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Bedingt verordnungsfähig

Q79.6 – Ehlers-Danlos-Syndrom

Q79.6 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: Q79.6 Logopädie, Ehlers-Danlos-Syndrom Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Genetische Syndrome mit Sprach-/Schluck-/Stimmbeteiligung

Nach konkreter Symptomatik richten, nicht pauschal am Syndrom-Code.

Logopädische Beschreibung – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Q79.6 (Ehlers-Danlos-Syndrom): Bindegewebsschwäche mit Überbeweglichkeit, die selten Stimme, Schlucken oder Kiefergelenk betreffen kann. Logopädisch sind je nach Ausprägung Fütter- und Schluckstörungen, Artikulationsstörungen bei muskulärer bzw. Bindegewebsbeteiligung und seltener Stimmstörungen relevant. Die Therapie richtet sich nach der individuellen Symptomatik.

Typische Störungsbilder – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Fütter- und Schluckstörung SC je nach Ausprägung

Erschwertes Trinken und Essen, v.a. bei muskulärer Beteiligung.

Artikulationsstörung SP3 möglich

Undeutliche Aussprache bei muskulärer bzw. struktureller Beteiligung.

Einfach erklärt:

Bei Ehlers-Danlos-Syndrom können je nach Ausprägung Essen, Aussprache oder Stimme betroffen sein. Logopädie behandelt gezielt die vorhandene Symptomatik.

Logopädische Relevanz – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene mit Bindegewebs- bzw. neuromuskulärem Syndrom.
Bedeutung Hypermobilität → TMJ/Stimmprobleme

Typische logopädische Symptome – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Sprachentwicklungsstörung (SP1)
  • VPI/Rhinophonie (SF)
  • Dysphagie (SC)
  • Dysarthrie (SP6)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP1 bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SF Abgeleitet & verifiziert

HMK: SF bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei angeborener Erkrankung/Syndrom. Sprachentwicklungsstörung/Schluckstörung häufig.

SP6 Praxisempfehlung

Klinisch möglich bei Genetische Syndrome mit Sprach-/Schluck-/Stimmbeteiligung.

Verordnungshinweis – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Syndrom-Code als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode. Genetische Syndrome mit bekannter Sprach-/Schluckbeteiligung werden in der Regel akzeptiert. Bei sehr seltenen Syndromen Begleitbrief empfohlen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Typische Erstverordnung – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Diagnosegruppe SP1
Leitsymptomatik SP1a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Bei Säuglingen ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Q79.6 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Logopädie ohne konkrete Indikation am Syndrom-Code festgemacht

Tipps für Ärzt*innen – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Q79.6: Die konkrete Fütter-, Sprech- oder Stimmstörung über die passende Diagnosegruppe verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Logopädie hilft, wenn Essen, Aussprache oder Stimme betroffen sind, passend zur konkreten Beschwerde.

Therapieverlauf – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Therapiebeginn: Bei vorhandener Fütter-, Sprech- oder Stimmstörung

Setting: Ambulant

Frequenz: Nach Indikation, meist 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Therapie an die individuelle Symptomatik und Belastbarkeit anpassen.

Therapieinhalte – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Fütter- und Schluckunterstützung
  • Artikulations- und Mundmotoriktherapie
  • Stimmtherapie bei Bedarf

Diagnostik – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Erstdiagnostik – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Test Zweck Zeitpunkt
Sprach-, Sprech- und Schluckdiagnostik Entwicklungsstand und Funktionen erfassen Zu Therapiebeginn, bei Säuglingen früh
Beobachtung der Ess- und Trinksituation Füttern und Schlucksicherheit beurteilen Bei Fütterproblemen

Verlaufsdiagnostik – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Entwicklung und Funktion dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Husten, Verschlucken, feuchte Atmung oder Atempausen beim Füttern Zeitnah ärztlich

Aspirationsgefahr, instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Gewichtsabnahme oder ausbleibendes Gedeihen Sofort ärztlich

Gedeihstörung, pädiatrische Versorgung vorrangig.

Prognose – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Die Prognose hängt von Art und Ausprägung des Syndroms ab. Logopädie verbessert die jeweils betroffene Funktion.

Einflussfaktoren – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

  • Art und Schwere des Syndroms
  • Betroffene Funktionen
  • Therapiebeginn

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Differentialdiagnosen – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP1 – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Häufige Fragen – Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom

Ist das Ehlers-Danlos-Syndrom logopädisch relevant?

Meist nur eingeschränkt. Bei Stimm-, Schluck- oder Kiefergelenkbeschwerden kann Logopädie gezielt unterstützen.

Kann man Ehlers-Danlos-Syndrom auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

Q79.6 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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