← Zur Suche
Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP6. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7: G37.1 als LHB.

G37.1 – Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

ICD-11-Äquivalent: 8A46 – Zentrale Demyelinisierung des Corpus callosum exakt

Auch gesucht unter: G37.1 Logopädie, Demyelinisierung Logopädie

Oft monophasisch. Marchiafava-Bignami. Oft bei Alkoholismus. Kognitive Kommunikationsstörung.

Logopädische Beschreibung – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

G37.1 (Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum): Akute demyelinisierende Erkrankung des ZNS. Logopädisch ähnlich wie MS (G35): Dysarthrie, Dysphagie und kognitive Kommunikationsstörung möglich je nach Lokalisation der Demyelinisierung. Marchiafava-Bignami. Oft bei Alkoholismus. Kognitive Kommunikationsstörung. Verlauf: oft monophasisch mit Erholungspotenzial (anders als MS).

Typische Störungsbilder – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Dysarthrie SP6 je nach Lokalisation

Bei Hirnstamm-/Kleinhirnbeteiligung.

Dysphagie SC je nach Lokalisation

Bei Hirnstammbeteiligung.

Einfach erklärt:

Bei dieser Erkrankung wird die Isolierung der Nervenfasern im Gehirn geschädigt. Sprechen und Schlucken können betroffen sein. Logopädie hilft bei der Erholung.

Logopädische Relevanz – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Häufigkeit sehr selten
Patient*innengruppe Kinder und Erwachsene.
Bedeutung Seltene Erkrankungen.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

SP6 – Störungen der Sprechmotorik Primär Offiziell (HMK)

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei Dysarthrie.

Begründung:

Dysarthrie.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7: Mit SC/ST1/SP5/SP6 als LHB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7

Begründung:

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-7

Leitsymptomatik:

SP5b

Wann verordnen:

Bei kommunikativen Defiziten.

Begründung:

Kognitive Kommunikation.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

SP6 Primär Offiziell (HMK)
Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SC Offiziell (HMK)
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
ST1 Offiziell (HMK)
Heilmittel Stimmtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP5 Offiziell (HMK)
Heilmittel Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Typische Erstverordnung – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf.
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

  • Wie bei MS verordnen. SP6 + SC.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

  • Erholung ist oft möglich. Logopädie unterstützt den Prozess.

Extrabudgetärer Status – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SC LHB
SP5 LHB
SP6 LHB
ST1 LHB
Nach Ablauf:

Je nach Verlauf.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Therapiebeginn: In der Akutphase/Reha

Setting: Stationär → ambulant

Frequenz: Akut: täglich. Ambulant: 1-2x/Woche.

Besonderheiten: Oft monophasisch mit Erholungspotenzial. Marchiafava-Bignami. Oft bei Alkoholismus. Kognitive Kommunikationsstörung.

Therapieinhalte – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

  • Dysarthrie-Therapie
  • Dysphagie-Management
  • Rehabilitative Logopädie

Diagnostik – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Erstdiagnostik – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Test Zweck Zeitpunkt
Dysarthrie + Schluckdiagnostik Befund Akut

Verlaufsdiagnostik – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Test Zweck Zeitpunkt
Re-Evaluation Erholung dokumentieren Regelmäßig

Red Flags – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Erneute Verschlechterung Neurologe

Rezidiv oder Übergang zu MS?

Prognose – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Oft monophasisch mit guter Erholung. Marchiafava-Bignami. Oft bei Alkoholismus. Kognitive Kommunikationsstörung.

Einflussfaktoren – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

  • Ausmaß
  • Lokalisation

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Gleiche Diagnosegruppe – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Chronische Demyelinisierung

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – G37.1 Zentrale Demyelinisation des Corpus callosum

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.