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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP6. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G11.1 als LHB mit SC. SP6 regulär verordnungsfähig über HMK.

G11.1 – Früh beginnende zerebellare Ataxie

ICD-11-Äquivalent: 8A03.Z – Ataktische Störungen, nicht näher bezeichnet annäherung

ICD-11 bietet hier nur eine unspezifische Restkategorie; nächstliegende Entsprechung, genauere Abbildung ggf. über Postkoordination.

Auch gesucht unter: G11.1 Logopädie, Ataxie Logopädie, Ataktische Dysarthrie, Skandierende Sprache

Friedreich-Ataxie: Beginn in Kindheit/Jugend. Progressiv. Dysarthrie und Dysphagie nehmen zu.

Logopädische Beschreibung – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

G11.1 (Früh beginnende zerebelläre Ataxie): Hereditäre Ataxie mit zerebellärer Beteiligung. Logopädisch: Ataktische Dysarthrie (skandierende Sprache, explosiv, abgehackt, unregelmäßige Betonung), variable Lautstärke, Stimmtremor. Dysphagie kann im Verlauf auftreten (Koordinationsstörung der Schluckmuskulatur). Friedreich-Ataxie: Beginn in Kindheit/Jugend. Progressiv. Dysarthrie und Dysphagie nehmen zu.

Typische Störungsbilder – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Ataktische Dysarthrie SP6 häufig im Verlauf

Skandierende Sprache, Stimmtremor, variable Lautstärke.

Dysphagie SC im Verlauf möglich

Koordinationsstörung beim Schlucken.

Einfach erklärt:

Bei einer erblichen Ataxie ist die Koordination gestört, auch beim Sprechen. Die Sprache klingt abgehackt und unregelmäßig. Logopädie trainiert die Sprechkoordination und hilft bei Schluckproblemen.

Logopädische Relevanz – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Kinder oder Erwachsene je nach Ataxie-Typ.
Bedeutung Seltene Erkrankungen, aber langfristiger Bedarf.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

SP6 – Störungen der Sprechmotorik Primär Abgeleitet & verifiziert

Quelle: dbl-Zuordnung: G11.x -> auch SP6 (Dysarthrie bei Ataxie). Klinisch sehr häufig. Im HMK SP6 passt Ataxie-bedingte Dysarthrie. Aber NICHT auf KBV LHB/BVB-Liste für G11 mit SP6.

Leitsymptomatik:

SP6a oder SP6b

Wann verordnen:

Bei Sprechauffälligkeiten.

Begründung:

Ataktische Dysarthrie.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G11.x nur mit SC als LHB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: Bei Kindern mit angeborener Ataxie ggf. Sprachentwicklungsverzögerung. Nicht offiziell gelistet.

Leitsymptomatik:

SP1b

Wann verordnen:

Bei kindlichen Formen mit Sprachentwicklungsverzögerung.

Begründung:

Bei Kindern: Sprachentwicklung bei Ataxie.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

SP6 Primär Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SC Offiziell (HMK)
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP1 Praxisempfehlung
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Typische Erstverordnung – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

  • Langfristiger Heilmittelbedarf. SP6, ggf. SC.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

  • Logopädie hilft, die Sprechverständlichkeit zu erhalten und Schluckprobleme zu managen.

Extrabudgetärer Status – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SC LHB
SP6 Reguläres Budget
SP1 Reguläres Budget
Nach Ablauf:

Langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Therapiebeginn: Bei Sprechauffälligkeiten

Setting: Ambulant

Frequenz: 1-2x/Woche

Besonderheiten: Progressiv bei vielen Ataxie-Formen. Erhalt steht vor Verbesserung. Friedreich-Ataxie: Beginn in Kindheit/Jugend. Progressiv. Dysarthrie und Dysphagie nehmen zu.

Therapieinhalte – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

  • Sprechkoordination und -kontrolle
  • Atemkoordination
  • Prosodie und Betonung regulieren
  • Dysphagie-Management bei Bedarf

Diagnostik – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Erstdiagnostik – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Test Zweck Zeitpunkt
Frenchay Dysarthrie-Untersuchung Dysarthrie-Profil Erstbefund

Verlaufsdiagnostik – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Test Zweck Zeitpunkt
Re-Evaluation Progression Alle 6 Monate

Red Flags – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Zunehmende Schluckprobleme FEES

Dysphagie kann bei Ataxie schleichend zunehmen.

Prognose – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Abhängig vom Ataxie-Typ. Nicht-progressive Formen (G11.0) haben stabile Prognose. Progressive Formen verschlechtern sich im Verlauf. Friedreich-Ataxie: Beginn in Kindheit/Jugend. Progressiv. Dysarthrie und Dysphagie nehmen zu.

Einflussfaktoren – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

  • Ataxie-Typ
  • Progressionsrate

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Häufige Fragen – G11.1 Früh beginnende zerebellare Ataxie

Was ist ataktische Dysarthrie?

Die Sprechkoordination ist gestört: unregelmäßige Betonung, abgehacktes Sprechen, variable Lautstärke. Logopädie trainiert die Kontrolle über das Sprechen.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.