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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP6. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G12.1 als LHB mit SC/SP6.

G12.1 – Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

ICD-11-Äquivalent: 8B61.Z – Spinale Muskelatrophie, nicht näher bezeichnet annäherung

ICD-11 bietet hier nur eine unspezifische Restkategorie; nächstliegende Entsprechung, genauere Abbildung ggf. über Postkoordination.

Auch gesucht unter: SMA Logopädie, G12.1 Logopädie, SMA Typ II Sprechen

Milder als SMA I. Langfristiger Bedarf.

Logopädische Beschreibung – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

G12.1 umfasst SMA Typ II-IV. SMA II (Sitzen möglich, kein Stehen): Dysarthrie häufig, Dysphagie möglich, UK bei manchen nötig. SMA III (Gehen möglich): mildere Auswirkungen auf Sprache, Stimmschwäche möglich. Logopädisch weniger intensiv als SMA I, aber langfristiger Bedarf.

Typische Störungsbilder – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Dysarthrie SP6 häufig bei SMA II

Leise, undeutliche Stimme durch Muskelschwäche.

Dysphagie SC im Verlauf bei SMA II

Kauschwäche, Schluckermüdung.

Einfach erklärt:

Bei milderen Formen der SMA kann Ihr Kind sprechen, hat aber möglicherweise eine leise Stimme oder undeutliche Aussprache. Schlucken kann im Verlauf schwieriger werden. Logopädie unterstützt dabei.

Logopädische Relevanz – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Kinder und Erwachsene.
Bedeutung Seltene Erkrankung, aber langfristiger Bedarf.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

SP6 – Störungen der Sprechmotorik Primär Offiziell (HMK)

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei Sprechunverständlichkeit.

Begründung:

Dysarthrie.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G12.x mit SC/SP6 als LHB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

SP6 Primär Offiziell (HMK)
Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SC Offiziell (HMK)
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Typische Erstverordnung – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf.
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

  • Langfristiger Heilmittelbedarf.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

  • Logopädie hilft, die Sprechverständlichkeit zu erhalten und Schluckprobleme zu managen.

Extrabudgetärer Status – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SC LHB
SP6 LHB
Nach Ablauf:

Langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Therapiebeginn: Bei Auffälligkeiten

Setting: Ambulant

Frequenz: 1-2x/Woche

Besonderheiten: Progressiv, aber langsamer als SMA I.

Therapieinhalte – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

  • Atemtraining für Stimmgebung
  • Artikulationstherapie
  • Dysphagie-Management bei Bedarf
  • UK bei schwerer Dysarthrie

Diagnostik – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Erstdiagnostik – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Test Zweck Zeitpunkt
Dysarthrie- + Schluckdiagnostik Baseline Erstbefund

Verlaufsdiagnostik – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Test Zweck Zeitpunkt
Re-Evaluation Progression erfassen Alle 6 Monate

Red Flags – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Zunehmende Kauschwäche/Gewichtsverlust Schluckdiagnostik

Dysphagie kann schleichend zunehmen.

Prognose – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Langsamer progredient als SMA I. Lautsprache meist erhalten.

Einflussfaktoren – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

  • SMA-Typ
  • Neue Therapien

Prognose im Einzelfall.

Unsere Spezialisierung – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Spezialisierung: Fütterstörungen bei Babys & Kleinkindern

Fütter- und Schluckstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter sind ein Schwerpunkt unserer Praxis. Unsere hochspezialisierten Expert*innen für Baby-Fütterstörungen und orale Restriktionen begleiten Familien mit zahlreichen Fortbildungen und langjähriger Erfahrung, eng vernetzt mit Ärzt*innen angrenzender Fachbereiche.

Fütterstörung beim Baby, spezialisierte Logopädie in Berlin

Verwandte Codes – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Gleiche Diagnosegruppe – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Schwerste Form

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Häufige Fragen – G12.1 Sonstige vererbte spinale Muskelatrophie

Kann mein Kind mit SMA II/III sprechen?

Ja, die meisten Kinder mit SMA II und III entwickeln Lautsprache. Die Stimme kann leiser und die Aussprache undeutlicher sein.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.