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Bedingt verordnungsfähig

U07.1 – COVID-19, Virus nachgewiesen

U07.1 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: U07.1 Logopädie, COVID-19 Logopädie, COVID-19 Schlucktherapie, COVID-19, Virus nachgewiesen Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Infektionskrankheiten mit ZNS-/Kopf-Hals-Beteiligung

Akutphase: Schlucksicherheit vor allem anderen. Belastungsgrenzen wegen Fatigue beachten.

Logopädische Beschreibung – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

U07.1 (COVID-19, Virus nachgewiesen): COVID-19 mit möglicher neurologischer und respiratorischer Beteiligung, Dysphagie nach Intubation, Dysphonie und kognitive Störungen. Logopädisch relevant sind Schluck-, Sprech-, Stimm- und Sprachfunktionen je nach Beteiligung.

Typische Störungsbilder – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Dysphagie SC v.a. nach Intensiv- und Beatmungsbehandlung

Schluckstörung nach Intubation oder neurologischer Beteiligung.

Dysphonie ST1 häufig nach Intubation

Heisere, schwache Stimme nach Beatmung.

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 möglich

Konzentrations- und Wortfindungsprobleme, oft mit Fatigue.

Einfach erklärt:

Eine COVID-19-Erkrankung kann nach schwerem Verlauf Schlucken, Stimme und Konzentration beeinträchtigen. Die Logopädie behandelt die betroffenen Funktionen.

Logopädische Relevanz – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Häufigkeit zunehmend
Patient*innengruppe Betroffene mit Folgen nach schwerem Verlauf bzw. Intensivbehandlung.
Bedeutung Post-COVID Stimme/Schlucken

Typische logopädische Symptome – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • Aphasie (SP5)
  • Dysarthrie (SP6)
  • Dysphagie (SC)

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

SP5 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP5 für U07.1 (Infektionskrankheiten mit ZNS-/Kopf-Hals-Beteiligung). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SP6 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SP6 für U07.1 (Infektionskrankheiten mit ZNS-/Kopf-Hals-Beteiligung). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für U07.1 (Infektionskrankheiten mit ZNS-/Kopf-Hals-Beteiligung). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für U07.1 (Infektionskrankheiten mit ZNS-/Kopf-Hals-Beteiligung). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Infektionscode als Hauptdiagnose + korrekte DG. Bei seltenen Erregern Begleitbrief.

Als Hauptcode nutzbar: Als ätiologischer Hauptcode bei infektionsbedingten ZNS-Schäden oder Kopf-Hals-Beteiligung. Bei seltenen Infektionen ggf. Begleitbrief empfohlen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Typische Erstverordnung – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei eingeschränkter Mobilität
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • U07.1 als Hauptdiagnose ohne passende Diagnosegruppe angegeben

Tipps für Ärzt*innen – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • U07.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog. Als ätiologischer Hauptcode mit passender Diagnosegruppe verordnungsfähig. Vorrangiges Symptom behandeln.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • Logopädie hilft bei Sprech-, Sprach-, Stimm- oder Schluckproblemen infolge der Erkrankung. Wichtig ist, dass der Arzt die passende Diagnosegruppe verordnet.

Therapieverlauf – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Therapiebeginn: In der Akut- bzw. Nachsorgephase

Setting: Stationär, Reha, ambulant

Frequenz: Nach Belastbarkeit, ambulant 1-2x pro Woche

Besonderheiten: Belastungsgrenzen wegen Fatigue beachten, Therapieintensität anpassen.

Therapieinhalte – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • Dysphagiemanagement, v.a. nach Intubation
  • Stimmtherapie
  • Kognitiv-kommunikative Therapie, an Fatigue angepasst

Diagnostik – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Erstdiagnostik – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Test Zweck Zeitpunkt
Schluck- und Stimmdiagnostik Folgen von Intubation und Erkrankung erfassen Nach der Akutphase

Verlaufsdiagnostik – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation, an Belastbarkeit angepasst Fortschritt dokumentieren Im Verlauf

Red Flags – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Husten, feuchte Stimme oder Fieber beim Essen und Trinken Sofort

Aspirationszeichen, Nahrungskarenz und instrumentelle Schluckdiagnostik veranlassen.

Akute Verschlechterung von Bewusstsein, Sprache oder Schlucken Notfall

Sofortige ärztliche Abklärung.

Prognose – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Schluck-, Stimm- und kognitive Beschwerden bessern sich häufig über Wochen bis Monate. Bei Post-COVID kann der Verlauf länger und schwankend sein.

Einflussfaktoren – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

  • Schwere des Akutverlaufs
  • Dauer der Beatmung
  • Fatigue
  • Begleiterkrankungen

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Differentialdiagnosen – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Häufige Fragen – U07.1 COVID-19, Virus nachgewiesen

Welche logopädischen Folgen kann COVID-19 haben?

Nach Beatmung sind Schluck- und Stimmprobleme häufig, dazu Konzentrations- und Wortfindungsschwierigkeiten. Logopädie behandelt diese gezielt.

Kann man COVID-19 auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

U07.1 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft SC für die Schluckstörung) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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