Logopädie Praxis Kosmos
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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP3. Verordnung eindeutig.

KBV Diagnoseliste 2026 S.7: G60.0 als LHB mit SP3.

G60.0 – Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Auch gesucht unter: CMT Logopädie, G60.0 Logopädie, Charcot-Marie-Tooth Stimme

Selten logopädisch relevant. Nur bei Stimm-/Schluckbeteiligung.

Logopädische Beschreibung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

CMT betrifft primär die distale Muskulatur der Extremitäten. Logopädisch selten direkt relevant, aber: bei schweren Formen (CMT2, CMT4) Beteiligung der Stimmlippenmuskulatur (Rekurrensparese) oder Zwerchfellschwäche → Heiserkeit, reduzierte Stimmlautstärke. Dysphagie sehr selten, nur bei schweren Verläufen.

Typische Störungsbilder – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Stimmschwäche/Heiserkeit ST1 selten

Bei Rekurrensparese.

Dysphagie SC sehr selten

Nur bei schweren Verläufen.

Einfach erklärt:

Charcot-Marie-Tooth ist eine Nervenkrankheit, die vor allem Arme und Beine betrifft. Selten können auch Stimme und Schlucken betroffen sein.

Logopädische Relevanz – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Häufigkeit sehr selten
Patient*innengruppe Kinder und Erwachsene.
Bedeutung Nur bei schweren CMT-Formen relevant.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.7: G60.0 mit SP3 als LHB.

Begründung:

KBV Diagnoseliste 2026 S.7: G60.0 mit SP3 als LHB.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Typische Erstverordnung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Diagnosegruppe ST1
Leitsymptomatik ST1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.

Tipps für Ärzt*innen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

  • Nur bei Stimm-/Schluckbeteiligung Logopädie verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

  • Wenn Sie Stimmveränderungen bemerken, lassen Sie das beim HNO und Logopäden abklären.

Extrabudgetärer Status – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

ST1 langfristiger_heilmittelbedarf

Langfristiger Heilmittelbedarf möglich.

Therapieverlauf – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Therapiebeginn: Bei Stimm-/Schluckauffälligkeiten

Setting: Ambulant

Therapieinhalte – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

  • Stimmtherapie bei Rekurrensparese
  • Ggf. Schlucktherapie

Diagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Erstdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik + Laryngoskopie Rekurrensparese? Bei Heiserkeit

Verlaufsdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

Test Zweck Zeitpunkt
Kontrolle Verlauf Jährlich

Prognose – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

CMT ist langsam progredient. Stimmbeteiligung selten.

Einflussfaktoren – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie (Charcot-Marie-Tooth)

  • CMT-Typ

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.