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Bedingt verordnungsfähig

P52.2 – Intraventrikuläre Blutung Grad III

P52.2 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: P52.2 Logopädie, Hirnblutung Grad III (Frühgeborene) Logopädie, perinatale Hirnschädigung Sprachentwicklung, Intraventrikuläre Blutung Grad III Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Perinatale Erkrankungen

Früh fördern, Fütter- und Schluckproblematik und Sprachentwicklung beachten.

Logopädische Beschreibung – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

P52.2 (Intraventrikuläre Blutung Grad III): Intraventrikuläre Hirnblutung Grad III beim Frühgeborenen. Eine perinatale Hirnschädigung erhöht das Risiko für eine Zerebralparese und Entwicklungsstörungen. Logopädisch stehen im Säuglingsalter Fütter- und Schluckstörungen, später eine Sprachentwicklungsstörung und bei motorischer Beteiligung eine Dysarthrie im Vordergrund. Frühe Diagnostik und Förderung sind entscheidend.

Typische Störungsbilder – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Fütter- und Schluckstörung SC häufig beim Säugling

Erschwertes Trinken und Schlucken, oft mit Aspirationsrisiko.

Sprachentwicklungsstörung SP1 häufig

Verzögerte Sprachentwicklung.

Dysarthrie bei Zerebralparese SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen bei motorischer Beteiligung.

Einfach erklärt:

Bei Hirnblutung Grad III (Frühgeborene) kann das Gehirn des Kindes geschädigt sein, was Füttern, Sprache und Sprechen beeinträchtigen kann. Logopädie unterstützt früh beim Füttern und fördert später die Sprache.

Logopädische Relevanz – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Häufigkeit regelmäßig
Patient*innengruppe Früh- und Neugeborene nach perinataler Hirnschädigung, in der Entwicklungsnachsorge.
Bedeutung Sprachentwicklung bei Frühgeburt/Geburtskomplikation

Typische logopädische Symptome – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • Sprachentwicklungsstörung (SP1)
  • Dysphagie (SC)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP1 für P52.2 (Perinatale Erkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für P52.2 (Perinatale Erkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für P52.2 (Perinatale Erkrankungen). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Perinataler Code als Hauptdiagnose + korrekte DG. Ggf. F80.x als ergänzender Code.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei perinatalen Schäden mit Langzeitfolgen für Sprache/Sprechen/Schlucken. Im ambulanten Bereich zusätzlich einen heilmittelkatalogtauglichen Code erwägen (F80.x, R13.x).

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Typische Erstverordnung – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Diagnosegruppe SP1
Leitsymptomatik SP1a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • P52.2 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Frühe Fütter- und Schluckproblematik nicht logopädisch begleitet

Tipps für Ärzt*innen – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • P52.2: Im Säuglingsalter Fütter- und Schlucktherapie über SC, später Sprachförderung über SP1, Dysarthrie über SP6.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • Logopädie unterstützt früh beim Füttern und fördert später Sprache und Sprechen. Eine frühe Förderung ist wichtig.

Therapieverlauf – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Therapiebeginn: Früh, in der Säuglingszeit bei Fütterproblemen, dann entwicklungsbegleitend

Setting: Stationär (oft NICU), SPZ, Frühförderung, ambulant

Frequenz: Engmaschig im Säuglingsalter, dann 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Enge Verzahnung mit Neuropädiatrie, Physio- und Ergotherapie. Entwicklungsverlauf engmaschig beobachten.

Therapieinhalte – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • Fütter- und Schluckunterstützung im Säuglingsalter
  • Förderung der Sprachentwicklung
  • Bei Bedarf unterstützte Kommunikation
  • Dysarthrietherapie bei motorischer Beteiligung
  • Elternberatung

Diagnostik – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Erstdiagnostik – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Test Zweck Zeitpunkt
Sprach-, Sprech- und Schluckdiagnostik Entwicklungsstand und Funktionen erfassen Früh, bei Säuglingen im Rahmen der Nachsorge
Beobachtung der Ess- und Trinksituation Füttern und Schlucksicherheit beurteilen Bei Fütterproblemen

Verlaufsdiagnostik – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Test Zweck Zeitpunkt
Entwicklungsbegleitende Reevaluation Sprache und Funktion dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Husten, Verschlucken oder Atempausen beim Füttern Zeitnah ärztlich

Aspirationsgefahr, instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Ausbleibendes Gedeihen oder Entwicklungsstillstand Ärztlich abklären

Gedeihstörung bzw. Entwicklungsregression sichern.

Prognose – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Schwere Schädigungen, etwa eine höhergradige Hirnblutung oder Leukomalazie, haben ein höheres Risiko für bleibende Störungen. Frühe Förderung verbessert Kommunikation, Sprache und Schlucken. Der Verlauf hängt von Ausmaß und Begleitstörungen ab.

Einflussfaktoren – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

  • Ausmaß der Hirnschädigung
  • Begleitende Zerebralparese
  • Förderbeginn
  • Einbezug des Umfelds

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Differentialdiagnosen – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP1 – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Häufige Fragen – P52.2 Intraventrikuläre Blutung Grad III

Bekommt ein Kind nach Hirnblutung Grad III (Frühgeborene) Logopädie?

Ja, oft schon im Säuglingsalter bei Fütterproblemen und später zur Sprachförderung. Eine frühe Begleitung verbessert die Entwicklung.

Kann man Hirnblutung Grad III (Frühgeborene) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

P52.2 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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