Logopädische Beschreibung – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Q31.5 (Angeborene Laryngomalazie): Weicher, unreifer Kehlkopf, der beim Einatmen kollabiert (häufigste Ursache des angeborenen Stridors). Folgen sind häufig ein Stridor, Trink- und Fütterstörungen sowie bei Larynxbeteiligung eine veränderte Stimme. Logopädisch stehen Fütterstörung, Schlucksicherheit und Stimme im Vordergrund. Die Laryngomalazie bessert sich oft im ersten Lebensjahr von selbst, schwere Formen können eine Operation erfordern. Die Therapie erfolgt eng mit HNO und Pädiatrie.
Typische Störungsbilder – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Erschwertes Trinken durch Atemproblematik und Stridor.
Veränderte, heisere oder schwache Stimme.
Verschlucken bei gestörter Koordination.
Bei Laryngomalazie sind Atmung, Trinken und teils die Stimme betroffen. Logopädie unterstützt das Füttern, sicheres Schlucken und die Stimme.
Logopädische Relevanz – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
| Häufigkeit | selten |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Säuglinge und Kinder mit angeborener Atemwegsfehlbildung. |
| Bedeutung | Sprach-/Sprech-/Schluckentwicklung bei Fehlbildung/Syndrom |
Typische logopädische Symptome – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Sprachentwicklungsstörung (SP1)
- Orofaziale Störung (SF)
- Dysphagie (SC)
- Artikulationsstörung (SP3)
Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:
Verordnungshinweis – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Fehlbildungscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.
Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Fehlbildungen mit Sprach-/Sprech-/Schluckbeteiligung. Besonders bei Syndromen mit orofazialer Beteiligung häufig akzeptiert.
Als Nebendiagnose: Ja
Verordnung & Praxistipps – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Typische Erstverordnung – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
| Diagnosegruppe | SC |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SCb |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1-2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Bei Säuglingen ggf. sinnvoll |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Q31.5 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
- Stridor und Fütterproblematik nicht logopädisch begleitet
Tipps für Ärzt*innen – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Q31.5: Logopädie bei Fütterstörung und Schluckproblematik über SC, Stimme über ST1. Atemwege ärztlich überwachen.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Logopädie hilft beim Füttern und sicheren Schlucken. Die Atemwegsüberwachung läuft ärztlich.
Therapieverlauf – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Therapiebeginn: Früh bei Fütter- oder Schluckproblemen
Setting: Stationär und ambulant, mit HNO und Pädiatrie
Frequenz: Nach Bedarf, bei Säuglingen engmaschig
Besonderheiten: Atemwegssituation ärztlich überwachen, Therapie an die Belastbarkeit anpassen.
Therapieinhalte – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Unterstützung von Saug-Schluck-Atem-Koordination
- Schlucksicherung und Kostanpassung
- Stimmtherapie bei Larynxbeteiligung
- Elternberatung
Diagnostik – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Erstdiagnostik – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Sprach-, Sprech- und Schluckdiagnostik | Entwicklungsstand und Funktionen erfassen | Zu Therapiebeginn, bei Säuglingen früh |
| Beobachtung der Ess- und Trinksituation | Füttern und Schlucksicherheit beurteilen | Bei Fütterproblemen |
Verlaufsdiagnostik – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Reevaluation | Entwicklung und Funktion dokumentieren | In sinnvollen Abständen |
Red Flags – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.
Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.
Prognose – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Die Laryngomalazie bessert sich häufig im ersten Lebensjahr. Bei strukturellen Fehlbildungen richtet sich der Verlauf nach Korrektur und Schwere. Logopädie unterstützt Füttern, Schlucken und Stimme.
Einflussfaktoren – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
- Art und Schwere der Fehlbildung
- Spontanverlauf bzw. Korrektur
- Begleitfehlbildungen
- Therapiebeginn
Verwandte Codes – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Differentialdiagnosen – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Weitere Codes der Diagnosegruppe SP1 – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Häufige Fragen – Q31.5 Angeborene Laryngomalazie
Wächst sich eine Laryngomalazie aus?
Meist bessert sie sich im ersten Lebensjahr von selbst. Bei Trinkproblemen unterstützt Logopädie das Füttern und sichere Schlucken, schwere Formen werden operiert.
Kann man Laryngomalazie auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?
Q31.5 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.