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Bedingt verordnungsfähig

S06.4 – Epidurale Blutung

S06.4 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: S06.4 Logopädie, epidurale Blutung Logopädie, Schädel-Hirn-Trauma Kognition Sprache, Epidurale Blutung Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Schädel-Hirn-Trauma und Verletzungen

Kognitiv-kommunikative Störung steht oft im Vordergrund. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – S06.4 Epidurale Blutung

S06.4 (Epidurale Blutung): Blutung zwischen Schädel und harter Hirnhaut nach Trauma. Logopädisch steht die kognitive Kommunikationsstörung mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Pragmatik im Vordergrund, dazu kommen je nach Lokalisation Aphasie, Dysarthrie und Dysphagie. Die Therapie begleitet die Akut- und Rehaphase.

Typische Störungsbilder – S06.4 Epidurale Blutung

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 sehr häufig

Störungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Pragmatik und Gesprächsführung.

Aphasie SP5 bei fokaler kortikaler Beteiligung

Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben betroffen.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Nach epidurale Blutung können Denken, Sprache, Sprechen und Schlucken betroffen sein. Logopädie behandelt diese Folgen, am besten früh.

Logopädische Relevanz – S06.4 Epidurale Blutung

Häufigkeit häufig
Patient*innengruppe Betroffene nach Schädel-Hirn-Trauma, Akut- und Rehaphase.
Bedeutung Aphasie/Dysarthrie/Dysphagie nach Trauma

Typische logopädische Symptome – S06.4 Epidurale Blutung

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – S06.4 Epidurale Blutung

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP5 bei Verletzung/Trauma.

SP6 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP6 bei Verletzung/Trauma.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei Verletzung/Trauma.

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: ST1 bei Verletzung/Trauma.

Verordnungshinweis – S06.4 Epidurale Blutung

Trauma-Code als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei traumatisch bedingten Sprach-/Sprech-/Schluckstörungen. S-Codes werden von Kassen bei neurologischen DG in der Regel akzeptiert.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – S06.4 Epidurale Blutung

Typische Erstverordnung – S06.4 Epidurale Blutung

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – S06.4 Epidurale Blutung

  • S06.4 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitive Kommunikationsstörung nicht erfasst, nur auf Sprache geachtet

Tipps für Ärzt*innen – S06.4 Epidurale Blutung

  • S06.4: Logopädie über SP5 bzw. SC, kognitiv-kommunikative Beschwerden ernst nehmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – S06.4 Epidurale Blutung

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen sowie bei Sprach- und Schluckstörungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma.

Therapieverlauf – S06.4 Epidurale Blutung

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Rehaphase, sobald belastbar

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 2-3x pro Woche

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurologie und Neuropsychologie. Verhaltens- und Fatigue-Aspekte berücksichtigen.

Therapieinhalte – S06.4 Epidurale Blutung

  • Kognitiv-kommunikative Therapie
  • Aphasietherapie bei Sprachstörung
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz

Diagnostik – S06.4 Epidurale Blutung

Erstdiagnostik – S06.4 Epidurale Blutung

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – S06.4 Epidurale Blutung

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – S06.4 Epidurale Blutung

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – S06.4 Epidurale Blutung

Die Erholung ist in den ersten Monaten am größten. Logopädie verbessert Kommunikation, Sprache, Sprechen und Schlucken.

Einflussfaktoren – S06.4 Epidurale Blutung

  • Schweregrad
  • Lokalisation
  • Therapiebeginn
  • Begleitverletzungen
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – S06.4 Epidurale Blutung

Differentialdiagnosen – S06.4 Epidurale Blutung

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – S06.4 Epidurale Blutung

Häufige Fragen – S06.4 Epidurale Blutung

Hilft Logopädie nach epidurale Blutung?

Ja. Bei kognitiv-kommunikativen Störungen, Aphasie, Sprech- oder Schluckstörungen ist Logopädie ein Kernbaustein der Reha.

Kann man epidurale Blutung auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

S06.4 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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