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Bedingt verordnungsfähig

M50.0 – Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

M50.0 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: M50.0 Logopädie, zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie Logopädie, Halswirbelsäule Schluckstörung, Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug

Schlucksicherheit beachten, v.a. nach vorderem HWS-Zugang.

Logopädische Beschreibung – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

M50.0 (Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie): Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule mit Rückenmarksbeteiligung (Myelopathie). Vordere knöcherne Anbauten oder eine Einengung können den Schluckweg mechanisch behindern, dazu kommen häufig Schluckstörungen nach Operationen über einen vorderen Zugang. Logopädisch steht die Dysphagie im Vordergrund. Die ursächliche Behandlung ist orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Typische Störungsbilder – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Mechanische Dysphagie SC bei vorderen Randanbauten bzw. Einengung

Schluckstörung durch knöcherne Anbauten oder Raumforderung an der Halswirbelsäule.

Bulbäre Beteiligung SC bei Myelopathie

Schluck- und seltener Sprechstörung bei Rückenmarksbeteiligung.

Dysphagie nach HWS-Operation SC häufig nach vorderem Zugang

Postoperative Schluckstörung, oft vorübergehend.

Einfach erklärt:

Bei zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie kann die Halswirbelsäule den Schluckweg einengen oder eine Operation das Schlucken vorübergehend stören. Logopädie unterstützt sicheres Schlucken.

Logopädische Relevanz – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Halswirbelsäulenerkrankung und Schluckbeteiligung.
Bedeutung Post-OP Dysphagie

Typische logopädische Symptome – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • Mechanische Dysphagie durch Osteophyten (SC)
  • Post-OP Dysphagie nach HWS-Eingriff (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für M50.0 (HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für M50.0 (HWS-Erkrankungen mit Dysphagie-Bezug). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

HWS-Code als Hauptdiagnose + SC.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei HWS-bedingter Dysphagie. Besonders post-operativ nach HWS-Eingriffen relevant.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Typische Erstverordnung – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • M50.0 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Schluckstörung nach vorderem HWS-Zugang nicht beachtet

Tipps für Ärzt*innen – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • M50.0: Logopädie bei Dysphagie über SC. Nach vorderem HWS-Zugang gezielt auf Schlucken achten.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • Logopädie hilft beim sicheren Schlucken. Die Behandlung der Halswirbelsäule läuft orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Therapieverlauf – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Therapiebeginn: Bei Schluckproblemen, oft postoperativ

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Bei vorderem operativem Zugang sind Schluckstörungen häufig, meist gut rückläufig. Ursache orthopädisch bzw. neurochirurgisch.

Therapieinhalte – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • Schlucktherapie mit Aspirationsschutz
  • Haltungs- und Kompensationsstrategien
  • Kostanpassung

Diagnostik – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Erstdiagnostik – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko und Kostform bestimmen Bei Schluckproblemen
Stimm- und Sprechbefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation des Schluckens Kost anpassen In sinnvollen Abständen

Red Flags – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ungewollter Gewichtsverlust Zeitnah

Hinweis auf Mangelernährung durch Schluckstörung.

Prognose – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Postoperative Schluckstörungen bilden sich oft zurück, mechanische Behinderungen bessern sich nach Behandlung der Ursache. Logopädie unterstützt das Schlucken.

Einflussfaktoren – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

  • Art und Ausmaß der HWS-Erkrankung
  • Operativer Zugang
  • Myelopathie
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Differentialdiagnosen – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Häufige Fragen – M50.0 Zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie

Warum kann zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie das Schlucken stören?

Knöcherne Anbauten oder eine Einengung an der Halswirbelsäule können auf den Schluckweg drücken, auch Operationen können das Schlucken vorübergehend beeinträchtigen. Logopädie unterstützt sicheres Schlucken.

Kann man zervikaler Bandscheibenvorfall mit Myelopathie auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

M50.0 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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