Logopädie Praxis Kosmos
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Bedingt verordnungsfähig

Nicht offiziell im Heilmittelkatalog gelistet. Verordnung möglich über Diagnosegruppe SP5 – Begründung erforderlich.

HMK: F01.1 nicht explizit als Beispieldiagnose, aber Aphasie/Dysphagie bei Demenz fallen unter SP5/SC. Nicht auf LHB/BVB-Liste. Hinweis: Nur Beispieldiagnose im HMK-Text, nicht in der offiziellen Diagnoseliste.

F01.1 – Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Auch gesucht unter: Vaskuläre Demenz Logopädie, F01.1 Logopädie, Multi-Infarkt-Demenz Sprache

Stufenweise Verschlechterung. Nach neuem Infarkt rehabilitative Logopädie.

Logopädische Beschreibung – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Vaskuläre Demenz durch multiple kleine Hirninfarkte. Logopädisch: Aphasische Symptome (Wortfindung, Sprachverständnis), Dysarthrie, Dysphagie und kognitive Kommunikationsstörung. Anders als Alzheimer: stufenweise Verschlechterung (nach jedem neuen Infarkt), nicht schleichend. Sprache kann bei manchen Patienten das Leitsymptom sein.

Typische Störungsbilder – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Aphasie/kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Wortfindung, Verständnis. Stufenweise Verschlechterung.

Dysarthrie SP6 häufig

Durch Basalganglien-/Hirnstamminfarkte.

Dysphagie SC häufig

Nach einzelnen Infarkten zunehmend.

Einfach erklärt:

Bei vaskulärer Demenz verursachen kleine Schlaganfälle im Gehirn eine stufenweise Verschlechterung. Sprache und Schlucken können betroffen sein. Logopädie hilft, die Kommunikation aufrechtzuerhalten.

Logopädische Relevanz – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Häufigkeit mittel
Patient*innengruppe Ältere Erwachsene.
Bedeutung Zweithäufigste Demenzform.

Zugeordnete Diagnosegruppen – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Quelle: HMK SP5: Aphasien/Dysphasien nach Abschluss Sprachentwicklung. Vaskuläre Demenz verursacht häufig aphasische Symptome. dbl-Zuordnung bestätigt SP5 bei Demenz.

Leitsymptomatik:

SP5b

Wann verordnen:

Bei Sprachstörung.

Begründung:

Aphasie/kognitive Kommunikation.

Quelle: HMK SC: Dysphagie. Bei fortgeschrittener Demenz häufig Schluckstörungen.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: Dysarthrie bei vaskulärer Demenz klinisch möglich. Bei Bedarf besser R47.1 als Zusatzcode.

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei Dysarthrie.

Begründung:

Dysarthrie.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Typische Erstverordnung – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.

Häufige Verordnungsfehler – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

  • 'Patient hat Demenz' – bei vaskulärer Demenz ist Logopädie nach neuen Infarkten rehabilitativ wirksam

Tipps für Ärzt*innen – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

  • Bei vaskulärer Demenz ist Logopädie wirksamer als oft angenommen. SP5 verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

  • Anders als bei Alzheimer gibt es bei vaskulärer Demenz stufenweise Verschlechterungen. Logopädie kann nach jeder Stufe helfen.

Extrabudgetärer Status – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

SP5 langfristiger_heilmittelbedarf

Langfristiger Heilmittelbedarf möglich.

Therapieverlauf – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Therapiebeginn: Bei Sprachauffälligkeiten

Setting: Ambulant/Pflegeheim

Therapieinhalte – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

  • Sprachaktivierung
  • Kommunikationsberatung Angehörige/Pflege
  • Dysphagie-Management
  • Nach neuem Infarkt: rehabilitative Logopädie

Diagnostik – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Erstdiagnostik – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Test Zweck Zeitpunkt
Sprachdiagnostik + Schluckscreening Befund Erstbefund

Verlaufsdiagnostik – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Test Zweck Zeitpunkt
Kontrolle Stufenweise Verschlechterung dokumentieren Regelmäßig

Red Flags – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Plötzliche Verschlechterung Sofort Notarzt

Neuer Infarkt?

Prognose – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Stufenweiser Verlauf. Nach jedem Infarkt ist teilweise Erholung möglich.

Einflussfaktoren – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

  • Neue Infarkte
  • Risikofaktorenkontrolle

Verwandte Codes – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Gleiche Diagnosegruppe – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Andere Demenzform

Häufige Fragen – F01.1 Vaskuläre Demenz mit vorwiegend kortikalem Beginn (Multi-Infarkt-Demenz)

Was ist der Unterschied zur Alzheimer-Demenz?

Vaskuläre Demenz verschlechtert sich stufenweise (nach kleinen Schlaganfällen), Alzheimer schleichend. Sprache kann bei vaskulärer Demenz stärker betroffen sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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