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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP3. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G60.0 als LHB mit SP3.

G60.0 – Hereditäre sensomotorische Neuropathie

ICD-11-Äquivalent: 8C20.Z – Hereditäre motorische und sensorische Neuropathie, nicht näher bezeichnet annäherung

ICD-11 bietet hier nur eine unspezifische Restkategorie; nächstliegende Entsprechung, genauere Abbildung ggf. über Postkoordination.

Auch gesucht unter: CMT Logopädie, G60.0 Logopädie, Charcot-Marie-Tooth Stimme, Charcot-Marie-Tooth

Selten logopädisch relevant. Nur bei Stimm-/Schluckbeteiligung.

Logopädische Beschreibung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

CMT betrifft primär die distale Muskulatur der Extremitäten. Logopädisch selten direkt relevant, aber: bei schweren Formen (CMT2, CMT4) Beteiligung der Stimmlippenmuskulatur (Rekurrensparese) oder Zwerchfellschwäche → Heiserkeit, reduzierte Stimmlautstärke. Dysphagie sehr selten, nur bei schweren Verläufen.

Typische Störungsbilder – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Stimmschwäche/Heiserkeit ST1 selten

Bei Rekurrensparese.

Dysphagie SC sehr selten

Nur bei schweren Verläufen.

Einfach erklärt:

Charcot-Marie-Tooth ist eine Nervenkrankheit, die vor allem Arme und Beine betrifft. Selten können auch Stimme und Schlucken betroffen sein.

Logopädische Relevanz – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Häufigkeit sehr selten
Patient*innengruppe Kinder und Erwachsene.
Bedeutung Nur bei schweren CMT-Formen relevant.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G60.0 mit SP3 als LHB.

Leitsymptomatik:

SP3a

Begründung:

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G60.0 mit SP3 als LHB.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

SP3 Primär Offiziell (HMK)
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Typische Erstverordnung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Diagnosegruppe SP3
Leitsymptomatik SP3a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Nicht nötig
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

  • Nur bei Stimm-/Schluckbeteiligung Logopädie verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

  • Wenn Sie Stimmveränderungen bemerken, lassen Sie das beim HNO und Logopäden abklären.

Extrabudgetärer Status – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SP3 LHB
Nach Ablauf:

Bei Bedarf langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Therapiebeginn: Bei Stimm-/Schluckauffälligkeiten

Setting: Ambulant

Frequenz: 1x/Woche

Besonderheiten: Selten logopädisch relevant. Nur bei bestätigter Stimm-/Schluckbeteiligung.

Therapieinhalte – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

  • Stimmtherapie bei Rekurrensparese
  • Ggf. Schlucktherapie

Diagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Erstdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Test Zweck Zeitpunkt
Stimmdiagnostik + Laryngoskopie Rekurrensparese? Bei Heiserkeit

Verlaufsdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Test Zweck Zeitpunkt
Kontrolle Verlauf Jährlich

Prognose – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

CMT ist langsam progredient. Stimmbeteiligung selten.

Einflussfaktoren – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

  • CMT-Typ

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP3 – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.