – K22.1 Ösophagusulkus

  • Dysphagie bei Ösophaguserkrankung (SC)
  • Reflux-bedingte Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – K22.1 Ösophagusulkus

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für K22.1 (Erkrankungen des Verdauungstrakts). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für K22.1 (Erkrankungen des Verdauungstrakts). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – K22.1 Ösophagusulkus

GI-Code als Hauptdiagnose + SC oder ST1.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei ösophagealer Dysphagie oder refluxbedingter Stimmstörung. Bei rein ösophagealen Erkrankungen ist die Abgrenzung zur Gastroenterologie wichtig.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – K22.1 Ösophagusulkus

Typische Erstverordnung – K22.1 Ösophagusulkus

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – K22.1 Ösophagusulkus

  • K22.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Stimm- bzw. Schlucktherapie ohne Behandlung des Refluxes verordnet

Tipps für Ärzt*innen – K22.1 Ösophagusulkus

  • K22.1: Bei refluxbedingter Heiserkeit Logopädie über ST1, bei Schluckstörung SC, parallel zur säurehemmenden Behandlung.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – K22.1 Ösophagusulkus

  • Logopädie hilft bei Heiserkeit und Räusperzwang durch Reflux. Die Säurebehandlung läuft ärztlich.

Therapieverlauf – K22.1 Ösophagusulkus

Therapiebeginn: Bei anhaltenden Kehlkopf- bzw. Schluckbeschwerden, parallel zur medizinischen Behandlung

Setting: Ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Die säurehemmende bzw. gastroenterologische Behandlung ist Grundlage. Logopädie behandelt die Folgen am Kehlkopf und beim Schlucken.

Therapieinhalte – K22.1 Ösophagusulkus

  • Stimmtherapie und Reduktion des Räusperzwangs
  • Verhaltens- und Stimmhygieneberatung bei Reflux
  • Schlucktechniken bei Motilitätsstörung

Diagnostik – K22.1 Ösophagusulkus

Erstdiagnostik – K22.1 Ösophagusulkus

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie Stimmfunktion erfassen Zu Therapiebeginn
Schluckbefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – K22.1 Ösophagusulkus

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Stimme Fortschritt dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – K22.1 Ösophagusulkus

Anhaltende Heiserkeit über mehrere Wochen Zeitnah ärztlich

HNO-ärztliche Abklärung zum Ausschluss organischer Ursachen vor Stimmtherapie.

Prognose – K22.1 Ösophagusulkus

Mit Behandlung des Refluxes und logopädischer Stimm- bzw. Schlucktherapie bessern sich die Beschwerden meist. Der Verlauf hängt von der Refluxkontrolle ab.

Einflussfaktoren – K22.1 Ösophagusulkus

  • Refluxkontrolle
  • Stimm- und Räusperverhalten
  • Begleitende Motilitätsstörung
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – K22.1 Ösophagusulkus

Differentialdiagnosen – K22.1 Ösophagusulkus

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – K22.1 Ösophagusulkus

Häufige Fragen – K22.1 Ösophagusulkus

Kann Reflux die Stimme heiser machen?

Ja, aufsteigende Säure reizt den Kehlkopf (laryngopharyngealer Reflux). Logopädie reduziert Heiserkeit und Räusperzwang, ergänzend zur säurehemmenden Behandlung.

Kann man Ösophagusulkus auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

K22.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.