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Bedingt verordnungsfähig

S06.1 – Traumatisches Hirnödem

Fuer Folgen einer S06.1-Verletzung (ab 1 Jahr nach Akutereignis) ist der gelistete BVB-Code T90.5, nicht der akute S06-Code. S06.1 selbst ist nicht als LHB/BVB gelistet.

Auch gesucht unter: S06.1 Logopädie, traumatisches Hirnödem Logopädie, Schädel-Hirn-Trauma Kognition Sprache, Traumatisches Hirnödem Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Schädel-Hirn-Trauma und Verletzungen

Kognitiv-kommunikative Störung steht oft im Vordergrund. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – S06.1 Traumatisches Hirnödem

S06.1 (Traumatisches Hirnödem): Hirnschwellung nach Schädel-Hirn-Trauma. Logopädisch steht die kognitive Kommunikationsstörung mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Pragmatik im Vordergrund, dazu kommen je nach Lokalisation Aphasie, Dysarthrie und Dysphagie. Die Therapie begleitet die Akut- und Rehaphase.

Typische Störungsbilder – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 sehr häufig

Störungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Pragmatik und Gesprächsführung.

Aphasie SP5 bei fokaler kortikaler Beteiligung

Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben betroffen.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Nach traumatisches Hirnödem können Denken, Sprache, Sprechen und Schlucken betroffen sein. Logopädie behandelt diese Folgen, am besten früh.

Logopädische Relevanz – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Häufigkeit häufig
Patient*innengruppe Betroffene nach Schädel-Hirn-Trauma, Akut- und Rehaphase.
Bedeutung Aphasie/Dysarthrie/Dysphagie nach Trauma

Typische logopädische Symptome – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SC Praxisempfehlung

Fuer Folgen einer S06.1-Verletzung (ab 1 Jahr nach Akutereignis) ist der gelistete BVB-Code T90.5, nicht der akute S06-Code. S06.1 selbst ist nicht als LHB/BVB gelistet.

ST1 Praxisempfehlung

Fuer Folgen einer S06.1-Verletzung (ab 1 Jahr nach Akutereignis) ist der gelistete BVB-Code T90.5, nicht der akute S06-Code. S06.1 selbst ist nicht als LHB/BVB gelistet.

SP5 Praxisempfehlung

Fuer Folgen einer S06.1-Verletzung (ab 1 Jahr nach Akutereignis) ist der gelistete BVB-Code T90.5, nicht der akute S06-Code. S06.1 selbst ist nicht als LHB/BVB gelistet.

SP6 Praxisempfehlung

Fuer Folgen einer S06.1-Verletzung (ab 1 Jahr nach Akutereignis) ist der gelistete BVB-Code T90.5, nicht der akute S06-Code. S06.1 selbst ist nicht als LHB/BVB gelistet.

Verordnungshinweis – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Trauma-Code als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei traumatisch bedingten Sprach-/Sprech-/Schluckstörungen. S-Codes werden von Kassen bei neurologischen DG in der Regel akzeptiert.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Typische Erstverordnung – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • S06.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitive Kommunikationsstörung nicht erfasst, nur auf Sprache geachtet

Tipps für Ärzt*innen – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • S06.1: Logopädie über SP5 bzw. SC, kognitiv-kommunikative Beschwerden ernst nehmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen sowie bei Sprach- und Schluckstörungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma.

Therapieverlauf – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Rehaphase, sobald belastbar

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 2-3x pro Woche

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurologie und Neuropsychologie. Verhaltens- und Fatigue-Aspekte berücksichtigen.

Therapieinhalte – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • Kognitiv-kommunikative Therapie
  • Aphasietherapie bei Sprachstörung
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz

Diagnostik – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Erstdiagnostik – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Die Erholung ist in den ersten Monaten am größten. Logopädie verbessert Kommunikation, Sprache, Sprechen und Schlucken.

Einflussfaktoren – S06.1 Traumatisches Hirnödem

  • Schweregrad
  • Lokalisation
  • Therapiebeginn
  • Begleitverletzungen
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Differentialdiagnosen – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Häufige Fragen – S06.1 Traumatisches Hirnödem

Hilft Logopädie nach traumatisches Hirnödem?

Ja. Bei kognitiv-kommunikativen Störungen, Aphasie, Sprech- oder Schluckstörungen ist Logopädie ein Kernbaustein der Reha.

Kann man traumatisches Hirnödem auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

S06.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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