← Zur Suche
Bedingt verordnungsfähig

M47.82 – Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

M47.82 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: M47.82 Logopädie, zervikale Spondylose Logopädie, Halswirbelsäule Schluckstörung, Sonstige Spondylose: Zervikalbereich Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug

Schlucksicherheit beachten, v.a. nach vorderem HWS-Zugang.

Logopädische Beschreibung – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

M47.82 (Sonstige Spondylose: Zervikalbereich): Verschleißbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule mit teils vorderen knöchernen Anbauten. Vordere knöcherne Anbauten oder eine Einengung können den Schluckweg mechanisch behindern, dazu kommen häufig Schluckstörungen nach Operationen über einen vorderen Zugang. Logopädisch steht die Dysphagie im Vordergrund. Die ursächliche Behandlung ist orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Typische Störungsbilder – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Mechanische Dysphagie SC bei vorderen Randanbauten bzw. Einengung

Schluckstörung durch knöcherne Anbauten oder Raumforderung an der Halswirbelsäule.

Dysphagie nach HWS-Operation SC häufig nach vorderem Zugang

Postoperative Schluckstörung, oft vorübergehend.

Einfach erklärt:

Bei zervikale Spondylose kann die Halswirbelsäule den Schluckweg einengen oder eine Operation das Schlucken vorübergehend stören. Logopädie unterstützt sicheres Schlucken.

Logopädische Relevanz – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Halswirbelsäulenerkrankung und Schluckbeteiligung.
Bedeutung ACHTUNG: M47.82 ist Zervikalbereich (= HWS), NICHT BWS! BWS wäre M47.84 (Thorakalbereich). M47.82 ist der korrekte Code für HWS-Spondylose mit Dysphagie-Bezug.

Typische logopädische Symptome – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • Mechanische Dysphagie durch Osteophyten (SC)
  • Post-OP Dysphagie nach HWS-Eingriff (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für M47.82 (HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für M47.82 (HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

HWS-Code als Hauptdiagnose + SC.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei HWS-bedingter Dysphagie. Besonders post-operativ nach HWS-Eingriffen relevant.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Typische Erstverordnung – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • M47.82 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Schluckstörung nach vorderem HWS-Zugang nicht beachtet

Tipps für Ärzt*innen – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • M47.82: Logopädie bei Dysphagie über SC. Nach vorderem HWS-Zugang gezielt auf Schlucken achten.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • Logopädie hilft beim sicheren Schlucken. Die Behandlung der Halswirbelsäule läuft orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Therapieverlauf – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Therapiebeginn: Bei Schluckproblemen, oft postoperativ

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei vorderem operativem Zugang sind Schluckstörungen häufig, meist gut rückläufig. Ursache orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Therapieinhalte – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • Schlucktherapie mit Aspirationsschutz
  • Haltungs- und Kompensationsstrategien
  • Kostanpassung

Diagnostik – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Erstdiagnostik – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen Bei Schluckproblemen
Stimm- und Sprechbefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation des Schluckens Kost anpassen In sinnvollen Abständen

Red Flags – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ungewollter Gewichtsverlust Zeitnah

Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.

Prognose – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Postoperative Schluckstörungen bilden sich oft zurück, mechanische Behinderungen bessern sich nach Behandlung der Ursache. Logopädie unterstützt das Schlucken.

Einflussfaktoren – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

  • Art und Ausmaß der HWS-Erkrankung
  • Operativer Zugang
  • Begleitfaktoren
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Differentialdiagnosen – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Häufige Fragen – M47.82 Sonstige Spondylose: Zervikalbereich

Warum kann zervikale Spondylose das Schlucken stören?

Knöcherne Anbauten oder eine Einengung an der Halswirbelsäule können auf den Schluckweg drücken, auch Operationen können das Schlucken vorübergehend beeinträchtigen. Logopädie unterstützt sicheres Schlucken.

Kann man zervikale Spondylose auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

M47.82 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.