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Bedingt verordnungsfähig

Z96.3 – Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Z96.3 nicht als Beispieldiagnose im HMK, aber als ätiologischer Hauptcode auf dem Rezept akzeptiert wenn DG und Leitsymptomatik korrekt zugeordnet.

Auch gesucht unter: Z96.3 Logopädie, künstlicher Kehlkopf (Stimmprothese) Logopädie, Stimmprothese Logopädie, Ersatzstimme Pflege, nach Laryngektomie, Vorhandensein eines künstlichen Larynx Logopädie

Dieser Code ist nicht im Heilmittelkatalog gelistet.

Verordnungen mit diesem Code können von Krankenkassen abgelehnt werden, da er nicht in der Diagnoseliste der Heilmittel-Richtlinie enthalten ist. In der Praxis wird er dennoch häufig auf Rezepten verwendet – eine korrekte Verordnung ist aber über einen gelisteten Hauptcode möglich.

Z-Codes (Zustands- und Versorgungscodes)

Ersatzstimmtraining und Prothesenmanagement, mit HNO abstimmen.

Logopädische Beschreibung – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Z96.3 (Vorhandensein eines künstlichen Larynx): Zustand nach Kehlkopfentfernung mit Stimmersatz, etwa einer Stimmprothese. Logopädisch stehen das Training und der sichere Einsatz der Ersatzstimme, das Stoma- und Prothesenmanagement und der Erhalt einer verständlichen Kommunikation im Vordergrund. Die Betreuung erfolgt eng mit HNO.

Typische Störungsbilder – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Ersatzstimmbildung und -training ST1 zentral

Sicherer Einsatz von Stimmprothese, Ösophagusersatzstimme oder elektronischer Sprechhilfe.

Verständlichkeit ST1 häufig

Optimierung von Lautstärke, Sprechtempo und Artikulation der Ersatzstimme.

Einfach erklärt:

Nach einer Kehlkopfentfernung mit Stimmersatz hilft Logopädie, die Ersatzstimme sicher einzusetzen und verständlich zu kommunizieren.

Logopädische Relevanz – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Betroffene nach Kehlkopfentfernung mit Stimmersatz.
Bedeutung Versorgungszustand bei Logo-Patienten

Typische logopädische Symptome – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Trachealkanülen-Management
  • Versorgungszustand

Empfohlene Diagnosegruppen zur Verordnung – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Verwenden Sie für die Verordnung eine der folgenden Diagnosegruppen mit einem passenden ICD-10-Code:

ST1 Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von ST1 für Z96.3 (Z-Codes (Zustands- und Versorgungscodes)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

SC Praxisempfehlung

Klinische Zuordnung von SC für Z96.3 (Z-Codes (Zustands- und Versorgungscodes)). Keine offizielle G-BA/KBV-Quelle, beruht auf dem typischen Störungsbild der Erkrankung.

Verordnungshinweis – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Ätiologischen Hauptcode verwenden. Z-Code als Nebendiagnose.

Als Hauptcode nutzbar: Z-Codes beschreiben Zustände, nicht aktive Diagnosen. Als Nebendiagnose verwenden, ätiologischen Hauptcode ergänzen.

Als Nebendiagnose: Ja

Verordnung & Praxistipps – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Typische Erstverordnung – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Diagnosegruppe ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Z96.3 als Statuscode ohne konkrete Stimmindikation verwendet
  • Ersatzstimmtraining nicht oder zu spät begonnen

Tipps für Ärzt*innen – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Z96.3: Logopädie über ST1, Ersatzstimme trainieren und Prothesenmanagement begleiten, mit HNO abstimmen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Logopädie hilft, mit der Ersatzstimme sicher und verständlich zu sprechen.

Therapieverlauf – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Therapiebeginn: Nach Versorgung mit dem Stimmersatz

Setting: Reha, ambulant, an Tumorzentren

Frequenz: In Reha höherfrequent, ambulant nach Bedarf

Besonderheiten: Enge Abstimmung mit HNO, Stimmrehabilitation ist eine logopädische Spezialaufgabe.

Therapieinhalte – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Training der Ersatzstimme (Stimmprothese, Ösophagusersatzstimme, elektronische Sprechhilfe)
  • Optimierung von Verständlichkeit und Belastbarkeit
  • Stoma- und Prothesenmanagement in Abstimmung mit HNO
  • Einbindung von Selbsthilfegruppen

Diagnostik – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Erstdiagnostik – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik, in Abstimmung mit HNO bzw. Phoniatrie Stimmfunktion erfassen Zu Therapiebeginn
Schluckbefund bei Bedarf Begleitsymptome erfassen Bei Bedarf

Verlaufsdiagnostik – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Test Zweck Zeitpunkt
Reevaluation der Stimme Fortschritt dokumentieren In sinnvollen Abständen

Red Flags – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Zunehmende Atemnot oder Stridor Notfall

Atemwegsverlegung möglich, sofort ärztlich.

Verschlucken mit feuchter Stimme Zeitnah

Aspirationszeichen, Schluckdiagnostik veranlassen.

Prognose – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Mit logopädischem Training gelingt meist eine verständliche Ersatzstimme. Verständlichkeit und Belastbarkeit verbessern sich mit gezielter Therapie.

Einflussfaktoren – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

  • Art des Stimmersatzes
  • Therapiebeginn
  • Übungsintensität
  • Allgemeinzustand

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Differentialdiagnosen – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Weitere Codes der Diagnosegruppe ST1 – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Häufige Fragen – Z96.3 Vorhandensein eines künstlichen Larynx

Wie funktioniert das Sprechen mit einem künstlichen Kehlkopf?

Über eine Stimmprothese, die Speiseröhre oder eine elektronische Sprechhilfe. Logopädie trainiert die Ersatzstimme, damit sie verständlich und belastbar wird.

Kann man künstlicher Kehlkopf (Stimmprothese) auf einer Logopädie-Verordnung als Diagnose nutzen?

Z96.3 ist keine Beispieldiagnose im Heilmittelkatalog, kann aber als ätiologischer Hauptcode mit der passenden Diagnosegruppe (oft ST1) verordnet werden. Die Anerkennung kann kostenträgerabhängig sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Ohne Gewähr. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA. Diese Zusammenstellung dient der Praxisorientierung und ersetzt keine individuelle Prüfung.

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