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Nicht als Hauptdiagnose verordnungsfähig

M26.5 – Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

M26.5 ist NICHT im G-BA Heilmittelkatalog als Beispieldiagnose gelistet. Nur als Nebendiagnose auf der Verordnung zulässig.

Auch gesucht unter: M26.5 Logopädie, dentofazial Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Orofaziale und kieferorthopädische Codes

M26.5 hat einen funktionellen Anteil. Bei orofazialer myofunktioneller Störung ist Logopädie sinnvoll, Nasenatmung vorab abklären.

Logopädische Beschreibung – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

M26.5 existiert in der deutschen ICD-10-GM NICHT. Der korrekte Code für dentofaziale Funktionsstörungen ist K07.5 (ICD-10-GM). Falls M26.5 auf einem Rezept auftaucht, stammt er aus der ICD-10-CM (US) oder ICD-10-WHO und ist für die deutsche GKV-Abrechnung ungültig.

Typische Störungsbilder – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Orofaziale myofunktionelle Störung SP3 je nach Befund

Falsches Schluckmuster, Zungenpressen, offene Mundhaltung, muskuläre Dysbalance.

Mundatmung und gestörte Zungenruhelage SP3 häufig

abnormes Schluckmuster, Mundatmung, Zungenfehlfunktion.

Einfach erklärt:

Dieser Code gibt es im deutschen System gar nicht. Der richtige Code heißt K07.5 und wird über den Zahnarzt verordnet.

Logopädische Relevanz – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Patienten mit dentofazialen Funktionsstörungen
Bedeutung Wird selten verwendet, meist wird K07.5 bevorzugt.

Grauzone-Status im Detail – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Empfohlene Hauptdiagnose – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Verwenden Sie stattdessen einen der folgenden ICD-10-Codes als Hauptdiagnose:

SPZ (zahnärztlich) – Myofunktionelle Therapie

Korrekte Diagnosegruppe: SPZ (zahnärztlich)

Empfehlung an die Ärzt*in:

Wie K07.5, zahnärztliche Verordnung.

Warum nicht im Katalog:

WICHTIG: M26.5 existiert in der ICD-10-GM (deutsche Modifikation) NICHT. Dentofaziale Anomalien sind in der ICD-10-GM ausschließlich unter K07.- klassifiziert. M26 existiert nur in der ICD-10-CM (amerikanische Version) und der ICD-10-WHO. Ein Code, der in der ICD-10-GM nicht existiert, kann nicht auf einem deutschen Kassenrezept stehen.

Häufigkeit auf Rezepten:

Selten.

Risiko bei Nutzung:

Absetzung, Code existiert in der ICD-10-GM nicht. Korrekt ist K07.5 (Funktionelle dentofaziale Anomalien).

Wann trotzdem relevant:
  • Über zahnärztliche Verordnung (SPZ)

Verordnung & Praxistipps – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Typische Erstverordnung – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Diagnosegruppe SP3
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

  • Myofunktionelle Therapie ohne Abklärung der Nasenatmung begonnen
  • Reines KFO-Problem ohne funktionelle Störung logopädisch verordnet

Tipps für Ärzt*innen – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

  • M26.5 ist ein zahnmedizinischer bzw. kieferorthopädischer Code. Logopädie ist bei einer orofazialen myofunktionellen Störung sinnvoll, dann über die passende Diagnosegruppe (SP3).

Tipps für Patient*innen & Angehörige – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

  • Myofunktionelle Therapie hilft bei falschem Schluckmuster, Zungenpressen oder Mundatmung und unterstützt die Zahnspangenbehandlung. Konsequentes Üben zu Hause ist wichtig.

Therapieverlauf – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Therapiebeginn: Wenn eine orofaziale myofunktionelle Störung vorliegt, oft begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung

Setting: Ambulant, häufig in Abstimmung mit Kieferorthopädie und Zahnmedizin

Frequenz: Meist 1x pro Woche mit konsequentem häuslichem Üben

Besonderheiten: Myofunktionelle Therapie unterstützt die kieferorthopädische Behandlung und beugt Rückfällen vor. Erfolg hängt stark von der Mitarbeit ab.

Therapieinhalte – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

  • Korrektur der Zungenruhelage und des Schluckmusters
  • Aufbau von Lippenschluss und Nasenatmung
  • Ausgleich muskulärer Dysbalancen im Mund- und Gesichtsbereich
  • Habit-Kontrolle, z.B. bei Zungenpressen

Diagnostik – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Erstdiagnostik – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Test Zweck Zeitpunkt
Orofaziale Funktionsdiagnostik Zungenlage, Schluckmuster, Lippenschluss und Atmung beurteilen Zu Therapiebeginn

Verlaufsdiagnostik – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation von Schluckmuster und Muskelbalance Fortschritt prüfen In sinnvollen Abständen

Red Flags – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Anhaltende Mundatmung mit Hinweis auf behinderte Nasenatmung HNO-ärztlich abklären

Mechanische Ursachen, z.B. vergrößerte Rachenmandel, vor der myofunktionellen Therapie abklären.

Prognose – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Bei guter Mitarbeit ist die Prognose der myofunktionellen Therapie gut, besonders begleitend zur Kieferorthopädie. Ohne Korrektur drohen kieferorthopädische Rückfälle.

Einflussfaktoren – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

  • Mitarbeit und häusliches Üben
  • Begleitende KFO-Behandlung
  • Nasenatmung
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Differentialdiagnosen – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

SPZ – (zahnärztlich) Myofunktionelle Therapie

Weitere Codes der Diagnosegruppe Orofaziale und kieferorthopädische Codes – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Häufige Fragen – M26.5 Dentofaziale Funktionsstörungen [ACHTUNG: M26.5 existiert NICHT in der ICD-10-GM]

Hilft Logopädie bei falschem Schluckmuster oder Mundatmung?

Ja. Die myofunktionelle Therapie korrigiert Zungenlage, Schluckmuster und Mundatmung und unterstützt die kieferorthopädische Behandlung.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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