Logopädische Beschreibung – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Kongenitale myasthene Syndrome (CMS) verursachen bei Kindern ermüdbare Muskelschwäche. Logopädisch: Trinkschwäche/Dysphagie im Säuglingsalter, Sprachentwicklungsverzögerung durch reduzierte orale Exploration, nasale Stimme, Artikulationsstörung. Symptommuster wie G70.0, aber ab Geburt.
Typische Störungsbilder – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Ermüdbare Saugkraft.
Durch reduzierte orale Exploration und Muskelschwäche.
Offenes Näseln.
Bei der angeborenen Myasthenie sind die Muskeln von Geburt an ermüdbar. Trinken, Sprechen und Schlucken können betroffen sein. Logopädie begleitet die Entwicklung.
Logopädische Relevanz – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
| Häufigkeit | sehr selten |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Kinder ab Geburt. |
| Bedeutung | Sehr seltene Erkrankung. |
Zugeordnete Diagnosegruppen – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
SCa
Bei Trinkschwäche.
Dysphagie.
SP6a
Bei Näseln.
Rhinophonie/Dysarthrie.
Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
| Heilmittel | Schlucktherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
Verordnung & Praxistipps – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Typische Erstverordnung – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
| Diagnosegruppe | SC |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SCa |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1-2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Tipps für Ärzt*innen – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
- Langfristiger Heilmittelbedarf. SC + SP1.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
- Nicht überanstrengen beim Trinken, lieber öfter kleinere Mahlzeiten.
Extrabudgetärer Status – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.
Langfristig.
Therapieverlauf – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Therapiebeginn: Ab Diagnose
Setting: Ambulant
Frequenz: 1-2x/Woche
Besonderheiten: Wie G70.0: Ermüdbarkeit beachten, Medikamenten-Timing.
Therapieinhalte – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
- Füttertherapie
- Sprachentwicklungsförderung
- Mundmotorik
- Nicht überlasten!
Diagnostik – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Erstdiagnostik – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Schluck- + Sprachdiagnostik | Status | Ab Diagnose |
Verlaufsdiagnostik – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Regelmäßig | Entwicklung | Alle 3-6 Monate |
Red Flags – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Myasthene Krise bei Infekten.
Prognose – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
Abhängig vom CMS-Subtyp. Manche sprechen gut auf Medikamente an.
Einflussfaktoren – G70.2 Angeborene oder entwicklungsbedingte Myasthenie
- CMS-Subtyp
- Medikation