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Bedingt verordnungsfähig

S06.6 – Traumatische Subarachnoidalblutung

S06.6 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: S06.6 Logopädie, traumatische Subarachnoidalblutung Logopädie, Schädel-Hirn-Trauma Kognition Sprache, Traumatische Subarachnoidalblutung Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Schädel-Hirn-Trauma und Verletzungen

Kognitiv-kommunikative Störung steht oft im Vordergrund. Schlucksicherheit beachten.

Logopädische Beschreibung – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

S06.6 (Traumatische Subarachnoidalblutung): Blutung in den Subarachnoidalraum nach Trauma. Logopädisch steht die kognitive Kommunikationsstörung mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Pragmatik im Vordergrund, dazu kommen je nach Lokalisation Aphasie, Dysarthrie und Dysphagie. Die Therapie begleitet die Akut- und Rehaphase.

Typische Störungsbilder – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 sehr häufig

Störungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Pragmatik und Gesprächsführung.

Aphasie SP5 bei fokaler kortikaler Beteiligung

Wortfindung, Verständnis, Lesen und Schreiben betroffen.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen.

Dysphagie SC häufig

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Nach traumatische Subarachnoidalblutung können Denken, Sprache, Sprechen und Schlucken betroffen sein. Logopädie behandelt diese Folgen, am besten früh.

Logopädische Relevanz – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Häufigkeit häufig
Patient*innengruppe Betroffene nach Schädel-Hirn-Trauma, Akut- und Rehaphase.
Bedeutung Aphasie/Dysarthrie/Dysphagie nach Trauma

Typische logopädische Symptome – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)
  • Stimmstörung (ST1)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP5 bei Verletzung/Trauma.

SP6 Abgeleitet & verifiziert

HMK: SP6 bei Verletzung/Trauma.

SC Abgeleitet & verifiziert

HMK: SC bei Verletzung/Trauma.

ST1 Abgeleitet & verifiziert

HMK: ST1 bei Verletzung/Trauma.

Verordnungshinweis – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Trauma-Code als Hauptdiagnose + korrekte DG.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei traumatisch bedingten Sprach-/Sprech-/Schluckstörungen. S-Codes werden von Kassen bei neurologischen DG in der Regel akzeptiert.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Typische Erstverordnung – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • S06.6 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben
  • Kognitive Kommunikationsstörung nicht erfasst, nur auf Sprache geachtet

Tipps für Ärzt*innen – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • S06.6: Logopädie über SP5 bzw. SC, kognitiv-kommunikative Beschwerden ernst nehmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • Logopädie hilft bei Konzentrations-, Wortfindungs- und Gesprächsproblemen sowie bei Sprach- und Schluckstörungen nach einem Schädel-Hirn-Trauma.

Therapieverlauf – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Rehaphase, sobald belastbar

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: In Akut/Reha hochfrequent, ambulant 2-3x pro Woche

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit Neurologie und Neuropsychologie. Verhaltens- und Fatigue-Aspekte berücksichtigen.

Therapieinhalte – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • Kognitiv-kommunikative Therapie
  • Aphasietherapie bei Sprachstörung
  • Dysarthrietherapie
  • Dysphagiemanagement mit Aspirationsschutz

Diagnostik – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Erstdiagnostik – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Test Zweck Zeitpunkt
Kognitiv-kommunikative, Aphasie- und Dysarthriediagnostik Art und Schwere erfassen Sobald kooperationsfähig
Klinische Schluckuntersuchung, ggf. FEES Aspirationsrisiko bestimmen Früh

Verlaufsdiagnostik – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation Erholung dokumentieren Engmaschig

Red Flags – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Die Erholung ist in den ersten Monaten am größten. Logopädie verbessert Kommunikation, Sprache, Sprechen und Schlucken.

Einflussfaktoren – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

  • Schweregrad
  • Lokalisation
  • Therapiebeginn
  • Begleitverletzungen
  • Alter

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Differentialdiagnosen – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Häufige Fragen – S06.6 Traumatische Subarachnoidalblutung

Hilft Logopädie nach traumatische Subarachnoidalblutung?

Ja. Bei kognitiv-kommunikativen Störungen, Aphasie, Sprech- oder Schluckstörungen ist Logopädie ein Kernbaustein der Reha.

Kann man traumatische Subarachnoidalblutung auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

S06.6 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SP5) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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