Logopädische Beschreibung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
CMT betrifft primär die distale Muskulatur der Extremitäten. Logopädisch selten direkt relevant, aber: bei schweren Formen (CMT2, CMT4) Beteiligung der Stimmlippenmuskulatur (Rekurrensparese) oder Zwerchfellschwäche → Heiserkeit, reduzierte Stimmlautstärke. Dysphagie sehr selten, nur bei schweren Verläufen.
Typische Störungsbilder – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
Bei Rekurrensparese.
Nur bei schweren Verläufen.
Charcot-Marie-Tooth ist eine Nervenkrankheit, die vor allem Arme und Beine betrifft. Selten können auch Stimme und Schlucken betroffen sein.
Logopädische Relevanz – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
| Häufigkeit | sehr selten |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Kinder und Erwachsene. |
| Bedeutung | Nur bei schweren CMT-Formen relevant. |
Zugeordnete Diagnosegruppen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
SP3a
KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G60.0 mit SP3 als LHB.
Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
| Heilmittel | Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
Verordnung & Praxistipps – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
Typische Erstverordnung – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
| Diagnosegruppe | SP3 |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SP3a |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Nicht nötig |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Nein |
| Therapiebericht | Ja |
Tipps für Ärzt*innen – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
- Nur bei Stimm-/Schluckbeteiligung Logopädie verordnen.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
- Wenn Sie Stimmveränderungen bemerken, lassen Sie das beim HNO und Logopäden abklären.
Extrabudgetärer Status – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.
Bei Bedarf langfristig.
Therapieverlauf – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
Therapiebeginn: Bei Stimm-/Schluckauffälligkeiten
Setting: Ambulant
Frequenz: 1x/Woche
Besonderheiten: Selten logopädisch relevant. Nur bei bestätigter Stimm-/Schluckbeteiligung.
Therapieinhalte – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
- Stimmtherapie bei Rekurrensparese
- Ggf. Schlucktherapie
Diagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
Erstdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Stimmdiagnostik + Laryngoskopie | Rekurrensparese? | Bei Heiserkeit |
Verlaufsdiagnostik – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Kontrolle | Verlauf | Jährlich |
Prognose – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
CMT ist langsam progredient. Stimmbeteiligung selten.
Einflussfaktoren – G60.0 Hereditäre sensomotorische Neuropathie
- CMT-Typ