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Bedingt verordnungsfähig

Q38.3 – Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Q38.3 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: Q38.3 Logopädie, Zungenfehlbildung (angeboren) Logopädie, Sonstige Fehlbildungen der Zunge Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Angeborene Fehlbildungen (ergänzend zum Katalog)

Schwerpunkt Zungenfunktion für Aussprache und Schlucken.

Logopädische Beschreibung – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Q38.3 (Sonstige Fehlbildungen der Zunge): Sonstige angeborene Fehlbildung der Zunge. Logopädisch relevant sind je nach Befund Artikulationsstörungen, Fütter- bzw. Schluckprobleme und bei Gaumenbeteiligung Resonanzstörungen. Die Therapie wird oft mit Kieferorthopädie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie oder HNO abgestimmt.

Typische Störungsbilder – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Artikulations- und Schluckstörung SP3 je nach Befund

Eingeschränkte Zungenfunktion mit Folgen für Aussprache und Schlucken.

Einfach erklärt:

Bei Zungenfehlbildung (angeboren) können Aussprache, Essen oder der Stimmklang betroffen sein. Logopädie hilft gezielt, oft zusammen mit der zahnärztlichen oder chirurgischen Behandlung.

Logopädische Relevanz – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Kinder mit angeborener Fehlbildung im Mundbereich.
Bedeutung Sprach-/Sprech-/Schluckentwicklung bei Fehlbildung/Syndrom

Typische logopädische Symptome – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Sprachentwicklungsstörung (SP1)
  • Orofaziale Störung (SF)
  • Dysphagie (SC)
  • Artikulationsstörung (SP3)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP1 bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SF Abgeleitet & verifiziert

HMK: SF bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SP3 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP3 bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

Verordnungshinweis – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Fehlbildungscode als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei Fehlbildungen mit Sprach-/Sprech-/Schluckbeteiligung. Besonders bei Syndromen mit orofazialer Beteiligung häufig akzeptiert.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Typische Erstverordnung – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Diagnosegruppe SP3
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Bei Säuglingen ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Q38.3 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Funktionsstörung nicht gezielt logopädisch behandelt

Tipps für Ärzt*innen – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Q38.3: Logopädie je nach Befund über SP3 bzw. SC oder SF, interdisziplinär abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Logopädie verbessert Aussprache, Essen oder Stimmklang, oft zusammen mit anderen Fachrichtungen.

Therapieverlauf – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Therapiebeginn: Bei Säuglingen früh bei Fütterproblemen, später bei Aussprache

Setting: Ambulant, interdisziplinär

Frequenz: Meist 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Abstimmung mit Kieferorthopädie, MKG-Chirurgie oder HNO.

Therapieinhalte – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Förderung von Mundmotorik und Aussprache
  • Fütter- und Schluckunterstützung bei Säuglingen
  • Resonanztherapie bei Gaumenbeteiligung
  • Beratung der Eltern

Diagnostik – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Erstdiagnostik – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Test Zweck Zeitpunkt
Sprach-, Sprech- und Schluckdiagnostik Entwicklungsstand und Funktionen erfassen Zu Therapiebeginn, bei Säuglingen früh
Beobachtung der Ess- und Trinksituation Füttern und Schlucksicherheit beurteilen Bei Fütterproblemen

Verlaufsdiagnostik – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Entwicklung und Funktion dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Husten, Verschlucken, feuchte Atmung oder Atempausen beim Füttern Zeitnah ärztlich

Aspirationsgefahr, instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Gewichtsabnahme oder ausbleibendes Gedeihen Sofort ärztlich

Gedeihstörung, pädiatrische Versorgung vorrangig.

Prognose – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Mit gezielter Therapie und ggf. operativer bzw. kieferorthopädischer Behandlung bessern sich Aussprache, Schlucken und Resonanz meist gut.

Einflussfaktoren – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

  • Art und Ausmaß der Fehlbildung
  • Operative bzw. KFO-Behandlung
  • Therapiebeginn
  • Mitarbeit

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Differentialdiagnosen – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP1 – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Häufige Fragen – Q38.3 Sonstige Fehlbildungen der Zunge

Hilft Logopädie bei einer Zungenfehlbildung?

Ja, wenn Aussprache oder Schlucken betroffen sind. Logopädie übt Zungenbeweglichkeit und Funktion, oft nach chirurgischer Behandlung.

Kann man Zungenfehlbildung (angeboren) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

Q38.3 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP3) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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