Logopädie Praxis Kosmos
← Zur Suche
Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SC. Verordnung eindeutig.

KBV Diagnoseliste 2026 S.6: G12.0 als LHB mit SC/SP6.

G12.0 – Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Auch gesucht unter: SMA Logopädie, Werdnig-Hoffmann Logopädie, G12.0 Logopädie, SMA UK, SMA Schlucken

Kognition normal – UK frühzeitig und anspruchsvoll. Augensteuerung bei schwerer Motorik.

Logopädische Beschreibung – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

SMA Typ I ist die schwerste Form der spinalen Muskelatrophie. Ohne Therapie (Nusinersen/Onasemnogene) versterben die meisten Kinder vor dem 2. Lebensjahr. Logopädisch: schwere Dysphagie (Trinkschwäche, Aspirationsgefahr), fehlende/minimale Stimme durch Atemschwäche, keine Lautsprachentwicklung. UK-Versorgung bei Überlebenden (zunehmend durch neue Therapien). Kognition ist typischerweise normal – die Kinder verstehen mehr als sie ausdrücken können.

Typische Störungsbilder – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Schwere Dysphagie SC nahezu alle

Trinkschwäche, Aspiration. Oft Sondenernährung.

Fehlende Lautsprache SP1 nahezu alle

Keine Stimmgebung durch Atemschwäche. UK nötig.

Einfach erklärt:

SMA Typ I ist eine schwere Muskelkrankheit. Ihr Kind hat wenig Kraft zum Schlucken, Atmen und Sprechen. Neue Medikamente verbessern die Prognose deutlich. Logopädie hilft beim Trinken/Essen und baut alternative Kommunikation auf – denn Ihr Kind versteht alles, kann es nur nicht sagen.

Logopädische Relevanz – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Säuglinge und Kleinkinder.
Bedeutung Durch neue Therapien (Nusinersen) überleben mehr Kinder → UK-Bedarf steigt.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.6: G12.x mit SC/SP6 als LHB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Ab Geburt bei Trinkschwäche.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.6

Begründung:

KBV Diagnoseliste 2026 S.6

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Typische Erstverordnung – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.

Häufige Verordnungsfehler – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

  • UK nicht verordnet, obwohl Kind kognitiv fit ist

Tipps für Ärzt*innen – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

  • UK frühzeitig! Kognition bei SMA I ist normal – das Kind braucht eine Stimme. SC + SP1 verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

  • Ihr Kind versteht alles. Mit der richtigen UK-Versorgung kann es sich mitteilen – das macht einen riesigen Unterschied.

Extrabudgetärer Status – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

SC langfristiger_heilmittelbedarf

Langfristiger Heilmittelbedarf.

Therapieverlauf – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Therapiebeginn: Ab Diagnosestellung/Geburt

Setting: Stationär → ambulant

Therapieinhalte – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

  • Füttertherapie/Dysphagie-Management
  • UK-Versorgung: Augensteuerung, Taster
  • Elternberatung

Diagnostik – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Erstdiagnostik – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckdiagnostik + UK-Bedarf Ernährungsweg + Kommunikation Ab Diagnose

Verlaufsdiagnostik – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Test Zweck Zeitpunkt
Regelmäßig Anpassung Engmaschig

Red Flags – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Aspiration/Pneumonie Sofort

Häufig bei SMA I. Kostform/Sonde prüfen.

Prognose – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Durch neue Therapien (Nusinersen, Gentherapie) bessere Überlebensraten. Logopädie ermöglicht Kommunikation und sicherere Ernährung.

Einflussfaktoren – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

  • Therapieansprechen (Nusinersen/Gentherapie)
  • Zeitpunkt Therapiebeginn
  • UK-Versorgung

Verwandte Codes – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Gleiche Diagnosegruppe – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Mildere Formen

Häufige Fragen – G12.0 Infantile spinale Muskelatrophie, Typ I [Werdnig-Hoffmann]

Kann mein Kind mit SMA kommunizieren?

Ja! Kinder mit SMA I sind kognitiv normal und verstehen alles. Mit UK (Augensteuerung, Taster) können sie sich ausdrücken, lernen und sozial teilhaben.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.